Matteo Oberto - Co‑Founder & CEO at JUNA
Scaling Electric Trucking Through Utilization-Driven Models
Transkript
Aus einem maschinellen Transkript bereinigt. Übersetzungen sind maschinell erstellt und können Fehler enthalten.
Willkommen beim Smart Charge by RiDERgy Podcast. Hier ist Claudio Geyken, Gründer und CEO von RiDERgy. Dies ist Ihre Sendung, um alles über Energiemanagement und Smart-Charging-Innovation für Elektrofahrzeuge und Fuhrparks zu erfahren.
Die heutige Episode handelt von der harten Realität der Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs. Es ist kein einfacher Technologiewechsel, sondern eine vollständige Umstellung des Betriebssystems – Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Routen, Auslastung und Finanzierung – wobei das schwächste Glied darüber entscheidet, ob die Wirtschaftlichkeit funktioniert. Mein Gast ist Matteo, CEO von Juna. Er teilt seine Reise von ersten Stationen bei BCG in London über Scale-up-Arbeit in der Logistik, vor allem bei Senda, und wie diese Erfahrung eine sehr pragmatische Sichtweise geprägt hat: Wenn Elektro-Lkw skalieren sollen, muss die Lösung für die Spediteure funktionieren, die tatsächlich den Großteil der europäischen Fracht bewegen, und viele Dimensionen spielen dabei eine Rolle.
Wir beleuchten dann, was Juna aufbaut und warum – Risikominimierung für Flotten, Strukturierung tragfähiger Geschäftsmodelle und die Schaffung einer funktionierenden Lade-Realität über Depot-Laden, öffentliches Laden und die entstehende Zwischenwelt der halböffentlichen geteilten Infrastruktur hinweg. Wenn Sie sich für E-Lkw jenseits von Pilotprojekten interessieren, ist dieses Gespräch eine Blaupause für das, was zusammenpassen muss. Legen wir los. Hallo Matteo, schön, dass Sie hier sind. Wie geht es Ihnen heute? Hallo, und vielen Dank, dass Sie mich eingeladen haben.
Ich freue mich sehr, hier zu sein und diese Diskussion mit Ihnen zu führen. Großartig. Also, bevor wir zu detaillierteren Themen über Juna kommen, können Sie sich vorstellen? Was ist Ihr Hintergrund, damit die Leute ein Gefühl dafür bekommen, wer Matteo ist? Ja, sehr gerne. Mein Name ist Matteo, ich bin ursprünglich Italiener. Ich bin in einer Stadt namens Turin aufgewachsen, in der Nähe der Alpen. Mein Hintergrund aus bildungstechnischer Sicht ist Unternehmensführung. Ich habe Wirtschaftswissenschaften in meinem Bachelor in Turin studiert.
und dann bin ich nach Kopenhagen, Dänemark, gezogen, um Unternehmensführung zu studieren. Danach bin ich in die Berufswelt eingestiegen. Ich habe mit Beratung angefangen, bin dann in Startups gelandet und schließlich bei Juna. Ich gehe gerne etwas näher darauf ein, aber Unternehmensführung und jetzt Unternehmertum sind mein Hintergrund. Okay, und welche waren die ersten Startups, mit denen Sie zu tun hatten, oder welchen Karriereweg sind Sie nach Ihrem Studium gegangen? Ja, also ich habe tatsächlich in London angefangen.
Ich habe bei Vodafone angefangen, einem Telekommunikationsunternehmen. Damals, nach meinem Master-Abschluss, wusste ich nicht wirklich, was ich machen wollte, also habe ich ein Graduate-Programm begonnen – das typische funktionsübergreifende Programm, wo man alle sechs Monate praktisch etwas anderes macht. Während meiner Zeit bei Vodafone habe ich es herausgefunden: Ich wollte etwas stärker in die Strategiebereiche von Unternehmen eingebunden sein. Und daher bin ich weitergewechselt, um in der Beratung anzufangen. Ich bin in eine Strategieberatung eingestiegen.
Firma namens Boston Consulting Group, wo ich schließlich 4,5 Jahre verbracht habe. Was ich bei BCG hauptsächlich gemacht habe, war die Arbeit in der Private-Equity-Praxis – im Grunde habe ich Zeit mit Private-Equity-Fonds verbracht und ihnen bei zwei Dingen geholfen: entweder bei der Entscheidung, ob ein Unternehmen ein gutes Asset zum Kaufen oder Verkaufen ist, die sogenannten Commercial Due Diligences, oder ihnen geholfen, nachdem sie tatsächlich ein Unternehmen gekauft hatten, zu verstehen, was sie mit diesem Unternehmen machen sollen – die typischen Transformations- oder strategischen Blueprints, bei denen sie versuchen,
das Wachstum ihrer Unternehmen zu beschleunigen. Irgendwann war ich sozusagen müde von der Beratungsumgebung, hauptsächlich weil ich das Gefühl hatte – wie viele Leute, die irgendwann Beratung machen – dass meine Verantwortung endete, wenn die eigentliche Arbeit des Fonds begann, nämlich die Umsetzung. Und daher fragte ich mich, was ich sonst noch in meiner Karriere machen könnte, um etwas näher an der Umsetzung zu sein, um das tatsächliche Ergebnis meiner
Gedanken und meiner Arbeit zu sehen. Da fing ich an zu denken, dass das Startup-Ökosystem ein sehr interessantes für mich sein könnte – hauptsächlich weil die Arbeit in einem kleinen bis mittleren, aber sehr dynamischen Umfeld mir die Chance gegeben hätte, wirklich das Ergebnis meiner Arbeit zu sehen, einen Impact aufzubauen, aber auch in einem sehr dynamischen, energiegeladenen, schnelllebigen Umfeld zu bleiben. Zu diesem Zeitpunkt bin ich im Grunde auf Senda gestoßen. Damals war es bereits in seiner Scale-up-
Phase, nicht wirklich ein Early-Stage-Startup. Wir sprechen von welchem Jahr? Also jetzt sprechen wir von 2021, im Grunde vor etwa 4,5 Jahren. Damals hatte ich das erste Gespräch mit dem Gründerteam bei Senda. Sie suchten jemanden, der im Grunde die Leitung ihres Strategieteams übernimmt. Ich war sehr beeindruckt von der Geschichte von Senda, von den Menschen, die bei Senda arbeiten, und ich entschied fast über Nacht, die Beratung zu verlassen, nach Berlin zu ziehen und meine Reise
bei Senda zu beginnen. Von da an ging alles ziemlich schnell. Ich habe ein paar Jahre bei Senda verbracht und an verschiedenen strategischen Themen gearbeitet, und eines dieser Themen war tatsächlich Elektrifizierung – welche Rolle könnte Senda bei diesem Technologiewandel spielen. Von da an begann im Grunde die Arbeit an Juna – die Diskussionen mit dem Team, und dann übernahm ich die Verantwortung für den Launch des Unternehmens und den Aufbau der Operationen. Heute leite ich das
Unternehmen als CEO und einer der Geschäftsführer. Sehr interessant. Vielleicht bevor wir mit Juna fortfahren, noch einen Schritt zurück zur Private-Equity-Rolle. Welche Art von Unternehmen haben Sie damals analysiert – größenmäßig – oder gibt es bestimmte Themen, an denen Sie arbeiten mussten, und welche wichtigsten Erkenntnisse nehmen Sie aus dieser Zeit mit? Ja, interessante Frage. Ich habe wirklich eine Mischung aus vielen Dingen gemacht, hauptsächlich Unternehmen im mittleren bis großen Bereich,
über eine Vielzahl von Branchen hinweg, also ich habe mir wirklich Sachen angeschaut, die waren – ich erinnere mich an Energie. Ich erinnere mich daran, dass ich mir dieses Wasserstoffunternehmen angeschaut habe, sehr interessant, weil es für mich eine Einführung war, was Wasserstoff ist. Ich bin in Automotive gegangen, ich habe Medien gemacht, also es war wirklich eine bunte Mischung aus vielen Dingen. Ich würde also sagen, ich habe nicht wirklich ein vertikales, branchenspezifisches Wissen entwickelt. Hauptsächlich was ich gelernt habe, war eine Methode
ein Problem oder eine große Frage, die nicht notwendigerweise eine einfache Antwort hat, wirklich anzugehen und zu versuchen, das Problem, die Frage in kleine Teile zu zerlegen und an ihnen zu arbeiten, um dann zu einer endgültigen Antwort zu gelangen. Was ich glaube, dass ich auch heute in meinem täglichen Leben mache, wenn es um meine berufliche Tätigkeit geht, denn Unternehmertum, oder jedenfalls ein Unternehmen aufzubauen, ist sehr ähnlich wie der Umgang mit Unbekannten und der Versuch,
sich diesen Unbekannten zu stellen und einen Weg zu finden, einen erfolgreichen Weg durch diese Unbekannten. Also würde ich sagen, ich betrachte Beratung sehr stark wie ein Fitnessstudio, in dem Sie Ihre Muskeln aufbauen, in dem Sie Ihre Technik aufbauen, und dann müssen Sie – ich sage gerne – in die reale Welt gehen und dann diese Muskeln, diese Techniken nutzen, um Herausforderungen wirklich anzugehen, und in der Lage zu sein, wie ich schon sagte, auch auf das Ergebnis und die Umsetzung Ihrer Arbeit zu schauen. Macht Sinn. Und
bei Sennder haben Sie also direkt an E-Mobilität gearbeitet, dieser ganzen Strategie rund um E-Mobilität. Und wie sind Sie zu dem Schluss gekommen, dass der Aufbau von Juna zusammen mit Scania eine gute Idee war? Was war die Entstehungsgeschichte von Juna? Im Grunde habe ich am Anfang für Sennder eine Vielzahl strategischer Themen bearbeitet, aber es gab einen bestimmten Punkt, der David, dem CEO und einem der Mitgründer, im Kopf herumging, nämlich wie sich Sennder positionieren sollte, wenn es um
technologische Veränderungen geht. Und wenn wir uns die Transportbranche anschauen, im Straßentransport, können wir sehen, dass es ein paar große Veränderungen gegeben hat und noch ein paar weitere in der Zukunft kommen werden. Natürlich wurde Sennder auf der Digitalisierung aufgebaut, die eine sehr transformative Veränderung der Transportbranche darstellt. Und die nächste Veränderung, auf die Sennder damals schaute, war die Elektrifizierung, und wenn wir dann in die
Zukunft schauen würden, hätten wir natürlich irgendwann autonomes Fahren. Und so gab es damals Überlegungen darüber, welche Art von Hindernissen es für die Elektrifizierung gab und welche Rolle Sennder spielen könnte, um die Beschleunigung der Elektrifizierung zu ermöglichen, denn natürlich gibt es einen wichtigen Teil der Sennder-DNA, den sie den grünen Teil nennen – also wie man im Grunde den Betrieb dekarbonisiert. Und so diskutierten wir – ich erinnere mich zusammen mit David und Nico, der
damals Chief Strategy Officer war, und Graham, der Senior Director der Green-Abteilung bei Sennder ist – wir diskutierten, welche Rolle Sennder spielen könnte. Und damals hatten wir die Idee, die immer noch eines der Hauptkonzepte von Juna ist: Nun, Sennder hat viele Volumina, hat viele Verbindungen zu den großen Verladern, die tatsächlich elektrischen Transport nachfragen. Was wäre, wenn wir diese Nachfrage mit dem Angebot an Lkw kombinieren würden? Also im Grunde würden wir
dem durchschnittlichen Transportunternehmen – das ein kleines bis mittleres Unternehmen ist, das nicht viel Risiko eingehen möchte – nicht nur die Technologie geben, also den Elektro-Lkw, sondern auch sofortige Auslastung. Würden wir damit nicht lösen, was heute die Einführung von Elektro-Lkw verhindert, oder selbst damals verhinderte, nämlich das Risiko, in eine neue Technologie zu investieren, die sehr teuer und sehr neu ist, ohne die Gewissheit, eine Rendite auf diese Investition zu haben? Das war also der
