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6 February 2025 · 42 min

Ep. 1: Simon Herzog – Hintergrund, Unternehmertum und die Zukunft der Energie- & Mobilitätswende

In der ersten Episode von Smart Charge mit RiDERgy sprechen wir mit Simon Herzog über seinen Werdegang, seine Erfahrungen mit Unternehmern insbesondere in seiner Rolle bei der Unternehmertum und seine Vision für die Energiewende und Mobilitätswende. Wir diskutieren, welche Rolle Startups und Innovationen in der Transformation des Energiesektors spielen, welche Herausforderungen die Branche bewältigen muss und wie Theorie und Praxis in der nachhaltigen Mobilität zusammenkommen. Tauche mit uns ein in spannende Einblicke, praxisnahe Lösungen und die Zukunft der smarten Energie- und Mobilitätslandschaft! 🚀 🔋

Transcripción

Welcome to the Smart Charge by RiDERgy Podcast. This is Claudio Geyken, founder and CEO of RiDERgy. This is your show to learn about all things energy management and smart charging innovation for electric vehicles and fleets.

Also. Hallo, Simon. Schön, dich bei uns zusammen im Smart Charge Podcast. Hallo, Claudio. Geht's dir gut? Heute? Mir geht's gut. Danke. Danke für die Einladung. Ja, sehr gerne. Schön, dass es auch so kurzfristig noch geklappt hat. In deinem. Du bist ja in München. Normalerweise. Und hier in Berlin zu Gast hast da ein tolles Event gestern organisiert. Ich weiß nicht, ob du noch ein paar Wörter dazu verlieren möchtest. Also, grundsätzlich komme ich immer gern nach Berlin und habe natürlich die Gelegenheit da genutzt. Gestern. war eine Veranstaltung

zusammen mit French Tech Berlin und Via Idee und dem Young Mobility Network in erster Linie, um die Berliner Gründerszene zusammenzubringen, aber vor allem auch, um über die Einigkeit von Europa zu sprechen, in unternehmerischer und technologischer Hinsicht und eine gute Plattform, was wir gestern auch beworben haben. ist der European Startup Prize for Mobility, wo sich Startups noch bis zum siebte Februar bewerben können. Und um diese tolle Gelegenheit, eine große europäische Bühne zu bekommen, publik zu machen in der Berliner Szene. Dazu haben wir gestern diese Veranstaltung im

SAP Dataspace in der Rosenthaler straße gemacht. Ja, sehr cool. Ich durfte ja auch gestern dabei sein. Danke, dass du dabei warst. Danke für die Einladung. Vielleicht kommen wir ja noch mal dazu, dazu zu sprechen. im Sinne der Zeit. Lass uns erst mal bei dir anfangen. In deinem Hintergrund. Wie bist du zu dem gekommen, was du jetzt bist? Also kannst ja gerne auch ausholen. Aber Studium zumindest angefangen. Aber wenn du noch früher anfangen möchtest, jetzt mit Grundschule und so, glaube ich, brauche ich nicht einsteigen. Also gut

ich bin ursprünglich aus Nürnberg. Ich habe an der RWTH Aachen Energietechnik als Schwerpunkt im Maschinenbau Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Hab mich da viel mit. Thermodynamik und mit ähnlichen Themen befasst war dann wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München am Lehrstuhl für erneuerbare Energiesysteme. Habe dort einige Vorlesungen gemacht im Bereich nachhaltige Mobilität, im Bereich Gebäudeenergieversorgung, Versorgung von Industrieanlagen und war auch ein halbes Jahr mal in Brasilien, habe über die Zukunft des Energiesystems und dessen Potenziale. meine Doktorarbeit geschrieben. Sehr große Potenziale gibt es dort hervorragende Bedingungen für erneuerbare Energien. Ja

nicht nur wegen meiner Arbeit, aber da gibt es im Moment auch einen sehr starken, steilen Anstieg von insbesondere Photovoltaik, aber auch Windkraft. Traditionell wird ja auch schon Wasserkraft extrem intensiv in Brasilien genutzt und ist eigentlich viel wirtschaftlicher als alles. andere. Na ja, wichtiger Verbraucher von Energie ist natürlich der Mobilitätssektor. Und das war eben während meiner Forschungsarbeit immer ein großes Thema. Und in dem Zuge bin ich dann in den Mobilitätsbereich an die Unternehmertum gekommen. Unternehmertum ist das Gründungs und Innovationszentrum in München. Und ja, was mache ich

da jetzt? Ich befasse mich mit Projektleitung, mit Startup- Unterstützung im Bereich Energie und Mobilität. Ja, ich habe auch gesehen, dass du an der Tum warst. Wie viel Tum und wie viel RWTH steckt in dir, um das mal so lapidar zu formulieren. Puh. Also, ich bin ja thematisch eigentlich immer im gleichen Feld geblieben. Und da würde ich mal sagen. die Wissenschaft, die Ingenieurwissenschaft kennt da eigentlich keine Region oder keine politische Haltung. Also da würde ich mal sagen, die Technik, die ist in Aachen und in München eigentlich

die gleiche. Ja, und ich glaube auch, egal, wo man Physik studiert. Man sollte eigentlich überall die gleiche Physik lernen. Sicherlich, es ist an der einen Hochschule vielleicht etwas anders vom Schwerpunkt her oder vom Anspruch anders. Aber ich glaube, die RWTH Aachen und die TU München geben sich da nicht viel. und aus Neugierde, weil ich ja auch persönlich als Berliner mich auch entschieden habe, zum Karlsruher Institut für Technologie nach Karlsruhe dann fürs Studium zu ziehen. Was hat dich dann als Bayer sozusagen dann bewegt, zur RWTH und

nicht in München zu bleiben? Ja, ich will es jetzt nicht Auslandserfahrung nennen, nach Nordrhein Westfalen zu gehen, aber grundsätzlich mal ein bisschen rauskommen, fand ich natürlich interessant und mich hat selbst schon in der Schule das Thema Energiewahnsinnig beschäftigt. Und da hatte schlicht und einfach die RWTH Aachen wahnsinnig viele Wahlmöglichkeiten und Vertiefungsmöglichkeiten. Und als ich mich dann dort beworben hat, man musste sich bewerben. Also mein Studiengang war zulassungsbeschränkt. Und als ich da eine Zusage gekriegt habe, dann hatte ich dort unterschrieben. Ich hatte dann danach auch noch

von einigen anderen Unis auch eine Zusage bekommen. Aber gut, dann hatte ich schon einen Mietvertrag. Und was spricht denn gegen die RWTH? guter Ruf. Ja, habe ich das gemacht und durchgezogen. Es gibt total Sinn. Ja. Und ich habe auch gesehen. Du hast mit dem Bayerischen Landtag noch was am Hut. Vielleicht willst du da noch mal kommentieren, wie du dazu kamst. Gut. Mobilität hat mich natürlich auch schon immer beschäftigt. Also auch die Qualität der Mobilität. Und natürlich auch, weil Mobilität, wie ich schon vorhin erwähnten, eine wichtige

Komponente im Energieverbrauch ist. Und was habe ich da gemacht? Im Kontext von einer Veranstaltung kam mal der damalige Landtagsabgeordnete und spätere Bildungsminister von Bayern, der Michael Piazzolo, auf mich zu. Und der hatte eben die Frage Wie könnte man denn im Münchner Norden die Verkehrssituation grundlegend verbessern? Weil der Münchener Norden der fühlt sich eben etwas abgeschnitten. Gerade in Ost West Richtung gibt es da keine so guten Anbindungen. also das radial ausgerichtete ÖV-Netz von München führt eigentlich immer über den Hauptbahnhof, über über das Sendlinger Tor oder den

Marienplatz. gut. Und wir sind dann letzten Endes. Ich habe mich dann mit einem damaligen Lehrstuhlkollegen zusammengetan. Und dann haben wir freiberuflich eine Studie geschrieben, was denn quasi nach Berliner Vorbild eine Ringbahn für München bringen würde. Also wir haben quasi eine Ringbahn vorgeschlagen. Es gibt in München bereits quasi drei. ringstraßen, also den Altstadtring, den Mittleren Ring, den Frankfurter Ring und eben auch eine teilweise geschlossene A99. Also das ist eigentlich nur ein Dreiviertel Ring in München, also dieser Autobahnring außen herum. Aber auf der Schiene gibt es gar

keinen so und. München hat aber eigentlich schon ein weitgehend teilweise oder eben ausschließlich vom Güterverkehr genutzten genutzte Ringlinie. Und unser Vorschlag jetzt vereinfacht gesagt war eben, dass wir diese Ringlinie ausbauen und für den Personenverkehr nutzen, dass dann eben München eine Ringbahn hätte, wie das Berlin schon seit 1870 oder so hat. Also die die Berliner Ringbahn gibt es ja schon eine ganze Weile. Und sowas hat man eben für München vorgeschlagen. Ich meine. Das ist sehr gut angekommen. Das hat auch ein extremes Presseecho erreicht, womit wir überhaupt

nicht gerechnet haben. Also in den Lokalzeitungen am Tag nach der Veröffentlichung. Wir haben da eine Pressekonferenz auch gemacht. War das auf der ersten Seite. Das fand ich einen ziemlichen Kracher und auch sehr überraschend. Aber auf der anderen Seite ist natürlich so baumaßnahmen. Papier ist geduldig, gerade baumaßnahmen bei der Bahn. Das wird eine ganze Weile dauern, bis ein vollständiger Ring in Betrieb geht. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass sowas bei aller. High-tech. Hyperloop Passagierdrohnen ganz klassischer Bahnausbau ist nach wie vor enorm wichtig, weil

es ein zuverlässiges, ein umweltfreundliches, ein nachhaltiges Verkehrsmittel ist, insbesondere weil man da auch ohne Parkplatzbedarf relativ schnell eine große Anzahl von Menschen bewegen kann, wo mir jetzt eigentlich auf Anhieb kein anderes Verkehrsmittel bekannt ist, dass es das auch könnte. verstehe.lädoyer für die Bahn. Ja, spannend. Ja. Ich habe auch gesehen. Auf LinkedIn hast du eines deiner Hauptprofile ist auch mit so einem Bahnhof. Ja, das ist London St. Pancreas. Also Kings Cross, wo die Eurostar Züge nach Paris abfahren. Ah, cool. Ja, habe ich selbst gemacht. Das Bild

Also, das ist kein KI Bild oder so. Das heißt, du bist ein Fan von der Bahn. Und Hyperloop hast du auch schon angedeutet. Da gibt's ja auch von der Tum, glaube ich, eines der führenden Projekte, was Hyperloop Projekte international angeht. Wie stehst du da zu dem Thema? also, es war ein Studententeam Tur Hyperloop Team, die ganz großes geleistet haben. Die Hyperloop Pod Challenge, die viermal ausgeschrieben wurde, hatte jeweils das Team von der TU München gewonnen. Und Gabriele Semino ist ja der Leiter von diesem Studentenprojekt Turm