Ausgangspunkt. Und dann gibt es eine langjährige Beziehung zwischen Sennder und Scania, denn Scania ist einer der Investoren in Sennder. Und daher sind wir im Grunde auf Scania zugegangen und haben ihnen ein bisschen von unserer Sichtweise und unserem Denken erzählt. Damals brachte Scania auch ihre ersten batterieelektrischen Lkw auf den Markt, und sie durchliefen eine ähnliche Überlegung: Wie können wir aus OEM-Perspektive die Einführung von Elektro-Lkw beschleunigen, in dem Wissen, dass es sich wiederum um eine neue Technologie handelt, teuer, nicht so einfach zu betreiben? Und da gefiel ihnen im Grunde
die Idee. Wir begannen mit einer Arbeitsgruppe, wir begannen, die Idee zu verfeinern, das typische Geschäftsmodell, den Geschäftsplan usw. aufzubauen, und schließlich gingen wir über in die konkretere Diskussion darüber, wie man ein Unternehmen aufbaut – die rechtlichen Verhandlungen rund um den Aufbau eines Joint Ventures, was nie trivial ist. Und von da an gingen wir im Grunde über zur Gründung des Unternehmens, die Ende 2023 stattfand. Und seitdem haben wir Juna. Wir sind jetzt also
im zweiten Jahr des Betriebs, was meiner Meinung nach eine sehr schöne und sehr lohnende Errungenschaft ist, denn wir machen aus meiner Sicht große Fortschritte. Schön. Und lassen Sie uns auf die Nutzer eingehen, die Sie bereits angesprochen haben, denen Sie helfen – also die Fahrer oder die Logistikunternehmen, die normalerweise sehr klein sind, wie ich verstehe. Vielleicht können Sie auch einige Zahlen dazu geben, was das typische Zielunternehmen ist, dem Sie helfen. Und wenn ich es richtig verstehe, war das Problem, das Sie identifiziert haben,
dass sie einerseits Schwierigkeiten mit dem Kapitalaufwand haben – die Finanzierung dieser Lkw, das ist das eine große Problem – und dann unsicher sind, ob sie genug Umsatz machen und daher in der Lage sind, die Kosten für den laufenden Betrieb zu bewältigen. Und daher lösten Sie diese beiden Probleme mit der Auslastung durch das Sennder-Netzwerk und der Kapitalfinanzierung, die Sie bereitstellen würden, richtig? Das ist korrekt. Und Sie haben recht, wenn wir uns die Straßengüterverkehrsbranche anschauen, sind 80 Prozent der Transportunternehmen kleine bis
mittlere Unternehmen. Sie haben im Durchschnitt 7 Lkw und bewegen sich zwischen, sagen wir, 5 und 50 Lkw. Diese Unternehmen haben natürlich weder die Ressourcen noch die Kompetenzen, um sich mit Elektrifizierung zu befassen, und sie sind risikoscheu. Nun, das typische Modell in der Lkw-Branche wäre, Lkw entweder an Transportunternehmen zu verkaufen oder sie zu leasen. Diese Modelle passen nicht wirklich zur Einführung einer neuen Technologie, weil sie alle Risiken der neuen
Technologie in diese kleinen Transportunternehmen zu bringen, die, sagen wir mal, traditionell das Anlagegut kaufen oder leasen müssten, lernen müssten, wie man die Auslastung dieser Anlagen optimiert, und dann Auslastung finden müssten, um ihre CAPEX oder OPEX zu bezahlen, je nachdem, wie sie Zugang zu diesen Anlagen erhalten. Nun, die Art und Weise, wie Juna das Adoptionsproblem löst, besteht darin, zu schauen, wer wirklich Elektrifizierung oder Dekarbonisierung nachfragt. Das sind typischerweise die Frachtkäufer, und das können Versender sein – Coca-Cola,
Pepsi, die Pepsis dieser Welt – oder sogar größere Logistikdienstleister. Denken Sie an DHL, denken Sie an Kühne+Nagel, die großen Logistikdienstleister. Diese Unternehmen arbeiten hauptsächlich über Subunternehmer. Im Grunde werden 80 bis 90 Prozent ihrer Fracht von diesen kleinen Transportunternehmen bewegt, über die wir gesprochen haben. Nun brauchen sie eine Möglichkeit, diese Transportunternehmen dazu anzuregen, Elektro-Lkw einzusetzen, sonst können sie ihre Betriebe nicht dekarbonisieren. Die Logik, die Juna verfolgt, besteht also darin, mit den Logistikdienstleistern und Versendern – den Frachtkäufern – zusammenzuarbeiten und zu identifizieren, wo
Elektrifizierung stattfinden kann, einen Fahrplan für die Elektrifizierung zu entwickeln und dann auf die Transportunternehmen, die Subunternehmer, zuzugehen und sie in die Lage zu versetzen, Elektro-Lkw mit einem Modell zu übernehmen, das keine typische Vermietung oder ein Leasing ist, sondern das, was wir ein Abonnement nennen. Es ist also ein As-a-Service-Modell, bei dem Transportunternehmen den Lkw, alle mit dem Lkw verbundenen Dienstleistungen erhalten und auch nutzungsbasiert zahlen, also pro Kilometer. Das löst, wie Sie richtig sagten, zwei Probleme. Zum einen die sogenannte Finanzierung des
neuen Anlageguts, wenn man bedenkt, dass diese Anlagen zwei- bis dreimal so teuer sind wie typische Diesel-Lkw, aber es löst auch das Auslastungsproblem – wo diese Lkw eingesetzt werden – und hilft Transportunternehmen, Umsatzsicherheit zu haben, um ihre Kosten zu decken. Und Sennder spielt eine zentrale Rolle, weil Sennder ein großer Frachtführer ist und eine Verbindung zu einer großen Anzahl von Versendern hat, die grünen Transport nachfragen. Sennder hat also, besonders am Anfang und auch heute noch, eine wichtige Rolle dabei gespielt, Zugang zu
dieser Auslastung zu bieten, die wir mit unserem Abonnement kombinieren, das es ermöglicht, dass Elektrifizierung heute in einem schnelleren Tempo geschieht, als wenn Unternehmen allein gelassen würden, um in Elektro-Lkw zu investieren. Verstanden. Eine grundlegende These oder auch ein zugrundeliegendes Problem der neuen Technologie, das Sie lösen – wenn ich das richtig verstehe, wird das die größte sein, der Elefant im Raum sozusagen – ist die Reichweite, richtig? Das heißt, wie man mit der begrenzteren Reichweite von Elektro-Lkw umgeht. Denn letztendlich, und wenn
Sie in der Lage sind, nachzutanken oder zu laden und einfach Ihre Routen zu fahren, als würden Sie einfach einen Elektro-Lkw einsetzen, wie Sie einen Diesel-Lkw einsetzen würden, und das war's, haben Sie nicht viel Änderung in Ihrem – aber Sie müssen verstehen, welche Routen mit welcher Reichweite machbar sind, und dann, welche Ladeimplikationen es gibt, richtig? Das ist die Komplexität, die größte Komplexität, die Sie mit diesem Ansatz lösen, richtig? Das ist definitiv eine große Komplexität, würde ich sagen.
Aus betrieblicher Sicht ist es wahrscheinlich die größte. Wenn ich über die Komplexitäten nachdenke, neige ich dazu, in verschiedene Bereiche zu schauen. Es gibt also definitiv einen betrieblichen Bereich, was im Grunde bedeutet, dass Elektro-Lkw eine begrenzte Reichweite haben und auch die Infrastruktur zum Laden der Lkw nicht so dicht ist wie das typische Tanksystem für Benzin und Diesel. Das ist also definitiv auf der betrieblichen Seite eine große Hürde, die es zu überwinden gilt. Dann dürfen wir natürlich die
finanzielle Barriere nicht vergessen – die Tatsache, dass diese Lkw teurer sind, was die CapEx, die Kosten betrifft, aber auch, wenn es um den Betrieb geht. Was die Betriebsausgaben angeht, müssen sie auf eine bestimmte intelligente Weise genutzt werden, um wettbewerbsfähige Betriebskosten zu realisieren. Mit unserem Modell gehen wir, wenn Sie so wollen, auf beides ein, weil wir im Namen der Transportunternehmen die Strecken finden, von denen wir wissen, dass sie aus betrieblicher Sicht elektrifiziert werden können. Wir wissen also, dass die
Reichweite nicht zu lang ist oder dass es eine Ladestation dazwischen gibt. Wir führen die sogenannte technische Analyse durch und sagen, wir haben es geprüft – es kann aus technischer Sicht elektrifiziert werden. Die zweite Ebene, die extrem wichtig ist, löst auch die Frage: Ist es auch kosteneffizient, die Strecke zu fahren? Können wir die Strecke zu Kosten fahren, die nahe an den – der übliche Begriff ist die TCO, die Gesamtbetriebskosten – des Betriebs eines Lkw auf
dieser Strecke nahe an den Gesamtbetriebskosten des Betriebs der Strecke mit Diesel liegen? Können wir also mit einem Elektro-Lkw nahe an die Dieselkosten herankommen? Und das ist die zweite Komplexitätsebene, die wir lösen müssen. Wie lösen wir das? Nun, wir müssen eine etwas breitere Perspektive einnehmen. Wir lösen das durch die Art und Weise, wie wir Elektro-Lkw finanzieren – wir senken die Kosten von Elektro-Lkw durch unser Finanzierungsmodell. Das ist ein Element. Wir lösen das, indem wir auf das
Laden schauen. Laden und Energie ist eine wichtige Komponente in den Kosten des Betriebs von Elektro-Lkw. Es macht ungefähr ein Drittel der Gesamtkosten des Betriebs von Elektro-Lkw aus. Wir haben also, sagen wir mal, eine Art, auf Smart Charging zu schauen. Wir haben ein Partnerschaftsmodell mit Ladeanbietern, um die Kosten des Ladens zu senken. Und dann ist die dritte Ebene, wie wir die Routenplanung aufbauen, was, denke ich, auch das ist, worauf Sie am Anfang verwiesen haben, was im Grunde bedeutet, dass, weil die Anlagen teurer sind,
sie sehr effektiv betrieben werden müssen, also die Leerkilometer so weit wie möglich reduziert werden müssen. Wir haben ein Tech-Team, das eine Tech-Lösung entwickelt hat oder, während wir sprechen, entwickelt, und wir haben ein Team sogenannter Solution Designer. Was sie tun, ist im Grunde, innerhalb logistischer Netzwerke effektive Routen für Elektro-Lkw zu bauen, sicherzustellen, dass diese Elektro-Lkw so weit wie möglich voll ausgelastet sind, und die Art und Weise zu betrachten, wie Elektro-Lkw genutzt werden, sodass diese Auslastung hilft
den Business Case unterstützt und die Betriebskosten senkt. Ja, ich finde diese Aufschlüsselung großartig. Ich denke, wir haben jetzt einen sehr guten Überblick gegeben. Wir können ein bisschen tiefer in die dritte Kategorie einsteigen. Ich denke, das erfordert auch ein wenig Kontextsetzung für Leute, die mit der Logistikbranche nicht so vertraut sind. Es wird sehr interessant sein zu verstehen, wie es heute abläuft. Was ist der Status quo heute? Ist es so einfach zu sagen, ein Lkw hat einen Auftrag, Sie
müssen diesen Auftrag von A nach B fahren und dann fahren sie einfach leer zurück zu ihrem Punkt A. Und das sind 90% der Fälle. Oder ist das eine Karikatur, und wo wollen Sie letztendlich hinkommen - dass sie eher A, B, C, D-Typ-Routen fahren, bevor sie zurück zum Depot kommen? Vielleicht können Sie dazu mehr Kontext geben.
Sicher, und die Realität ist, dass es keine Einheitslösung gibt, denn es hängt von den Merkmalen des Marktes ab. Ich gebe Ihnen ein klares Beispiel: In Deutschland, und ab nächstem Jahr auch in den Niederlanden, zahlen elektrische Lkw keine Maut auf Autobahnen. Das bedeutet im Grunde - und auch Diesel-Lkw zahlen einen sehr hohen Tarif pro Kilometer, etwa 34 Cent auf der Autobahn - dass man, um die besten Business Cases zu finden, einen der besten Business Cases tatsächlich dadurch realisiert, dass man elektrische Lkw so viel wie möglich vollständig
auf Autobahnen fahren lässt. Was im Grunde bedeutet, dass man die Zeit maximiert, die ein Fahrer mit dem Fahren auf einer Autobahn mit einem Elektro-Lkw verbringt. Das bedeutet im Grunde, dass man Langstrecken priorisiert - oder wir priorisieren - die bis zu 400 oder 500 Kilometer in eine Richtung gehen, hauptsächlich auf Autobahnen. Das bedeutet aber auch, dass der Lkw zurückkommen muss, und wenn er leer zurückkommt, hat man viel Ineffizienz, denn der Diesel-Lkw wird nicht leer zurückkommen. Der Diesel-Lkw würde vielleicht weiter eine andere
Ladung übernehmen, vielleicht gar nicht zurückkommen, vielleicht würde er woanders hinfahren, weil er flexibel genug ist, um eine andere Ladung aufzunehmen und woanders hinzufahren. Mit einem Elektro-Lkw muss man wissen, wohin der Lkw fährt, weil man wissen muss, wo der Lkw irgendwann laden wird, entweder tagsüber oder nachts. Was im Grunde bedeutet, dass man diese Schleifen aufbaut, die zu 100% abgeschlossen sind, oder so weit wie möglich, so nah wie möglich an 100%, und man versucht, diese Schleifen
auf Autobahnen aufzubauen, damit man die Kosteneinsparung maximiert, die Elektro-Lkw einem bringen können. In anderen Ländern ist das nicht der Fall. In anderen Ländern haben wir keinen Vorteil, wenn wir ausgiebig auf einer Autobahn fahren. Ich gebe Ihnen das Beispiel Italien, und unter diesen Umständen sehen wir zum Beispiel, dass es kostengünstiger ist, die Anzahl der Kilometer zu reduzieren, aber die Anzahl der Sendungen zu erhöhen, so dass wir Operationen priorisieren, bei denen wir häufig eine A-nach-B-Fahrt machen.
Die Lkw bewegen sich also häufig von A nach B. Er fährt in eine Richtung voll, kommt leer zurück, und indem er leer zurückkommt, spart er Zeit, um eine weitere Schleife, eine weitere Sendung zu machen. In diesem Fall optimieren wir also die Anzahl der Sendungen und wir verteilen die Kosten des Lkw - die hohen Kosten des Lkw - auf eine hohe Anzahl von Sendungen. Je nach Marktbedingungen und abhängig nicht nur von Autobahnen, sondern auch von Energiekosten, abhängig von den Kosten
der Lkw in verschiedenen Märkten, haben wir eine unterschiedliche Strategie entwickelt, die es uns ermöglicht, diese intelligenten Routenführungen aufzubauen, die für Elektro-Lkw geeignet sind, mit der Absicht, dem Zweck und dem Ziel, die Lücke zwischen den Kosten für den Betrieb eines Elektro-Lkw und den Kosten für den Betrieb eines Diesel-Lkw so weit wie möglich zu überbrücken oder zu schließen. Ergibt Sinn. Und dann zur zweiten Kategorie, dem Laden - und vielleicht vorher, Sie sagten ein Drittel der Kosten ist das Laden, und
ein Drittel wären CapEx, und dann das andere Drittel sind typischerweise das, was wir die Kosten des Frachtführers oder des Transportunternehmens nennen, also denken Sie an den Fahrer, den Anhänger und ihre Fixkosten - aber hauptsächlich wäre es der Fahrer. Und also bei diesem Drittel der Kosten, dem Laden, was sind die Wege, wie Sie diesen Unternehmen helfen? Sie sagten, Sie haben Partner für die Einrichtung der Depot-Ladeinfrastruktur, nehme ich an. Und dann das zweite wäre beim öffentlichen Laden, haben Sie Partnerschaften mit Charge Point Operators, CPOs, oder MSPs, also der Karte oder App. Was ist der Ansatz für die beiden Ladeszenarien?
Ja, das ist richtig. Im Grunde arbeiten wir mit Partnern in beiden Vertikalen. Vertikale eins, die die zweite ist, die Sie erwähnt haben, ist das öffentliche Laden. Vielleicht wären einige der Zuhörer überrascht zu erfahren, dass es in bestimmten Märkten tatsächlich eine ziemlich hohe Anzahl von Ladestationen für Lkw gibt. Nun, ich sage nicht, dass diese Anzahl
ausreicht, um den Straßengüterverkehr zu elektrifizieren. Wir sind kaum am Anfang, wir kratzen an der Oberfläche. Sie meinen ausschließlich wie die Milence dieser Welt, oder Sie meinen solche, die von Lkw generell genutzt werden könnten? Auch für - das ist ein guter Punkt, es gibt also zwei Kategorien. Es gibt die sogenannten - wir nennen sie truck-built - die also für Lkw gebaut wurden. Sie erwähnten Milence, die definitiv einer der führenden Akteure in diesem Segment sind. Auch BP Aral hat Stationen für
Elektro-Lkw entwickelt. Wir haben auch Shell gesehen, die in dieser Vertikale mitspielen. Es gibt also sowohl traditionelle etablierte Akteure aus der Dieselwelt als auch, sagen wir, gewissermaßen Newcomer, die Stationen für Lkw bauen. Das sind die typischen Stationen, die sowohl den Anhänger als auch die Zugmaschine zusammen aufnehmen können, und sie bieten das beste Ladeerlebnis, weil sie ausschließlich für Lkw gedacht und gebaut sind. Dann gibt es eine andere Kategorie, die wir die sogenannten truck-friendly Stationen nennen. Das wären Stationen, wo, sagen wir,
Die Absicht beim Bau war es nicht, elektrische LKW aufzunehmen, sondern nur Personenkraftwagen, aber aufgrund der Leistungsfähigkeit der Infrastruktur und des physischen Platzes können sie auch nicht die Zugmaschine plus den Auflieger aufnehmen, sondern nur die Zugmaschine allein. Natürlich müssen wir in solchen Fällen etwas vorsichtiger sein. Wir müssen immer eine gewisse Vereinbarung mit dem CPO haben, dass wir diese Stationen nutzen dürfen, denn wir wollen – aus Sicherheitsgründen, aber
auch aus betrieblichen Gründen – den normalen Betrieb dieser Stationen nicht stören. Aber heute gibt es eine Reihe von Fällen, in denen CPOs Zugmaschinen erlauben würden, an Stationen zu laden, die für Personenkraftwagen gebaut wurden. In diesem großen Bereich der, sagen wir, öffentlich verfügbaren Stationen für LKW arbeiten wir mit einem partnerschaftlichen Modell, das im Grunde bedeutet, dass wir Kontakt zu allen sogenannten CPOs, den Charging Point Operators, haben. Wir arbeiten mit ihnen zusammen, um zu identifizieren, welche Stationen verfügbar sind und wo. Wir
haben unsere eigene Datenbank von Stationen, die wir zusammen mit den CPOs pflegen, und wir nutzen diese Datenbank, um im Grunde unsere Arbeit an effizienter Routenführung zu unterstützen. Die andere Sache, die wir mit dieser Datenbank machen, ist ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie viel Auslastung wir zu jedem einzelnen CPO bringen können, und mit ihnen zu besprechen, wie wir die Kosten des Aufladens an ihren Stationen senken können. Die Idee für uns ist es niemals, Rabatte zu nutzen, um auf unserer Seite mehr Geld zu verdienen. Wir verkaufen
Strom nicht weiter, aber was wir tun, ist, dass wir jeden Rabatt direkt an unsere Endkunden, also die Transportunternehmen, weitergeben. Denn unsere Mission ist es, die Betriebskosten elektrischer LKW zu senken, um das Volumen, die Anzahl der elektrischen LKW, die wir gemeinsam einsetzen, zu erhöhen. Schön. Der zweite Bereich ist Depot-Laden, Laden vor Ort. Auch hier haben wir eine Reihe von Partnern in unserem Ökosystem, und was wir tun, ist, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um – sagen wir, zunächst zu bewerten: macht es Sinn, eine Depot-Ladeinfrastruktur
aufzubauen, abhängig vom Nutzungsfall, den wir haben, und wenn ja, bauen wir im Grunde gemeinsam das Geschäftsmodell auf und lassen sie dann die Ladestation bauen und/oder verwalten, weil wir nicht – oder es ist keine Kompetenz, die wir intern bei Juna haben. Es gibt auch ein hybrides Modell dazwischen, das ich für sehr interessant halte, besonders in dieser anfänglichen Phase der Elektrifizierung, nämlich das Modell der halb-öffentlichen Stationen. Das wären also Stationen, die Ladegeräte haben – genau. Also
Stationen, die von einem Logistikunternehmen gebaut wurden, aber nicht vollständig ausgelastet sind. Das bedeutet im Grunde, dass diese Unternehmen den Zugang zur freien Kapazität anderen Logistikunternehmen geben können. Und es gibt eine Reihe von Akteuren, die Marktplätze aufbauen, die solche Stationen aggregieren, und ich denke, das ist eine fantastische Gelegenheit, weil es eine effizientere Nutzung der Infrastruktur ermöglicht, was Effizienz für die gesamte Transformation der Branche bringen sollte. Welche Art von Akteuren bauen diese gemeinsamen Infrastrukturprojekte?