Hyperloop gewesen. Und die haben jetzt eine Firma ausgegründet. Neowise heißt sie und deren. Ziel ist, einen Hyperloop für den Personentransport zu kommerzialisieren. also grundsätzlich. Ich finde es enorm sinnvoll, dass man. ja das Thema Bahn mal völlig neu denkt. Und ich meine, rein aus technologischer Sicht spricht ja vieles dafür. eine Magnetbahn in eine Vakuumröhre zu legen. Man vermeidet mechanische Reibung, man vermeidet Luftreibung, hat also eine Menge Vorteile auf der anderen Seite. nach meinem Kenntnisstand ist. Da stand heute noch nie eine Person mit diesem System gefahren. Also

das heißt, bis es in die alltägliche. Verkehrsplanung. Einfluss nimmt. wird es noch ein bisschen dauern. Ja, aber grundsätzlich. Wir hatten es ja gestern bei unserem Abend auch der ICE, der jetzt durchgängig von Berlin nach Paris fährt. Der braucht über acht Stunden. Mit dem System von Neowise von Gabriele Semino wäre das nach meinem Kenntnisstand in gut zwei Stunden möglich. Und zwei Stunden von Berlin nach Paris. Das wäre natürlich ja. Wenn man überlegt, dass wahrscheinlich die Check-In-Zeiten wesentlich kürzer werden als an einem Flughafen. wäre natürlich der Knaller

Ja, oder in in 40, 50 Minuten nach, äh, Köln. Äh, ich meine, da wird ja dann Köln zum Vorort von Berlin. kann man sagen. Also insofern, das hat eine Menge Potenzial. Auf der anderen Seite muss man natürlich sehen. wenn wir, so wie es die Franzosen zwischen Paris und Marseille gemacht haben, wenn wir die konventionelle Bahn auf das französische französische Level ausbauen würden. könnte man auch in der Hälfte der Zeit von heute ungefähr nach Paris fahren. Also, das heißt, man muss jetzt nicht sagen, das ist nur

dann möglich, wenn wir den Hyperloop haben, sondern auch in der heute existierenden Bahntechnik ist noch eine Menge Potenzial drin. Ja, und hier geht es ja viel auch in dem Podcast um zukunftsgerichtige Vision. Du bist ja jetzt Experte in Energie und Mobilität. Und wir kommen noch mal auf die Energievision zu sprechen. Aber die hängt ja dann, weil wir auch hier in dem Podcast und Drategy umtreibt. ja genau diese Sektorenkopplungen hängen ganz stark miteinander zusammen, da wir gerade bei der Mobilität sind. Was wären denn deines Erachtens Visionen

für die Mobilität der Zukunft? Was sind so eben Hyperloop haben wir gerade erwähnt. Aber was wird sich verändern deines Erachtens, was wir vielleicht noch nicht so ganz auf dem Schirm haben. Inwiefern werden wir beispielsweise mehr Schiene oder weniger Schiene? Mehr Flugzeuge? Was sind so Trends, die du siehst und Visionen, wo du denkst, wo es lang gehen wird. Also, ich glaube persönlich an eine Renaissance der Schiene. weil ich sage mal auch mit Elektrifizierung der konventionellen Pkw werde ich solche Probleme wie Stau und Parkplatzbedarf nicht vermeiden. Und

man sieht ja auch schon, dass in Kalifornien von LA nach Las Vegas jetzt 2028 schon eine neue Bahnstrecke eine Hochgeschwindigkeitsstrecke in Betrieb gehen soll. Man kann nur hoffen, dass das der Startschuss für ein Netz von Hochgeschwindigkeitszügen in den USA ist. Die USA sind ja, ich glaube, die einzige führende Industrienation. die wirklich keine echte Durchdringung von Hochgeschwindigkeitszügen haben. Und wenn man sich allein überlegt, was da für ein Potenzial da wäre. Und es ist ja nicht so, dass jetzt in den USA keine Staus gäbe. Ganz im Gegenteil

da ist noch natürlich ein Mega Potenzial drin, und ich glaube, sowas wird teilweise nicht so gesehen. Die USA hat natürlich auch ihre unglaublichen Herausforderungen, warum die Implementierung von dem Bahnsystem da auch nicht so einfach ist, also zum Beispiel diese extremen. die zentralen Städte, also die Zersiedlung der Urban Sprawl. Man hat in den USA nicht so das Zentrum, wo man mit dem Rollkoffer dann gleich in die fußgängerzone gehen kann, was es eben bei uns gibt, oder dass es einen Hauptbahnhof gibt, der dann wiederum in alle Richtungen

mit dem ÖV angebunden ist. Also ich sage jetzt mal. der Hauptbahnhof von Austin in Texas. Also da ist an der S Bahn in Obermenzing in München mehr los oder hier in Hinterwandsee als eben am Hauptbahnhof in Austin von Texas und Austin, Texas ist ja eine Tech Metropole, eine aufkommende Tech Metropole und ungefähr von der Einwohnerzahl wie München mit einem starken Wachstumstrend. Und also da steckt noch vieles in den Kinderschuhen und. Ja, also die Renaissance der Schiene, die. Die sehe ich, beziehungsweise ich hoffe auch drauf, dass

wir dieses Thema bei uns ernst nehmen. Ich finde auch erfreulich, dass einige Start ups in dem Bereich aktiv sind. ob das jetzt fahrerlose Züge sind, also wie Future Rail oder auch gestern war. Gründerin Mina von Panto Health da, die Predictive maintenance, also vorausschauende Wartung für Stromabnehmer machen. also da tut sich schon einiges auf der anderen Seite natürlich, aber das ist jetzt kein Geheimnis, dass die Elektromobilität der Pkw eine große Durchdringung erreichen wird. Die große Frage ist natürlich gerade in dem Land. das geprägt ist von der

starken Saisonalität wie Deutschland. Wie bekommen wir mal für Millionen von Elektrofahrzeugen und dann auch vielleicht für Millionen von Wärmepumpen in Phasen der Dunkelflaute genügend Elektrizität her, um alles zu versorgen. Da kommen wir noch drauf. Aber das ist aus meiner Sicht auch ein Punkt, den man mitdenken sollte, also nicht sagen. Jetzt ist mal Elektroauto da und alles ist gut, sondern man wird. aus Energiesystemsicht große Herausforderungen haben, sowohl auf der Verbraucherseite als auch auf der Erzeugerseite. Also auch einfach ein blinder Ausbau von Photovoltaik verursacht ja auch allerhand

Herausforderungen. Oft können natürlich intelligente Erzeuger und Nachfrage sehr komplementär ineinandergreifen. aber grundsätzlich mal muss man diese Herausforderungen schon auf dem Schirm haben, um rechtzeitig sinnvolle Lösungen zu entwickeln. Und bevor wir dann in die Energiewelt kommen, vielleicht so Rapid Fire Questions, um ein bisschen so deine Welt in schnellen Dimensionen runterzubrechen. Also Pkw elektrisch 100 %. Ja, nein. bei Neuwagen. würde ich sagen annähernd 100 %. bei Vans. Na gut, da kommt es jetzt darauf an. Also ein Wohnmobil, was im kanadischen Hinterland rumfährt, wo noch nicht mal die

Toilette am Campingplatz ein Licht hat, sehe ich sehr herausfordernd, das zu elektrifizieren an. Wenn man jetzt natürlich in einem Land wie Norwegen unterwegs ist, da kann man vielleicht auch mit dem elektrischen Wohnmobil ganz gut unterwegs sein. Ja, aber ich meine jetzt Regionen wie Brasilien haben Energie im Überschuss, da spielt die Effizienz auch keine so große Rolle. und da fährt. der großteil des Verkehrs mit Ethanol aus Zuckerrohr. Das ist äußerst flächenintensiv, und dort, wo es angebaut wird, steht man auch in Konkurrenz zu Natur und Landwirtschaft. Und

vielleicht wird in einem Land wie Brasilien auch ein Teil der Pkws mal durch einen synthetischen Kraftstoff ersetzt. Also, wie gesagt, aufgrund dieser enormen Potenziale Erneuerbare ist halt die Frage, ob da das Effizienzargument immer so eine gewichtige Rolle spielt. Ja, da kommen wir auch noch gleich drauf und E Lkws. ja für mittlere Strecken sicherlich sinnvoll, gerade auch vor dem Hintergrund der.

steigenden Energiedichte und Haltbarkeit und Schnellladefähigkeit von Batterien. Aber auch da ist es wieder so, wenn man sich jetzt mal das Hinterland der USA vorstellt. einen Autobahnrasthof und es kommen zehn E Lkws zum Schnellladen bei gleichzeitig relativ schwachen Stromnetzen in den USA, also, die unter den heutigen Lasten schon ihre Schwierigkeiten haben. Da fehlt mir stellenweise etwas die Vorstellungskraft, dass es ohne weiteres mit Schnellladern gehen wird. Also da. sei es Wasserstoff, sei es synthetischer Kraftstoff. Da ist nach meiner Auffassung die Messe noch nicht gelesen. Und ich finde

man sollte sich auch keine technologischen Wege verbauen und Busse. Ich meine, da auch gibt es aus meiner Sicht regionale Unterschiede. Also ein Stadtbus in. unseren Breitengraden ist sicherlich hervorragend mit. ähm. Strom versorgt, also batterie elektrisch bei Langstreckenbussen, die über die Alpen fahren, die im ja in winterlichen Regionen unterwegs sind oder Greyhound in den USA, was ja im Übrigen vom Münchner Unternehmen Flixbus übernommen wurde. Da hat man natürlich die ähnlichen Herausforderungen wie bei Lkw im Hinterland und Schiffe. Na, bei Schiffen. Gut. In Norwegen gibt es bereits

jetzt schon mehrere Dutzend elektrische Fähren. Also das funktioniert ganz gut. Norwegen hat aber auch den elektrischen, die elektrische Energie im Überfluss. Bei Hochseeschiffen oder Binnenschiffen bin ich mir ziemlich sicher. Also gerade bei Hochseeschiffen. Also, es gibt ja nicht irgendwo draußen am Atlantik eine Schnelllademöglichkeit. da braucht man. ja, Energieträger mit hoher Energiedichte. Gleichzeitig leben Schiffe. Jahrzehnte. Ja. Also, es gibt heute habe ich kürzlich mal recherchiert, glaube ich, 90.000 Schiffe auf der Erde und viele 90.000.000. Ja, aber jetzt hat keine Info, ob damit gerade nicht im Kopf

ob da jede Jolle mit gerechnet ist oder ob das eher nur das Kaliber Containerschiff, Fregatte und dergleichen ist oder Kreuzfahrtschiff. Aber die Zahl habe ich kürzlich mal. in einer Publikation vom Umweltbundesamt gesehen und Durch die Langlebigkeit der Schiffe erreiche ich dort eine Dekarbonisierung. er mit. dem Kraftstoff als mit der Änderung der Antriebstechnologie. Also das heißt zum Beispiel, dass ich Dieselmotoren auf Methanol, auf Ammoniak oder auf Methan umrüste, wurde alles, also Methanol und Methan wurde schon gemacht und so robuste Zweitaktdieselmotoren, die können so etwas auch ganz