Es gibt verschiedene Akteure. Diese gemeinsamen Stationen sind normalerweise tatsächlich für ein bestimmtes Unternehmen konzipiert und gebaut, aber dieses spezifische Unternehmen benötigt sie vielleicht nur über Nacht oder tagsüber. Sie hätten also freie Kapazität und können diese freie Kapazität zur Verfügung stellen. Es gibt auch Akteure, die – sagen wir, mehr gemeinsame, wenn Sie so wollen – Hubs bauen, wo sie im Grunde an einem bestimmten Ort einen Bedarf an Ladeinfrastruktur identifizieren würden, weil es ein stark frequentierter Ort
für Logistik ist, und dann würden sie im Grunde die Station bauen in dem Wissen – oder mit einer gewissen Verpflichtung bereits – von einem bestimmten Unternehmen oder mehreren Unternehmen, die diesen Logistikkorridor betreiben. Das ist also auch eine andere, vielleicht wenn Sie so wollen, Art dieser halb-öffentlichen Infrastruktur. Und um sicherzustellen, dass ich richtig verstanden habe: für die CPO-Partnerschaften arbeiten Sie nicht mit einem MSP, Sie arbeiten nur direkt mit den CPOs. Das ist korrekt – das ist in 90 Prozent der Fälle der Fall. Wir haben bestimmte Vereinbarungen mit MSPs; speziell gibt es ein Scania-
Unternehmen namens Scania Charging Access, das ein MSP ist, und wir arbeiten mit ihnen bei bestimmten spezifischen Stationen zusammen, wo sie gute Vereinbarungen haben. Aber sagen wir, unsere Standardstrategie wäre, direkt zu gehen, und der Grund dafür ist: in dieser Phase versuchen wir, so weit wie möglich eine direkte Beziehung zu den CPOs zu bekommen, um sie dabei zu unterstützen, zu identifizieren, wo neue Stationen gebaut werden können, um auch einen häufigen Austausch darüber zu bekommen, wo sie planen, die Stationen zu bauen, und dann um so weit wie möglich
einen niedrigen Tarif zu bekommen, also ohne Zwischenhändler, um das dann an unsere Kunden weitergeben zu können. Und der Ansatz – ich denke, Sie sind jetzt bereits in mehreren Ländern, oder? Sie sind nicht nur in Deutschland oder Italien. Und dann der Ansatz für den Aufbau von Ladeinfrastruktur-Depots – es gibt auch, schätze ich, nicht einen Partner in Europa, sondern mehrere in jeder Geografie. Ist das korrekt? Je nach Geografie und je nach Verfügbarkeit von Partnern arbeiten wir mit mehreren Akteuren. Und die Idee ist immer,
den am besten positionierten Akteur ins Spiel zu bringen, um sicherzustellen, dass wir gemeinsam das Geschäftsmodell aufbauen können, das für das Transportunternehmen und für den Verlader funktioniert. OK. Und lassen Sie uns darüber sprechen – Sie sagten, Sie haben 2023 ein Unternehmen gegründet. Wie war die Reaktion des Marktes? Wie reagieren Transportunternehmen bisher? Was sind die Hürden, Einwände und Herausforderungen, mit denen Sie konfrontiert sind, und wie gehen Sie damit um? Als Sie die Frage formuliert haben, kam mir
in den Sinn – der allererste elektrische LKW, den wir auf die Straße gebracht haben, was kurz nach der Gründung des Unternehmens geschah. Ich erinnere mich noch an die Erfahrung, diesen an ein Transportunternehmen zu übergeben, denn ich selbst und das Managementteam von Juna sind im Grunde zusammen mit dem LKW gereist. Der CEO, der COO Johann und der CFO Andred, sie sind den LKW gefahren, weil sie aus dem Scania-Ökosystem kommen, also haben sie eine Lizenz zum Fahren eines LKW. Also
ich und Thomas – und Thomas ist der CTO – wir fuhren im Auto hinterher, und zusammen sind wir von Berlin nach Stuttgart gefahren, um den Lkw an dieses Transportunternehmen namens Ava zu liefern, das heute einer unserer stärksten Partner ist. Ich erinnere mich noch an die Energie und die Emotionen des Inhabers, als er seinen ersten elektrischen Lkw in Empfang nahm. Was ich also hier vermitteln möchte, ist,
dass wir auch heute noch sehen, dass es bei den meisten Unternehmen, mit denen wir arbeiten, eine sehr offene Akzeptanz für diese Technologie gibt. Das bedeutet nicht, dass Unternehmen am Anfang nicht skeptisch sind, dass sie keine Fragen stellen, dass sie nicht auch bis zu einem gewissen Grad Bedenken haben bezüglich der Technologie, der Kosten, der unvorhersehbaren Ereignisse, die auftreten können – aber sobald sie in die richtigen Rahmenbedingungen versetzt werden, sind sie tatsächlich sehr bereit, diesen Wandel zu vollziehen. Und es gibt zwei
Gründe. Ich bin nicht naiv – es gibt definitiv eine nachhaltigkeitsbezogene Argumentation. Ich glaube wirklich, dass es viele Unternehmen im Transportwesen gibt, die denken und wollen, dass Dekarbonisierung auf den Tisch kommt, weil sie verstehen, dass das, was sie tun, ihre Dienstleistung, für die Gesellschaft grundlegend ist, aber auch Auswirkungen auf die Welt hat. Also ja, Nachhaltigkeit ist ein
großer Treiber. Und der zweite Treiber ist: Sie verstehen, dass sie sich von ihren Wettbewerbern unterscheiden müssen, um in einem sehr kostengetriebenen Markt wettbewerbsfähig zu werden und zu bleiben. Besonders kleine und mittlere Transportunternehmen – sie haben eine gewisse Untergrenze, bis zu der sie ihre Kostenbasis optimieren können, und daher wird die Wette auf die Fähigkeit, eine andere Dienstleistung anzubieten, zu einem Weg, um im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Ich würde also sagen, die Akzeptanz der
neuen Technologie ist sehr positiv, und insbesondere würde ich sagen, unser Modell scheint sehr gut auf die Bedürfnisse und Fragen von Transportunternehmen zu antworten. Denn bis jetzt, wann immer wir eine Nachfrageverpflichtung von einem Frachtauftraggeber hatten und dann entweder mit deren Transportunternehmen gesprochen oder ein Transportunternehmen für die Aufgabe hinzugezogen haben, haben wir nie eine Ablehnung erhalten. In dem Moment, in dem Transportunternehmen unterstützt werden – wenn ihnen das
Fahrzeug gegeben wird, wenn ihnen die Nachfrage gegeben wird – sind sie sehr offen, willens und proaktiv im Betrieb. Und wenn sie dann in den Betrieb gehen, übernehmen sie alle Verantwortlichkeiten. Wenn es Probleme gibt, wissen sie, wie sie sich verhalten müssen. Offensichtlich sind Transport und Transportoperationen ihr Fachgebiet, und sie werden extrem aufmerksam, um sicherzustellen, dass sich das Projekt positiv entwickelt, sodass es verlängert, bestätigt werden kann und sie auch ihre Flotte von elektrischen Lkw erweitern können. Schön. Anwendungsfälle für diese
Lkw – ich meine, es gibt viele: kann Fernverkehr sein, oder mehr die mittlere Strecke, oder die Distribution, in verschiedenen Arten von Anwendungsfällen oder Sektoren. Was sind die häufigsten jetzt, seit Sie angefangen haben? Welches sind die typischen Anwendungsfälle, wenn Sie es so ausdrücken wollen? Ja, also heute, was die Einsatzorte unserer Lkw betrifft, würde ich sagen, machen wir hauptsächlich das, was ich regionale Distribution oder regionales Transportgeschäft nennen würde. Was im Grunde bedeutet,
regionale Distribution ist typischerweise eine Hub-and-Spokes-Betriebsform, also der Lkw startet jeden Morgen vom selben Hub und fährt dann, je nach Verfügbarkeit von Ladungen, zu verschiedenen Zielen. Oder regionales Transportgeschäft, das heißt, der Lkw fährt tatsächlich von A nach B und dann von B nach A innerhalb desselben Tages, jeden Tag. Die Entfernung kann reichen von – sagen wir, wenn ich es betrachte – fünfzig Kilometern bis sechshundert Kilometern auf Tagesbasis. Wenn wir also offensichtlich nur fünfzig Kilometer Punkt zu Punkt fahren, machen wir
mehrere Punkt-zu-Punkt-Fahrten, dann machen wir auf Tagesbasis nie weniger als dreihundert, dreihundertfünfzig Kilometer, denn weniger als das ist, wie wir gesehen haben, nicht wirtschaftlich wettbewerbsfähig. Wir müssen also die Auslastung der elektrischen Lkw maximieren. Und sagen wir, wir arbeiten über eine Vielzahl von Branchen hinweg. Es gibt einige Branchen, die etwas besser für die Elektrifizierung geeignet sind, insbesondere die Branchen, in denen wir stabile Volumina und auch Rückfahrten sehen. Ich gebe ein Beispiel: Die Getränkeindustrie ist eine typische Branche, in der Sie
auf der einen Fahrt volle Flaschen bringen und dann mit leeren Flaschen zurückfahren. Das sind offensichtlich bereits an sich effiziente Kreisläufe. Andere Branchen, zum Beispiel FMCGs, gehen normalerweise nur in eine Richtung, und daher sind wir diejenigen, die eine Optimierung auf der Rückfahrt finden müssen. Aber sagen wir, wir arbeiten sowohl mit konsumentenorientierten Branchen, wo die Möglichkeit, auch den Transport und den grünen Transport als Marketing, als Kommunikations-
hebel zu nutzen, ausgeschöpft wird – also arbeiten wir mit konsumentenorientierten Branchen, aber auch mit industriellen Branchen, wo manchmal der Beitrag der Transportkosten zu den Kosten des Endprodukts niedriger ist als in konsumentenorientierten Branchen, und daher gibt es eine etwas höhere Akzeptanz höherer Kosten für elektrischen Transport. Verstanden. In den TCO, die Sie bisher gemessen haben und die Sie geschafft haben, auf
gleiches oder sogar niedrigeres Niveau als Diesel zu bringen. Ich würde sagen, es ist auch hier eine Fall-zu-Fall-Antwort. Wir arbeiten in bestimmten Konstellationen, wo wir dem Verlader eine Optimierung zusammen mit der Einführung von elektrischen Lkw gebracht haben. Ich habe eines im Kopf, das wir in Hamburg betreiben, wo wir im Grunde Ladungen kombiniert haben, die traditionell von mehreren Lkw durchgeführt wurden, wir haben sie auf einen Lkw gelegt, und dadurch haben wir die Anzahl der Fahrzeuge reduziert, aber
auch auf Elektrofahrzeuge umgestellt, und wir haben es TCO-neutral gemacht, indem wir im Grunde Effizienz in ihr Netzwerk eingebaut haben. Es gibt Fälle, in denen wir einen Betrieb umstellen konnten, der ausgiebig auf der Autobahn läuft, und daher konnten wir TCO-Parität erreichen. Es gibt andere Fälle, in denen die Verlader eine Investition tätigen müssen. Es ist also sehr stark davon abhängig, wie wir die Operationen gestalten können und wie die Operationen laufen müssen, aber unser Ziel