gut vertragen. Und da erreiche ich die Dekarbonisierung eher über den Kraftstoff als über das Antriebssystem. Sicherlich kann man da auch irgendwie über. Wasserstoffschiffe und so weiter nachdenken. Aber da muss man natürlich dann komplett den Antrieb ändern. Man muss Gastanks, Kryotanks und so weiter verbauen. Also da kann ich gleich ein neues Schiff kaufen. Für eine Umrüstung ist sowas kein Thema. Aber eben existierende Schiffe kann ich mit erneuerbaren Kraftstoffen betreiben. Und man wird ja nicht die ganze Welt mal eben austauschen können wegen dem Ziel der Dekarbonisierung und

zu guter Letzt die Flugzeuge. Kurzstreckenflugzeuge. Da wird sicherlich auch bald Batterieflieger geben. Kurzstreckenflugzeuge, die jetzt zum Beispiel kleine Städte in Norwegen miteinander verbinden, wo es vielleicht gar keine straßenverbindung gibt, genauso in Kanada. für transatlantische Flüge für Interkontinentalflüge. gibt es, was man rechnerisch recht leicht zeigen kann. keine Option, dass so etwas mit Batterie funktionieren wird. Da ist die Energiedichte schlicht und einfach zu niedrig. Also, es sei denn, man geht wieder mit zurück zu einem System, wo man eben vielleicht in Island und in Kanada mal zwischenlanden muss

so wie es in den 1960ern war im Zeitalter der Kolbenpropellerflugzeuge. Aber ich glaube, da machen die Passagiere nicht mit. Und dann schließen wir das Thema Mobilität kurz ab und gehen an Energie rüber. Wie siehst du auf, das wie die autonome? Tendenzen und auch geteilte Tendenzen der Mobilität auch sich entwickeln werden und das die Energie dann auch beeinflusst. wie autonomes Fahren Energienachfrage beeinflusst. Ja, das ist sehr schwierig zu sagen. Es gibt einige Argumente, die dafür sprechen, dass man weniger Energie braucht. Also beispielsweise, dass ein autonomes Fahrzeug

natürlich nicht so viel Benzin im Blut hat, also nicht so emotional fährt, nicht Gas gibt und hart abbremst an der Ampel. Also das heißt, wenn ich einen sanfteren Fahrverlauf habe, dann brauche ich tendenziell weniger Energie. Ich war als autonomes Fahrzeug vorausschauender. Das spart alles gleichzeitig, wenn durch autonomes Fahren Carsharing Flotten extrem attraktiv werden. Also das heißt, dass ich vor der Tür abgeholt werde und bei meinem Ziel einfach wieder abgeliefert. Also komfortabel, vielleicht noch komfortabler wie ein Taxi. aber gleichzeitig zu Preisen kaum über den variablen Kosten

von einem eigenen Auto, dann wird es natürlich weniger eigene Autos geben und weniger Autos heißt weniger Energieverbrauch für die Herstellung. Und das ist ja auch ein ganz erheblicher Block. weniger Energieverbrauch für die Herstellung. Und das sind natürlich Aspekte, die zu einer sinkenden Nachfrage von autonomen Fahren führen könnten. Die Frage ist natürlich. die Rechner, die das autonome Fahren erlauben. Wie viel Strom verbrauchen die? Da habe ich sehr unterschiedliche Zahlen gehört, dass manche, dass manche hinten, wo der Rechner sitzt, noch eine extra Klimaanlage einbauen müssen, damit sich

das Fahrzeug nicht überhitzt. Und der Fahrcomputer reduziert auch bei einem autonomen Fahrzeug die Reichweite so stark, dass sie in manchen Ecken dann doch eher wieder mit Verbrenner fahren. Das ist natürlich schlecht. Gleichzeitig. Ich habe davon gesprochen. Gerade, dass. grundsätzlich autonomes elektrisches Sharing so günstig werden kann, also kaum teurer wie die variablen Kosten von dem eigenen Auto, was ja dann auch günstiger wäre als der ÖV als der Nahverkehr hat man mal ausgerechnet und alle konnten. auch die Rechnung nachvollziehen, gibt es auch eine Reihe Publikationen dazu, dass

ich prinzipiell mit einem hochwertigen Robotaxi hier zum Flughafen Berlin Brandenburg für 6, 7 € mal vielleicht fahren kann. Und das ist ja. kenne jetzt den Preis hier nicht genau. Aber auf jeden Fall in München wäre es günstiger als die Fahrkarte mit der S Bahn. Und wenn dann natürlich ein. großer Wechsel vom öffentlichen Verkehr auf die Autos stattfindet. Oder wenn ich sage, bisher habe ich den Zug genutzt, weil ich nicht selbst fahren musste, wenn mir diese Möglichkeit auch das autonome Fahrzeug erlaubt und dann die Leute reihenweise

nicht mehr Zug fahren, also hunderttausendfach millionenfach, also in Ländern wie bei uns, wo man eigentlich ein ganz gutes Bahnsystem hat oder in Europa im Allgemeinen, wenn es eine Rückentwicklung von Bahnverkehr auf autonome Fahrzeuge gibt, dann. kann natürlich die Nachfrage für den Pkw-verkehr explodieren und damit auch der Energieverbrauch steigen. Ja. Also das, wie sich das entwickelt, ist dynamisch. Mir schwer zu sagen. Also, es gibt, wie erwähnt, die einen Effekte und auch die anderen. Dann sehen wir auch vor einigen Tagen nur so am Rand wie so eine