ist es immer, die Lücke zu schließen, und der Grund dafür ist, dass wir verstehen, dass Elektrifizierung, um in großem Maßstab zu geschehen, kostenwettbewerbsfähig erfolgen muss. Wir können nicht erwarten und nicht vorhersehen, dass die Elektrifizierung in großem Umfang angenommen wird, wenn der Transport von Gütern mit Elektro-Lkw drei- bis viermal so viel kostet wie der Transport von Gütern mit einem Diesel-Lkw, also müssen wir zur TCO-Parität kommen. Es ist offensichtlich eine gemeinsame Anstrengung. Wir als Juna haben ein Modell entwickelt, von dem ich fest überzeugt bin, dass es helfen kann, die Elektrifizierung in diese
Richtung zu lenken. Wir brauchen definitiv die Unterstützung der OEMs. Wir brauchen, dass die Kosten ihrer Lkw sinken. Wir brauchen, dass sie mutiger werden beim sogenannten Restwert. Wir brauchen Unterstützung von den Ladeanbietern. Wir brauchen, dass auch sie ein Risiko eingehen – nicht nur die Stromkosten zu senken, wenn ihre Stationen voll sind, sondern auch zu akzeptieren, dass sie, damit die Stationen voll werden, bei den Stromkosten unterstützen müssen. Und dann brauchen wir auch, dass die Verlader bereit sind,
manchmal ihre Betriebsabläufe flexibel zu gestalten – um bestimmte Effizienzgewinne zu ermöglichen. Manchmal müssen wir bestimmte Veränderungen vornehmen. Wir müssen die sogenannten Stunt-Trailer einbeziehen, die es uns im Grunde ermöglichen, mehr Ladungen, mehr Sendungen am selben Tag zu machen. Also brauchen wir auch diese Art von Flexibilität. Es ist im Wesentlichen ein bisschen ein Ökosystem-Spiel. Ich sehe immer noch, dass heute jeder in die richtige Richtung arbeitet, aber um die Geschwindigkeit der Akzeptanz zu erhöhen, müssen wir
wahrscheinlich auch die Geschwindigkeit der Arbeit in Richtung TCO-Parität erhöhen. Ja, ich habe es nicht im Kopf, wie stark die Kosten für Elektro-Lkw bisher gesunken sind, aber die Batterien sind im Preis enorm gesunken, und der Trend geht immer noch nach unten. Also ich bin mir nicht sicher, ob Sie es auch im Kopf haben – was ein Elektro-Lkw vor ein paar Jahren gekostet hat – und jetzt sprechen wir von dem Zwei- bis Dreifachen
wann. Und es wird wahrscheinlich bei weniger als dem Zweifachen enden, was in dieser Hinsicht ein Wendepunkt wäre, zum Beispiel. Das ist ein sehr fairer Punkt. Also ja, um Ihre Frage direkt zu beantworten: Wir haben einen Rückgang der Kosten für Elektro-Lkw gesehen, seit wir angefangen haben, was auch das erste Jahr war, in dem alle OEMs ihre ersten Elektromodelle eingeführt haben. Bis jetzt würde ich sagen, haben wir wahrscheinlich durchweg einen Rückgang von zehn bis fünfzehn Prozent über zwei Jahre gesehen. Wird diese Rate so
schnell sein? Ich würde sagen, es gibt unterschiedliche Perspektiven. Ich würde annehmen, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren wahrscheinlich nochmals um etwa zehn Prozent pro Jahr sinken wird – ich denke, das ist möglich – und dann wird es wahrscheinlich ein Plateau erreichen. Es gibt natürlich verschiedene Trends, die diesen Rückgang potenziell beschleunigen könnten. Ein großer ist der Eintritt chinesischer Anbieter in den Markt, und wir sehen bereits, dass sie ab
2026 anfangen – es gibt ein paar chinesische Anbieter, die im Grunde mit ihrem Angebot in Europa den Betrieb aufnehmen sollten, und wir wissen, dass das Preisniveau sehr wettbewerbsfähig ist. Es gibt viele offene Fragen darüber, inwieweit ihr Produkt wettbewerbsfähig ist, ihr Service – also ihre Reparatur und Wartung – wettbewerbsfähig ist, aber sie werden definitiv Druck auf europäische Hersteller ausüben, die Lkw-Preise zu senken. Also ja, der
Kostenrückgang ist sichtbar und wird sich fortsetzen. Ich glaube auch, dass, wenn wir die Erfahrung aus dem Pkw-Bereich nehmen, die Kurve weiter sinken wird, richtig? Weil es Skaleneffekte gibt, Lerneffekte. Es ist auch wahr, dass wir über eine andere Technologie sprechen, also was wir tun müssen, ist, Skalierung bei den Batterien für Elektro-Lkw zu erreichen.
Im Grunde müssen mehr Lkw auf den Markt gebracht werden, wenn wir wollen, dass diese Skaleneffekte greifen. Und beim Ladeaspekt sehe ich auch viele Rückenwinde zur Kostensenkung. Ich wäre neugierig, einerseits, wie groß die Verteilung gerade zwischen öffentlichem und privatem Laden ist, also Depot-Laden, und wie erwarten Sie, dass sich das für diese Anwendungsfälle entwickelt? Und zweitens – und das ist etwas, wofür wir hier bei RiDERgy auch
sehr leidenschaftlich sind – ist, wie man die Flexibilität bei der Energienutzung zu einem Vorteil zur Kostensenkung macht: Laden, wenn die Spotmärkte sehr kostengünstig sind, sowohl bei öffentlichen als auch bei privaten Ladestationen, aber auch, wenn man ein Depot hat, die Möglichkeit, Photovoltaik zu installieren, zu versuchen, diese Energie zu maximieren und das Netz zu unterstützen. All diese Aspekte – bidirektionales Laden, Verkauf von Energie aus diesen Batterien, wenn sie geparkt sind – können meiner Meinung nach die Kosten auch stark senken. Wie sehen Sie
das? Ja, also was die Aufteilung betrifft, wenn ich auf die Juna-Erfahrung schaue: Heute verlassen wir uns in großem Maße auf öffentliches Laden. Ich würde sagen, etwa sechzig bis siebzig Prozent unserer Lkw laden an öffentlichen Stationen. Der Grund ist natürlich, dass die Stromkosten höher sind, wenn Sie öffentlich laden, aber die Geschwindigkeit, mit der Sie Elektro-Lkw einsetzen können, ist anders, weil Sie nicht warten müssen, bis die Infrastruktur
fertig ist. Manchmal ist die Netzleistung nicht da, also genau. Wenn Sie mit öffentlichem Laden arbeiten, können Sie schneller handeln, und besonders wenn Sie anfangs eine begrenzte Anzahl von Elektro-Lkw einsetzen, gibt es keine wirkliche Einschränkung bei der Nutzung öffentlichen Ladens. Heute – ich hatte es am Anfang erwähnt – haben wir einen sehr interessanten Fall, der in Hamburg läuft, wo wir fünf Elektro-Lkw mit einem Verlader und einem Frachtführer eingesetzt haben, die alle an der öffentlichen Ladeinfrastruktur-Station laden, ohne jegliche
Probleme, denn in der richtigen Konfiguration würde ich immer noch sagen, dass, wenn Sie die richtige Ladestation für das richtige Projekt finden, die Kapazität normalerweise verfügbar ist. Wird sich das in Zukunft ändern? Ja, natürlich, denn ich erwarte, dass mehr Elektro-Lkw auf den Markt kommen werden, und die Geschwindigkeit, mit der Elektro-Lkw auf den Markt kommen können, ist schneller als die Geschwindigkeit, mit der wir Infrastruktur aufbauen können. Also ja, wir müssen uns auch auf Depot-Laden verlassen, weil
Depot-Laden würde auch die Effizienz verbessern - es würde helfen, den richtigen Kompromiss zu finden zwischen beispielsweise langsamem Laden über Nacht und schnellem Laden tagsüber oder während des Betriebs sowie langsamem Laden in Pausen. Perspektivisch habe ich verschiedene Zahlen gehört und gelesen. Ich glaube durchaus, dass Depot-Laden eine wichtige Rolle spielen wird, je nach Art des Betriebs. Je nachdem, ob wir über Regional- oder Fernverkehr sprechen, kann es zwischen 40
und 60 % ausmachen, denn natürlich ist es stark davon abhängig, ob am Ende des Einsatzes ein Depot verfügbar ist - die Lkw müssen nahe am Depot fahren und dorthin zurückkehren. Und haben sie alle ein Depot? Das ist ebenfalls eine interessante Frage: Haben die meisten Transportunternehmen genügend Kapazität, um Ladestationen auf ihren Depots zu installieren? Das ist ein Punkt. Haben sie überhaupt Depots? Befinden sich die Depots dort, wo sie die
Lkw einsetzen? Manchmal betreiben Transportunternehmen Lkw viele Kilometer vom Depot entfernt, und daher kehren die Lkw nicht zum Depot zurück. Macht Sinn. Es stimmt auch, dass man innerhalb der Kategorie Depot-Laden auch die Ladestationen berücksichtigen kann, die Verlader jetzt an ihren Lagern errichten. Definitiv wird Depot-Laden eine wichtige Rolle spielen. Heute spielt es bereits eine wichtige Rolle. Wir arbeiten mit einer Reihe von Transportunternehmen zusammen, die diese Investition tätigen, und wir sehen definitiv, dass
sich diese Investition auszahlt, wenn die Infrastruktur gut geplant ist, die richtige Größe hat und auch effizient genutzt wird. Um auf Ihren Punkt zu dynamischem Laden und bidirektionalem Laden zurückzukommen - das sind definitiv Konzepte, die in der Branche extrem wichtig sind. Ich würde sagen, dort schafft man als Ladeanbieter den Mehrwert: der Software-Teil, die Fähigkeit, eine Infrastruktur aufzubauen, die nicht nur aus der mit dem Netz verbundenen Ladestation besteht, sondern auch eine Batterie platziert, Photovoltaik hinzufügt
und dann alle verschiedenen Assets über die Lademanagementsysteme steuert. Heute sehe ich, dass die Branche dabei aufholt. Zum Beispiel ist dynamisches Pricing beim öffentlichen Laden noch nicht üblich, und daher gestalten CPOs Preisstrategien, um die höchsten Kosten abzudecken, weil sie die Nachfrage nicht vorhersehen und noch kein dynamisches Pricing so umsetzen können, wie sie es gerne möchten - aber ich weiß, dass
sie alle in diese Richtung arbeiten. Daher bin ich zuversichtlich, dass nicht nur die Infrastruktur verfügbarer wird, sondern dass auch die Art und Weise, wie die Infrastruktur genutzt und optimiert wird, die Energiekosten senken wird. Das macht absolut Sinn. Und ein Punkt, den Sie ebenfalls angesprochen haben, der mir zumindest in meinen Gesprächen oft begegnet, ist: „Wir können keine öffentlichen Ladestationen nutzen, weil sie nicht zuverlässig sind." Aber Sie scheinen aus Erfahrung nahezulegen, dass Sie keine Beeinträchtigung der Verfügbarkeit sehen, wenn man auf öffentliche
Ladestationen angewiesen ist - sie sind normalerweise nutzbar, richtig? Man muss sie nicht reservieren. Die Möglichkeit, sie zu reservieren, wird ebenfalls oft erwähnt. Wie sehen Sie das? Ja, das ist ein guter Punkt. Reservierung ist definitiv ein heißes Thema in der Branche. Ich würde sagen, heute ist es aus Erfahrung eher ein psychologischer Punkt und kein tatsächlicher, das heißt, wir hören oft von Verladern oder Frachtkäufern, aber auch von Transportunternehmen die Frage: „Was ist, wenn die Station besetzt ist? Was ist, wenn sie nicht verfügbar ist?" In den meisten