Firma wie Deep Sak auch viele Annahmen einfach so dann über einen Haufen wirft Hfen wirft dadurch, dass viel weniger GPUs benutzt werden, um Modelle zu trainieren. Und bleibt spannend. Ja, also deswegen versuche ich eben die Effekte darzustellen und eben beide möglichen Entwicklungen. aufzuzeigen. Aber ja, wie man so häufig sagt Prognosen sind besonders schwer, wenn sie die Zukunft betreffen. Ja, genau. Wir versuchen es trotzdem noch mit der Energie und Energie nicht nur als Strom. Strom haben wir in Deutschland schon 60 %. Erneuerbare erreicht. Letztes Jahr. Allerdings

müssen wir in die Energie mit der Mobilität der Wärme und industrielle Prozesse als Ganzes beobachten oder betrachten. Wie siehst du drauf? Wie schafft Deutschland 100 % erneuerbare Energie? Was sind so die größten Herausforderungen, die uns bleiben oder die vielleicht auch unterschätzt werden, wo du denkst, da müsste man mehr noch mal drauf schauen. Also, du hast es ja ganz richtig schon gesagt. Bei der Elektrizität haben wir die gute Hälfte Erneuerbare. und weil man eine Energiewende häufig mit einer Stromwende verwechselt. Klingt es für viele so, als wenn

die Hälfte der Energiewende schon geschafft wäre. aber wir produzieren in Deutschland. Ich möchte jetzt nicht auf die Details, sondern auf jedes Jahr eingehen, ungefähr 600 TW Stunden Strom. und der gesamte Energiebedarf von Deutschland liegt aber ungefähr, also die sogenannte Primärenergie liegt bei 3000 TW Stunden, also beim Fünffachen so Und wenn wir uns jetzt den gesamten Kuchen der Energienachfrage angucken, also wo insbesondere eben auch das Heizöl für Heizungen, für die Herstellung von Kraftstoffen drin ist, das Erdgas für Wohnungsheizung für industrielle Prozesse. die Kohle für die Stromerzeugung

und so weiter. Wenn wir uns diesen gesamten Kuchen der Primärenergie angucken, dann machen da die Erneuerbaren knapp 20 % aus, so und. Demnach liegt 80 % der Strecke für eine Energiewende noch vor uns. Und das ist, glaube ich, ein Punkt, den man sich vor Augen halten muss und dass letzten Endes es kein Entweder Oder bei Lösungen geben darf, sondern ein Sowohl als auch. Also, wir müssen alle Register ziehen. Wir müssen eine Energiewende vor Ort machen. aber vor dem Hintergrund, dass von der Primärenergie rund 70 %

importiert werden. Wir müssen auch. Importinfrastrukturen für erneuerbare aufbauen, also für erneuerbare Energieträger, sei es jetzt Strom über Windparks aus der Nordsee, vielleicht von Solaranlagen aus den südlichen Gefilden, aber natürlich auch Wasserstoff Pipelines. Und ja, du fragtest gerade eben, welcher Aspekt ist bei der Energiewende noch nicht so berücksichtigt, also. indirekt reden natürlich viele. über die Frage, ob sie jetzt Windräder oder Solaranlagen schön finden oder nicht. Ja, aber. Das Ganze ist ja quasi eine Konsequenz. aus der Tatsache, dass erneuerbare Energien ziemlich viel Fläche brauchen, so und wenn

wir jetzt mal überlegen, dass wir insgesamt nur 20 % erneuerbare in Deutschland haben. Und wir müssen ja auf 100 % kommen. Dann heißt es ja jetzt einmal ganz simpel gerechnet. Wir müssen die erneuerbare Erzeugungsleistung mindestens verfünffachen. und bei diesen 20 % erneuerbaren. Da ist auch noch wichtig zu wissen, dass da auch noch ein signifikanter Anteil an biogenen Energieträgern drin ist, also zum Beispiel also Energieträger, die nie mit dem Strom in Verbindung kommen, also Holzverwertung, biogener Anteil vom Müll. Reststofferwertung und Kompostgase und so weiter und. der

enorme Flächenverbrauch in einem vergleichsweise kleinen Land wie Deutschland. Also klar, Deutschland ist größer als die Niederlande, aber ist Brasilien ist 24 Mal so groß wie Deutschland. und oder auch Europa passt in die Sahara rein, ohne anzuecken. Also, ich will sagen, wir sind jetzt nicht unbedingt mit Fläche gesegnet. Aber viel Fläche ist genau das, was die Erneuerbaren brauchen. aber global wiederum mangelt es nicht an Fläche. Also von daher Energiewende hängt auch stark ab von internationalen Abkommen. Das ist aber auch keine völlig andere Zukunft. Das ist ja

heute auch schon so. Also wir importieren ja heute auch schon 70 % unserer. ein. Energieträger, also welche Kohle. kommt aus Deutschland. Ja, gut. Die Baunkohle vielleicht, aber Steinkohleförderung ist seit. gut zehn Jahren eingestellt. Ich glaube, bis 2017 wurde Steinkohle gefördert. Wenn ich richtig informiert bin. Ich weiß auch nicht mehr genau. Aber, aber schon ein bisschen her. Und gut, und Öl und Gas wird in Deutschland überhaupt nicht in nennenswertem Umfang gefördert. Also das heißt, wenn wir jetzt Strom Wasserstoff aus anderen Ländern importieren. ist es jetzt kein

grundlegender Unterschied zu heute, was natürlich in keinster Weise heißt. dass das jetzt hier schlecht wäre. Solaranlagen auf Dächer zu legen oder an geeigneten Standorten Windrädern zu bauen. Alles gut, nur das wird nicht reichen. Ja. OK. Ja spannend. Ich glaube, das ist auf jeden Fall nicht diskutierter Thema ein Thema, was nicht so viel auch Aufmerksamkeit hat. Jetzt allerdings ähm da gibt's auch gute Netzentwicklungspläne, glaube ich, die Bundesnetzagentur. Da gibt es gute Simulationen. Allerdings ja, die Bevölkerung ist sich noch nicht ganz bewusst dessen, dass es noch so

viel Aufwand sein wird. Ja, aber ich sage jetzt mal, in vielen Expertenkreisen ist es durchaus klar. Ich meine, es wurde ja ein European Hydrogen Backbone entwickelt. wo ein Pipeline Netzwerk für Europa definiert ist, wo man eben enorme Mengen aus verschiedenen Regionen zu uns leiten kann. Da habe ich jetzt gerade auch mit einem kompetenten Herrn mit dem Manuel Löw von der Dena gesprochen, vor wenigen, also heute bei meinem Besuch in Berlin. und er arbeitet da letzten Endes für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, also. Man arbeitet

schon an den richtigen Themen nur. Man muss das ganze Bild vor Augen haben. Es muss vieles viel schneller gehen. und es ist auch kein Entweder-oder. gerade jetzt. wenn wir mal heute Heizkraftwerke, also heute Heizkraftwerke, die mit Erdgas laufen, auf Wasserstoff umstellen. dann haben wir ja sehr große Wasserstoffverbraucher. Wenn Wasserstoff quasi ein Massenprodukt wird, dann. ist es auch nicht mehr so Wenn jetzt vielleicht ein schwer zu elektrifizierender Laster mit Wasserstoff fährt, dann ist es auch nicht ein Fahrzeug, das den Champagner der Energiewende konsumiert. Ja, weil. Ich

sage mal anders. Also Champagner darf ja nur aus der Champagne kommen, während ich die Sahara, alle Wüsten dieser Erde und quasi den ganzen Ozean habe und viele Hausdächer, um Erneuerbare zu produzieren. Also es ist nicht so, dass das nur aus einer Region kommen darf. Also von daher. hinkt für mich ein bisschen der Vergleich, dass das Champagner wäre. Und er sieht ja drumherum heutzutage ein bisschen Kritik an die Energiewende. Wir sind, glaube ich, beide Befürworter des Projekts und dieser Zukunftsvision, vielleicht auch, um den Zuhörern auch Chancen

dieser ganzen Veränderung noch mal besser noch mal vor Augen zu führen. Was siehst du denn, was auch die Chance ist letztendlich für Deutschland, wenn wir diesen Aufwand mal auf uns nehmen und dann auch diese Vision erreicht haben. also grundsätzlich mal. schon heute. Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, dann sind Wind und Solarenergie die günstigsten Stromlieferanten. Das ist ja mal der eine Punkt. Also das wird Stromversorgung kann günstig sein mit Erneuerbaren, was natürlich die Erneuerbaren gerade jetzt also Wind und Sonne bei uns für eine

Herausforderung haben, dass Wind und Sonne eben recht unregelmäßig kommen. kann man nicht mit rechnen, anders als jetzt bei einem Wasserkraftwerk, das an einem Fluss ist oder einem Kernkraftwerk oder einem Kohlekraftwerk, die quasi nach Bedarf laufen. aber grundsätzlich. ist die Möglichkeit gegeben, dass man sehr günstig Strom produzieren kann. Und ich meine jetzt ein Einfamilienhausbesitzer oder ein großer Parkplatz, der mit Photovoltaik überdacht wird oder auf dem Haus die Photovoltaikanlage liegt. Da kann man schon heute mit der Aufdach Photovoltaikanlage für 10,12 € den Strom produzieren, mit einer sehr

großen Anlage sogar für weniger als 5 €. Das heißt ja in anderen Worten. Ich kann für weniger als 2 € auf 100 kilometer Elektroauto fahren. Und ich meine, wo tankt man denn für 2 € auf 100 kilometer? also nicht einmal in Saudi Arabien. Und das ist natürlich eine große Chance. Gerade auch wenn vielleicht in heißen Sommern der Klimatisierungsbedarf weiter steigt, dann ist es natürlich sehr naheliegend, mit Photovoltaikstrom zu klimatisieren, weil ja sehr häufig eine Gleichzeitigkeit zwischen Solarstrahlung und Wärme und Hitze eintritt. Und da passt das

natürlich perfekt zusammen. Man muss die Energiewende intelligent machen. Also das heißt immer die Systemsicht mit einbeziehen, weil wenn man sie nicht intelligent macht, dann erzeugt man so hohe Infrastrukturkosten für Integration, für Netzausbau und für vieles mehr oder für irgendwelche unsinnigen Projekte, die teuer sind, aber wenig bringen und. dann werden die Kosten alle auf die Endverbraucher umgelegt. Und dann mag vielleicht der erzeugte Strom zunächst mal günstig von vom Windrad oder von der Solaranlage kommen. Aber wenn man enorme Netznutzungsentgelte hat oder wenn man unsinnige Dinge fördert, dann

und das auf alle Verbraucher umlegt, dann wird das Ganze sehr teuer. Und leider ist da in der Vergangenheit nicht immer das Richtige passiert. Wir haben ja in Deutschland mit die höchsten Strompreise in Europa und wenn man Aussagen im Hinterkopf hat. Die Sonne schickt keine Rechnung. oder die Energiewende kostet im Haushalt eine Kugel Eis im Monat. Dann sagen sich halt viele Menschen. Das war irgendwie nicht ganz eine richtige Prognose, wenn sie jetzt die Stromrechnung von Frankreich und Deutschland miteinander vergleichen. Ja und Stichwort Chancen auch und Systemaspekte

die man beachten sollte und Chancen beim Laden. Und das der Podcast heißt ja auch Smart Charge Podcast. Wie blickst du auf das Thema intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen? Was sind denn Chancen da auch und Herausforderungen und insbesondere, wo der Endverbraucher im Haushalt oder aber auch ein Unternehmen drauf achten sollte. es gibt ja zunehmend variable Stromtarife. also Tipper und viele andere sind hier ja Anbieter. Und das ist natürlich sehr sinnvoll, dass man flexible Verbraucher wie Elektroautos Wärmepumpen nicht nach einem starren Fahrplan betreibt oder lädt, zumal eben ein