Fällen wird das nicht passieren. Und außerdem prüfen wir bei der Projektplanung immer mit dem Charging Point Operator, inwieweit diese Station anhand historischer Daten in bestimmten Zeitfenstern üblicherweise belegt ist. Also ja, es ist etwas, das wir berücksichtigen - die Verfügbarkeit - aber heute würde ich sagen, eine Buchung ist angesichts der Anzahl von Lkw auf der Straße wahrscheinlich nicht erforderlich. In Zukunft wird sie benötigt werden, insbesondere bei bestimmten Einsätzen, wo Pünktlichkeit extrem wichtig ist. Denken Sie an E-Commerce. Denken Sie an die
Automobilbranche. Daher arbeiten wir definitiv auch mit CPOs zusammen, um sicherzustellen, dass sie unseren Input erhalten, wenn es um den Aufbau von Slot-Buchungssystemen geht. Aber als allgemeines Konzept ist es heute wahrscheinlich nicht der Engpass beim Laden. Was die Zuverlässigkeit öffentlicher Ladestationen betrifft, würde ich sagen, unsere Erfahrung ist, dass CPOs - insbesondere, ich kann hauptsächlich für die Lkw-Stationen sprechen - im Durchschnitt extrem reaktionsschnell und extrem schnell sind, wenn wir melden, dass eine ihrer Stationen
nicht funktioniert. Es gibt hier natürlich ein großes Reputationsspiel, denn in dem Moment, in dem Ihre Station nicht funktioniert - bei einem Pkw können Sie vielleicht ein paar Kilometer weiterfahren oder die Steckdose wechseln, weil Sie mehrere verfügbare Optionen haben - bei Lkw ist das nicht der Fall. Und wenn Sie eine schlechte Erfahrung machen, werden Sie wahrscheinlich nicht zu dieser Station zurückkehren. Daher würde ich sagen, ich sehe, dass es eine starke Anstrengung seitens der
CPOs gibt, und bisher haben wir keine Probleme mit der Qualität von Ladepunkten erlebt. Nun, das ist sehr gut. Und was ist mit dem Restwert? Sie haben ihn als Randbemerkung erwähnt. Wo liegt das Risiko? Tragen Sie das Risiko, das Transportunternehmen, der OEM? Und die Batterielebensdauer ist auch immer ein Thema. Ja, also in unserem Modell, und so wie ich auch die Entwicklung der Branche sehe, ist der Restwert etwas, das entweder in
den Händen des OEM bleibt - das würde typischerweise bei einer Leasingvereinbarung der Fall sein, oder in unserem Fall mit unserem E-Truck-as-a-Service-Modell nehmen wir den Lkw am Ende des Einsatzes zurück, also tragen wir das Restwertrisiko, haben dann aber Vereinbarungen mit den OEMs - oder die andere Variante wären Unternehmen, die Elektro-Lkw kaufen und dann den Restwert in ihren Büchern haben. Ich denke, die Branche wird sich in
eine Richtung bewegen, in der der Restwert bei den OEMs verbleibt. Im Grunde wird also das E-Truck-as-a-Service-Modell zum Hauptmodell werden, bei dem das Eigentum am Asset in den Händen des OEM bleibt - oder in diesem Fall bei Juna, und Juna hat eine Vereinbarung mit dem OEM. Denn es gibt einen Wert im Asset, sobald es zurückgeht, der höher ist als der Restwert, der früher bei Diesel-Lkw existierte. Diesel-Lkw sind am Ende Eisen, wenn man es vereinfachen
extrem, also sobald sie zurückkommen, ist der tatsächliche Wert ziemlich gering, ziemlich begrenzt. Wenn eine Batterie zurückkommt – das heißt am Ende der Lebensdauer eines Lkw – hat die Batterie noch 80 % ihrer Kapazität. Unter 80 % ist sie leider nicht mehr für den Transport geeignet; sie wird unzuverlässig. Aber sie kann für andere Anwendungen genutzt werden – denken Sie an Speicherung – was im Grunde bedeutet, dass es einen gewissen
Wert für OEMs gibt, das Eigentum an den Batterien zu behalten und zu bewahren, weil sie diese in anderen Anwendungen monetarisieren können, während Transportunternehmen dazu nicht in der Lage wären, weil sie ein anderes Geschäft betreiben und es für sie schwierig wäre, sich auch auf dieses Kreislaufspiel zu spezialisieren. Meine Ansicht ist also, dass OEMs den Wert ihrer Assets am Ende deren Lebensdauer behalten möchten – sie wollen im Grunde
dieses Restwertrisiko behalten. Wo ich jedoch Verbesserungspotenzial sehe, ist die Fähigkeit, den Restwert korrekt und auf aggressivere Weise zu bepreisen. Heute haben aufgrund begrenzter Erfahrung und der begrenzten Anzahl von Lkw all diese Rückkaufvereinbarungen tendenziell einen eher niedrigen Restwert, weil er sehr konservativ ist. Das bedeutet, dass die Kosten dessen, was in Bezug auf den Lkw gezahlt wird, das meiste davon abdecken, sodass
das Delta zum Diesel dann noch größer wird. Und was wir zum Beispiel mit Scania machen – was sehr interessant ist – wir arbeiten mit einem ihrer Teams zusammen, das im Grunde dafür verantwortlich ist zu verstehen, wie sich der Restwert abhängig vom Betrieb der Lkw verändert. Sie haben also nicht nur Fähigkeiten im Verständnis von Trends auf den Batteriemärkten, sondern auch Fähigkeiten im Verständnis, wie die Batterie während des Betriebs abhängig von der Art des Betriebs entleert wird. Wir
arbeiten mit ihnen zusammen, um sicherzustellen, dass wir im Grunde zwei Dinge tun können. Zum einen können wir mehr Risiken beim Restwert eingehen, aber auch – und das ist speziell für Juna interessant – wir können ein bisschen flexibleres Pay-per-Use aufbauen, noch flexibler, denn wenn Sie die Lkw auf eine bestimmte Weise nutzen und einen Restwert einsparen, dann können Sie auch den Preis an den Kunden zurückgeben oder senken, weil Sie mehr Batterie haben, die Sie in
anderen Anwendungen später nutzen können, weiter unten in der Kette. Eine weitere coole Sache, über die wir bei RiDERgy ebenfalls nachdenken, ist, das Laden mit Energieoptimierung und Batterielebensdaueroptimierung zu kombinieren, sodass Sie viele Dinge tun können, wenn Sie mit der Batteriechemie arbeiten. Wenn man Batteriechemien betrachtet – wenn Sie sich die C-Raten oder die Temperaturen der Zellen ansehen und berücksichtigen, was die aktuelle Temperatur ist, was die C-Rate oder der SOC ist – haben Sie auch operative Ladestrategien, die Sie durchführen können, und Sie können dann
nachweisen, dass es die Batterie positiv beeinflusst hat und daher auch den Restwert verbessert hat. Das ist super cool. Ja, es ist super cool, und ich denke, es passiert eine Menge in dieser Vertikale, wenn man so will. Natürlich helfen wir – das heißt, wir versuchen, Lkw auf verschiedene Arten von Betrieben einzusetzen, aus diesen Betrieben zu lernen und dann zu verstehen, welche Betriebe am effizientesten sind, auch wenn es darum geht,
Wert aus den Batterien zu extrahieren. Ich denke, wir stehen hier noch ganz, ganz am Anfang, aber ich sehe so viel Fortschritt, und es ist ein so interessantes Feld, dass ich mich sehr darauf freue zu sehen, was noch alles in diesem Bereich getan werden kann. Und ich habe auf LinkedIn und in sozialen Medien gesehen, dass Sie generell eines der Schlüsselprojekte sind, über die Sie mit Gruber Logistics gesprochen haben. Vielleicht können Sie ein paar weitere Details dazu teilen. Es ist ein interessantes Projekt, das heißt, Gruber ist
nicht der typische Kunde, den wir bedienen, weil es ein eher großes Transportunternehmen ist. Sie kaufen normalerweise Lkw und tätigen Investitionen, und das haben sie auch im Bereich Elektro getan. Wo es eine interessante Diskussion mit Gruber gab, ist, dass sie, als wir in Kontakt kamen, zusätzliche Kapazität für einige Aufträge benötigten, die eher kurzfristig waren. Sie wollten also nicht das Risiko eingehen, Assets zu kaufen, nur mit dem Wissen, dass diese Assets
einen begrenzten Auftrag gehabt hätten. Auch eine der Diskussionen, an die ich mich mit Gruber erinnere, war, dass sie zwar ein großes Unternehmen sind und mittlerweile auch viel Erfahrung im Elektrotransport haben, aber damals sagten sie, dass sie, wenn sie sich die Elektrifizierung ansehen, gewissermaßen auch ein kleines Unternehmen sind – sie haben auch nur wenige Einheiten – also brauchen sie auch die Art von Unterstützung, aber auch die Art von Sparringspartnern, die ihnen helfen, schneller zu wachsen
. Daher haben wir beschlossen, einige Einheiten gemeinsam einzusetzen, um ihnen im Grunde die Möglichkeit zu geben, diese kurzfristige Nachfrage zu beantworten, die sie von einem Kunden hatten. Es war eine sehr fruchtbare und interessante Diskussion. Wir hatten Lkw für einige Zeit im Einsatz. Jetzt besprechen wir, wie wir die Zusammenarbeit möglicherweise weiter ausbauen können, und im Allgemeinen ist das Gespräch mit diesen Unternehmen, die traditionelle Logistikunternehmen sind, aber so sehr in der
vordersten Reihe stehen, wenn es um Elektrifizierung geht, immer erfrischend, weil es uns hilft zu verstehen, wie wir unser Wertversprechen noch präziser gestalten können, um den Übergang zu unterstützen. Ja, und in diesem Zusammenhang gibt es Electro Trucker und die Firma Nano Jansen. Was ist Ihre Ansicht zu dieser Art von Unternehmen und deren Geschichte? Ähnlich würde ich sagen, das sind sehr positive Geschichten. Wie gesagt, ich fühle mich erfrischt,
wenn ich sehe, wie traditionelle Unternehmen den Wandel annehmen und auch Risiken eingehen. Offensichtlich haben sie eine Strategie, die sich von der Nutzung von Juna unterscheidet – sie kaufen Assets und gehen eigene Risiken ein – aber ich denke, das sind so großartige Geschichten, weil sie wirklich zeigen, wie die Branche proaktiv versucht, diesen Wandel anzunehmen. Und um fair zu sein, das sind gute und erfolgreiche Anwendungsfälle, und je mehr wir die guten und erfolgreichen Anwendungsfälle verbreiten können, desto mehr können wir meiner Meinung nach die Erzählung ändern
dass die Elektrifizierung nicht stattfindet, dass sie zu teuer ist, dass sie zu komplex ist. Wir können die positive Aufmerksamkeit der Akteure in der Logistik, aber auch der Regulierungsbehörden gewinnen, und ich denke, das würde letztendlich einfach den Prozess beschleunigen. Ja. Sie sind Italiener, leben jetzt hier in Deutschland, und Juna bedient deutsche Unternehmen. Wie schauen Sie auf Länder, in die Sie eintreten, und Regionen, die Sie bedienen, und welche haben bessere politische und regulatorische Anreize? Was sind die Faktoren, bei denen Sie entscheiden: OK, jetzt gehen wir dort rein? Ich denke, China ist Nummer eins – ist das überhaupt ein Markt, oder wie betrachten Sie das?