Haus nicht sofort ausgüllt, wenn die Wärmepumpe mal nicht läuft und ein Auto, was typischerweise 23 Stunden am Tag steht oder mehr. und bietet ja auch mit seinem Speicher eine flexible Last. Er. da macht es natürlich absolut Sinn, um eben überschüssigen Strom und damit andere Speicherkapazität zu vermeiden. die Flexibilität von Pkw zu nutzen, genauso von Wärmepumpen und mein Pkws haben ja noch die hervorragende Eigenschaft, dass man grundsätzlich auch in der anderen Richtung zum Laden. das Auto betreiben kann, nämlich Rückspeisung ins Netz. Und sowas ist natürlich. Ich

habe gehört in den USA finden das manche ganz toll, weil wenn es mal wieder Stromausfälle gibt, das tritt dort etwas häufiger auf als bei uns. Dann kann man eben quasi sein Auto als Notstromversorgung verwenden. Und selbst einen US Haushalt kann man mehrere Tage heraus aus einem vollgeladenen Auto mit Strom versorgen. Also es reicht. Die große Batterie von einem Auto reicht für einen Haushalt mehrere Tage. also. meine Eltern beispielsweise. Die haben jetzt seit kurzem komplett auf Strom umgestellt. Bei insbesondere beim Heizen haben jetzt noch kein Elektroauto

Aber ich sage nur mal, die brauchen ungefähr 30 kilowattstunden an einem Januartag. und also für alles. Und wenn man jetzt denkt, dass ein Pkw 100 kilowattstunden in der Batterie drin hat, dann würde das gut drei Tage reichen, um. das Haus zu versorgen. Ja. dann natürlich Power to heat, also Wärmeerzeugung bei Überschussstrom ist ein super wichtiges Thema, was auch schon stark praktiziert wird von vielen Energieversorgern. Und so kann man natürlich ja Spitzenlast, also Netzentlastung erreichen, Spitzenlast einsparen und vieles mehr. Und da natürlich digitale Lösungen, wie du

sie entwickelst, um eben sinnvoll. Verbrauch zu orchestrieren, ist natürlich da ein ganz wichtiger Punkt. Auf der anderen Seite ist es auch nicht alles. Also wenn mal 14 Tage weder Wind noch Sonne Strom liefert, dann komme ich halt mit dem Entladen von E-Autos nicht mehr ans Ziel. Ja. spannend. Ja, wir haben jetzt deine Aspekte in Sachen Mobilität und Energie berücksichtigt. Und jetzt zu guter Letzt wollte ich nochmal deine Erfahrungen in Sachen Start-ups und Unternehmertum mal durchblicken. Inwiefern schaust du auf? Ich glaube, die Unternehmertum hat sowohl Start-ups

als eines der Kernfoki, aber auch Corporates. Was ist dein Blickwinkel drauf auf innovative Player sind es gibt gibt's. Corporates oder Start-ups, die dir einfallen, die das besonders gut machen. Und vielleicht kannst du ein paar Beispiele nennen, aber musst ja nicht. Aber auf jeden Fall. Was hast du beobachtet, was solche Player besonders gut machen? Was macht erfolgreiche innovative Mobilitäts- und Energie-start-ups oder Corporates aus? also der erste Schritt ist natürlich schon mal, dass man die Offenheit hat, sich mit neuen Ideen und mit Gründern, mit Leuten, die diese

Ideen liefern, zu beschäftigen. Also, wenn man mal bei einer Einrichtung hier wie hier beim Future Energy Lab aufschlägt oder eben bei der Unternehmer drum. Das ist schon mal der erste wichtige Schritt. Und ich sage mal Firmen wie. die Deutsche Bahn, BMW, SAP. und viele mehr machen das natürlich schon mal sehr richtig, dass sie eben in solchen. Gründerzentren mit dabei sind und entdecken natürlich auf dem Weg auch ja die Lieferanten der Zukunft oder auch Akquiseziele, dass sie sich mal das Startup vielleicht einverleiben können und damit eben

eine gute Lösung ins Unternehmen integriert haben. Und gut, und der Gründer hat dann im Idealfall einen erfolgreichen Exit.

Ja, danke dir dafür. Vielleicht als als letzte Frage noch mal im Sinne der Zeit, wir hätten noch mal viel anderes noch vertiefen können. Noch noch mal im Podcast. Wenn du noch mal Leute auf etwas hinweisen möchtest, wie sie vielleicht mit dir in Kontakt kommen oder wie sie mehr über deine Aktivitäten erfahren. LinkedIn Simon Herzog. Da bin ich recht leicht zu finden und auch recht aktiv. Das fände ich nen. sinnvollen Weg. Ja, und für das persönliche Kennenlernen. Ja, gut. Kann man mir mal schreiben, oder ich schreibe

ja insbesondere auch bei LinkedIn immer mal wieder, wenn ich auf Veranstaltungen bin, wie zum Beispiel gestern beim SAP Dataspase in Berlin. Vielen Dank, Simon. Und spann, was dich alles so umtreibt. Und hoffentlich bis bald wieder. Danke schön. Danke für die Einladung.