Ich würde gerne ein Büro in Italien eröffnen, vielleicht irgendwo in Süditalien – das war nur ein Scherz, ich glaube nicht, dass das kurzfristig passieren wird. Im Ernst, wir sehen uns als europäischen Akteur, also sehen wir vorerst
nichts außerhalb Europas vor, und wir glauben, Europa ist ein ausreichend großer Markt mit einer ausreichend großen Herausforderung, dass wir hier mehr als genug zu tun haben werden. Wie schauen wir auf verschiedene Märkte? Heute ist es eine Kombination von Elementen. Unser Nordstern sind immer die sogenannten TCO-Parität. Was wir normalerweise tun, sind zwei Dinge. Einerseits nehmen wir das, was wir als Frachtraten sehen – also wie kostspielig
es ist, Diesel in einem bestimmten Land zu fahren. Normalerweise verwenden wir entweder die Kosten pro Kilometer für die mittleren bis längeren Distanzen oder die Tagesraten für die sehr kurzen Distanzen, und dann erstellen wir unsere eigene Geschäftskalkulation dafür, was das Äquivalent wäre, wenn wir Elektro-Lkw betreiben würden. Und so ja, wir berücksichtigen alle Elemente: im Grunde die Kosten der Lkw, den Service, die Stromkosten, die Mautkosten,
also wir nehmen alle Kostenkomponenten. Und das hilft uns mit der Geschäftskalkulation, und dann schauen wir uns die Infrastruktur an. Wie gut entwickelt ist die Infrastruktur, was sind die Pläne der CPOs zum Aufbau von Infrastruktur. Und dann nicht zuletzt schauen wir, ob wir bereits potenzielle Partner oder Kunden haben, mit denen wir sozusagen zusammenarbeiten können, um die ersten Geschäftsfälle zu finden, um dann den Betrieb mit konkreten Geschäften zu starten und nicht nur mit, sagen wir, den Kosten einer neuen juristischen Person.
Also ja, die Kosten, die Infrastruktur und die Geschäftsentwicklungsmöglichkeiten. Bei Elektro-Lkw ist es ähnlich wie bei Personenfahrzeugen in Bezug auf die Elektrifizierungsrate in Europa, wo die nordischen Länder und Norwegen am weitesten fortgeschritten sind, dann die Niederlande und dann das Vereinigte Königreich, und dann je südlicher man geht, desto weniger sind sie es. Ich würde sagen, das ist generell der Fall, was auch ein bisschen bedauerlich ist, denn nochmal, ich bin Italiener. Ich würde gerne viele Elektro-Lkw in Italien sehen. Aber so ist es
nun mal. Ich denke, offensichtlich hängen die beiden Dinge zusammen, oder? Je mehr Menschen mit der Technologie, mit der Elektrotechnologie auf persönlicher Ebene vertraut sind, desto weniger Angst haben sie, wenn es darum geht, sie auch geschäftlich zu übernehmen. Also absolut, ja, wir sehen die nordischen Länder, die den Wandel vorantreiben, dann haben wir sozusagen Mitteleuropa, wo ich sagen würde, Deutschland hat großartige Arbeit geleistet, obwohl es in letzter Zeit ein wenig zurückgefallen ist, weil Deutschland
früher ein sehr
– es war ein sehr großes Anreizsystem. Ich meine, es ist diskutierbar, ob die Art und Weise, wie es aufgebaut war, die effektivste und effizienteste war, aber es war definitiv ein sehr interessantes Anreizsystem. Frankreich kommt jetzt ziemlich stark auf, weil die Energiekosten sehr niedrig sind, hauptsächlich durch Atomkraft getrieben, und dann haben wir leider Südeuropa, das ein bisschen hinterherhinkt. Ich würde sagen, die nordischen Länder durchlaufen wahrscheinlich ihre dritte Welle der Elektrifizierung, wenn es um Geschäfte geht. Mittel-
Europa ist wahrscheinlich die zweite, Südeuropa die erste. Macht Sinn. Und Sie haben also ein ziemlich einzigartiges Modell. Dennoch gibt es in jedem attraktiven Markt Wettbewerber. Einer, von dem ich glaube, dass ich ihn kenne, ist Einride. Was würden Sie sagen, ist Ihr USP im Vergleich zu Wettbewerbern? Ja, das ist ein sehr interessanter Punkt. Also Einride ist auch eine sehr interessante Geschichte, ein super erfolgreiches Unternehmen. Sie sind eher ein Transportunternehmen, das heißt, sie führen auch Transportoperationen durch und besitzen auch eine Flotte. Also bis zu einem
gewissen Grad, ja, konkurrieren wir mit ihnen bei mehreren Kundengesprächen. Sie könnten auch ein Konkurrent sein, sie könnten auch ein Kunde von uns sein, sie könnten auch, Sie wissen schon, Lkw von uns nehmen. Aber sagen wir generell, die traditionelleren Wettbewerber wären Vermietungsunternehmen oder OEMs, die im Grunde nur Assets bereitstellen können. Was wir jetzt tun, was anders ist – und sorry, übrigens gibt es auch mehr, sagen wir, E-Truck-as-a-Service-Unternehmen,
die ebenfalls ein Pay-per-Kilometer-Angebot haben, das in verschiedenen Märkten entsteht. In Deutschland haben wir ein paar große Beispiele und dann gibt es andere kleinere Beispiele in ganz Europa. Im Allgemeinen ist unser wirklich einzigartiger Punkt dieses Auslastungselement. Es gibt keine Akteure auf dem Markt, die sozusagen einen Sennder hinter sich haben. Sennder war sozusagen der Partner, um ein solches Modell anzustoßen. Heute sammeln wir nicht nur
Auslastung von Sennder. Wir arbeiten direkt mit anderen Verladern, Frachteinkäufern und Logistikdienstleistern zusammen, die Zugang zu ihrer Auslastung geben. Sennder ist also immer noch ein super wichtiger Partner für uns, aber jetzt sind wir auf unserer Reise, um im Grunde völlig unabhängig zu sein, und natürlich werden wir weiterhin Transportunternehmen mit Auslastung von Sennder bedienen, aber die Idee ist, dass wir im Grunde mehrere Sennders in unserem Portfolio haben. Und dieses Element ist etwas, das sonst niemand auf dem Markt hat, denn
Modelle wie Einride wären auch das Transportunternehmen. Entweder gewinnen sie den Transportauftrag oder sie elektrifizieren ein bestimmtes Projekt im Grunde nicht. Wir müssen den Transportauftrag nicht gewinnen. Für uns ist es unerheblich, welches Transportunternehmen den Betrieb führt. Mit unserem Modell können wir an jede Art von Transportunternehmen verkaufen. Wir würden ihnen helfen, die Auslastung zu finden – wir würden mit den Frachtabnehmern sprechen, um die Auslastung zu ermitteln, und dann kann der Frachtnachfrager entscheiden, welchem Transportunternehmen
er den Transportauftrag geben möchte. Wir werden mit ihnen zusammenarbeiten, um die Elektrifizierung zu ermöglichen. Verstanden. Und wenn Sie in die Zukunft schauen, was begeistert Sie am meisten, sagen wir, kurzfristig für Juna, und mehr mittel- bis langfristig in Bezug auf Technologie, wie zum Beispiel autonomes Fahren oder andere Dinge, die es beeinflussen könnten? Ja, ich würde sagen, kurzfristig ist für mich das aufregendste Element – ich meine, das versteht sich von selbst – im Grunde die Skalierung von Juna und die Skalierung des
Teams und des Unternehmens auf eine Größe, auf die ich stolz sein kann. Ich bin sehr stolz auf die Größe, die wir jetzt haben, aber natürlich ist es ein Tropfen auf den heißen Stein, und ich möchte, dass dieser Tropfen immer größer wird. Also konzentriere ich mich sehr darauf zu verstehen, wie ich und das Team mit mir das Geschäftsmodell verbessern können. Wie können wir auch sicherstellen, dass unser Geschäftsmodell und das, was wir anbieten, weiterhin
sehr relevant bleibt, wenn man bedenkt, dass die Branche eine sehr dynamische ist. Sie wird verschiedene Iterationen durchlaufen. Die Kosten der Lkw werden sinken, die Infrastruktur wird aufgebaut werden. Was wird also die größte Herausforderung sein, und wie können wir in diesem dynamischen und sich ständig weiterentwickelnden Szenario relevant bleiben und unseren Wettbewerbsvorteil behalten? Das ist mein Fokus, und ich würde sagen, für die kurz- bis mittelfristige Perspektive ist das ausreichend, denn die Dinge bewegen sich so schnell, dass es wirklich auf die Fähigkeit ankommt,
mit Kunden zu sprechen, deren Feedback zu erhalten, mit dem Team zu iterieren, was aus einem kommerziellen Modell und aus einem Technologiemodell entwickelt werden kann, und das dann zur Umsetzung zu bringen. Langfristig denke ich immer noch, dass die Elektrifizierung bis zu einem gewissen Grad eine langfristige Reise ist, denn wenn wir uns die Zahlen und Schätzungen ansehen, wird bis 2030 geschätzt, dass ein Drittel der neu verkauften Lkw elektrische Lkw sein werden. Es ist also
immer noch ein Drittel bis 2030. Um 50% und dann 60% zu erreichen und so weiter, wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Ich würde also sagen, langfristig ist die Elektrifizierung immer noch ein großes Thema, aber natürlich wird die nächste Welle autonom sein. Es ist etwas, von dem ich denke, dass es weitere 5, wenn nicht 10 Jahre dauern wird, bis es sehr relevant wird, aber es ist immer schwer, einen solchen Technologiewandel vorherzusagen. Sie können
viel früher eintreten, je nachdem, wie sich nicht nur die Technologie, sondern insbesondere der regulatorische Rahmen entwickeln wird. Ich denke also, Logistik im Allgemeinen, Transport im Allgemeinen, ist eine so dynamische Branche, dass es eine gute Branche ist, in der man tätig sein kann. Es ist eine gute Branche, um sich nicht zu langweilen und immer darüber nachzudenken, was die nächste Transformation ist, was das nächste ist, das die Dynamik stören wird, und wie in diesem Fall Juna relevant bleiben kann und vielleicht sogar
ihr Geschäftsmodell überdenken kann, um möglicherweise irgendwann sogar autonomes Fahren anzugehen. Ja, faszinierend. Und als letzte Botschaft an die Zuhörer, gibt es etwas Besonderes, das Sie ihnen mitgeben möchten, und wie können die Leute generell mit Ihnen in Kontakt treten? Nun, was ich den Zuhörern mitgeben möchte, ist eine Möglichkeit, mit uns in Kontakt zu treten – sowohl wenn sie als Erste daran interessiert sind, elektrische Lkw einzusetzen, wenn sie Transportunternehmen
sind, oder Partner, die in der Elektrifizierung tätig sind und möglicherweise eine Verbindung mit Juna, mit dem Juna-Modell sehen. Im Allgemeinen würde ich sagen, es ist ein systemischer Bereich, daher suchen wir immer nicht nur nach Kunden, sondern auch nach Partnern. Besuchen Sie auf jeden Fall Juna.com oder wenden Sie sich direkt an mich unter meiner professionellen E-Mail-Adresse, die matteo.oberto@juna.com lautet. Ich würde mich sehr freuen, ein Gespräch aufzunehmen – aber auch Enthusiasten in der
Branche, die möglicherweise aus persönlicher Sicht etwas weniger involviert sind, aber neugierig wären, diese Themen mehr zu diskutieren – vielleicht haben sie gute Ideen. Ich persönlich bin sehr offen für Diskussionen, denn es ist ein Thema, das mich über die Bürozeiten hinaus fasziniert. Also wenden Sie sich auf jeden Fall an uns – nicht nur an mich, sondern an das
gesamte Team. Ich denke, wir sind eine großartige Gruppe leidenschaftlicher Menschen und wir diskutieren gerne über Elektrifizierung. Ja, ich konnte die Leidenschaft spüren. Vielen Dank, Matteo, und bleiben Sie am Ball. Vielen Dank. Was ich an diesem Gespräch am meisten schätze, ist, wie konkret es geblieben ist. Matteo stellt die Elektrifizierung nicht als Hype-Zyklus dar. Er stellt sie als logistische Gleichung dar. Wenn Sie keine zuverlässige Auslastung, vorhersehbares Laden und ein wirtschaftliches Modell sicherstellen können, dem Spediteure vertrauen können, haben Sie keine
Einführung von elektrischem Lkw-Verkehr – Sie haben eine Demo. Wir haben die Mechanismen hinter dieser Gleichung behandelt: warum Depotladen oft der Anker ist, wann öffentliches Laden funktionieren kann und wie halböffentliche geteilte Stationen Skalierung ermöglichen können, indem sie mehrere Logistikakteure bedienen. Wir haben auch die verborgene kommerzielle Ebene angesprochen – Abonnements, Pay-per-Kilometer-Denken und das unangenehme, aber wesentliche Thema des Restwerts und wie die Batterieleistung über die Zeit die Finanzierung und das Risiko prägt. Bevor Sie gehen, drei Erkenntnisse aus dieser Episode, die es wert sind, im Hinterkopf zu behalten: Elektrifizierung braucht Nachfragesignale, nicht nur Fahrzeuge;
Infrastruktur ist nicht nur ein Aufbauproblem, sie ist ein Betriebs- und Zugangsproblem; und die Gewinner werden diejenigen sein, die Lkw, Laden und kommerzielle Strukturen zu etwas verpacken, mit dem ein Spediteur mit Zuversicht arbeiten kann. Danke fürs Zuhören und bleiben Sie am Ball.
Welcome to the Smart Charge by RiDERgy podcast. This is Claudio Geyken, founder and CEO of RiDERgy. This is your show to learn about all things energy management and smart charging innovation for electric vehicles and fleets.
Today's episode is about the hard reality of electrifying road freight. It's not a single technology switch, it's a full operating system change - vehicles, charging access, routes, utilization and financing - where the weakest link determines whether the business case holds. My guest is Matteo, CEO of Juna. He shares his journey from early roles with BCG in London into scale-up work in logistics, most notably at Senda, and how that experience shaped a very pragmatic view: if you want electric trucks to scale, the solution has to work for the
carriers who actually move most of Europe's freight, and many dimensions play a role. We then unpack what Juna is building and why - reducing risks for fleets, structuring viable commercial models and making charging a workable reality across depot charging, public charging, and the emerging in-between world of semi-public shared infrastructure. If you care about e-trucks beyond pilots, this conversation is a blueprint for what needs to click. Let's go. Hello Matteo, nice to have you here. How are you today? Hi, and thank you for having me.
I'm very excited to be here and to have this discussion together. Great. So first, before we move into more detailed topics about Juna, can you introduce yourself? What's your background, so that people get a feel of who Matteo is? Yeah, very happy to do so. My name is Matteo, I'm originally Italian. I grew up in a city called Torino, near the Alps. My background from an educational standpoint is business management. I studied economics in my
bachelor's in Turin, and then I moved on to study business management in Copenhagen, Denmark. After that I moved into the professional world. I started from consulting, then ended up in startups and finally at Juna. Happy to dive a bit more into that, but business management and now entrepreneurship is my background. OK, and which were the first startups you were involved with, or what was the first career path you took after your studies? Yeah, so I actually started
in London. I started at Vodafone, a telecommunications company. Back then, after my master's degree, I didn't really know what I wanted to do, so I started a graduate program - the typical cross-functional program where every six months you basically do something different. While at Vodafone I figured it out: I wanted to be a bit more involved in the strategy areas of companies. And hence I moved on to start in consulting. I joined a strategic consulting
firm called the Boston Consulting Group, where I ended up spending 4.5 years. What I did at BCG was mostly working in the private equity practice - basically spending time with private equity funds, helping them on two things: either deciding whether a company is a good asset to buy or to sell, the so-called commercial due diligences, or helping them, once they had actually bought a company, understand what to do with that company - the typical transformation or strategic blueprints where they try
to accelerate the growth of their companies. At some point I was, if you want, tired of the consulting environment, mostly because I had the feeling - as many people who do consulting at some point have - that my responsibilities were ending when the fund's work was starting, which is basically the implementation. And hence I was wondering what else I could do in my career to be a bit more close to implementation, to see the actual result of my
thinking and my work. That is when I started thinking the startup ecosystem could be a very interesting one for me - mostly because working in a small to medium, yet very dynamic environment would have given me the chance to really see the result of my work, to build an impact, but also to remain in a very dynamic, energetic, fast-paced environment. At that point I basically came across Senda. Back then it was already in its scale-up
phase, not really an early-stage startup. We're talking which year? So now we're talking 2021, basically about 4.5 years ago. Back then I had the first conversation with the founding team at Senda. They were looking for someone to take over basically the leading of their strategy team. I was very much impressed by the story of Senda, by the people working at Senda, and I decided almost overnight to leave consulting, to move to Berlin, and to start my journey
at Senda. From there it went all quite quickly. I did a couple of years at Senda helping on different strategic topics, and one of those topics was actually electrification - what kind of role could Senda play in this technology shift. From there, basically, it started the work on Juna - the discussions with the team, and then I took ownership of launching the company and setting up the operations. Today I lead the
company as CEO and one of the managing directors. Very interesting. Maybe before we proceed with Juna, one step back again on the private equity role. Which type of companies did you analyze back then - size-wise - or are there any topics in particular that you had to work on, and what key takeaways do you take from that time? Yeah, interesting question. I really did a mix of a lot of things, mostly companies in the medium to large size.
across a variety of industries, so I really looked into stuff that was - I remember energy. I remember looking into this hydrogen company, very interesting because it was for me an introduction to what hydrogen is. I went into automotive, I did media, so it was very much a mix and match of a lot of things. So I would say I didn't really develop a vertical, industry-specific type of knowledge. Mostly what I learned was a method
to really approach a problem or a big question which does not necessarily have a straightforward answer, and try to break down the problem, try to break down the question into small pieces and work on them to then get to a final answer. Which I believe is also what I do today in my daily life when it comes to my professional activity, because entrepreneurship, or anyway growing a company, is very much like dealing with unknowns and trying to
face those unknowns and find a way, a successful way through those unknowns. So I would say I very much consider consulting like a gym where you build your muscles, where you build your technique, and then you need to go - I tend to say - into the real world, and then use those muscles, those techniques to tackle challenges for real, and being able to, as I was saying, also look into the result and the implementation of your work. Makes sense. And
for Sennder, so you started working directly on e-mobility, that whole strategy around e-mobility. And how did you get to the conclusion that building Juna together with Scania was a good idea? What was the origin story of Juna? Basically, at the beginning I was tackling for Sennder a variety of strategic topics, but there was one specific point which was in the mind of David, the CEO and one of the co-founders, which was how Sennder should position itself when it comes
to technological shifts. And if we look into the transportation industry, in road transportation, we can see that there have been a couple of big shifts and a couple more are coming up in the future. So of course Sennder was built on digitalisation, which is a very transformative shift of the transportation industry. And the next shift that Sennder was looking into was, back then, electrification, and then if we were to look into the
future, of course, we would have autonomy at some point. And so back then there was thinking around what kind of hurdles there were for electrification to happen and what kind of role Sennder could play in order to allow electrification to accelerate, because of course there is an important part of the Sennder DNA which is what they call the green part - which is how to basically decarbonise operations. And so we were discussing - I remember together with David and Nico, who
back then was the Chief Strategy Officer, and Graham, who is the Senior Director of the Green department at Sennder - we were discussing what kind of role Sennder could play. And back then the idea that we had, which is still one of the main concepts of Juna, was: well, Sennder has a lot of volumes, has a lot of connections with the big shippers who are actually demanding electric transport. What if we were to combine that demand with the supply of trucks? So basically we
would give to the average transportation company - which is a small to medium company that doesn't want to take a lot of risk - not only the technology, so the electric truck, but also ready utilisation. Wouldn't we solve what today is preventing, or even back then was preventing, the adoption of electric trucks, which is the risk of investing into a new technology that is very expensive, very new, without the certainty of having a return on that investment? So that was the
starting point. And then there is a long-lasting relationship between Sennder and Scania, because Scania is one of the investors in Sennder. And hence, basically, we approached Scania, telling them a bit about our narrative and our thinking. Back then, Scania was also launching their first battery-electric trucks, and they were going through a bit of the same reasoning: how can we, from an OEM perspective, accelerate the adoption of electric trucks, knowing that again, new technology, expensive, not that easy to operate? And that's where basically
they liked the idea. We started with a working group, we started refining the idea, building the typical business model, business plan, etc., and eventually we moved into the more concrete discussion of how to set up a company - the legal negotiation around building a joint venture, which is never trivial. And from there, basically, we moved into the incorporation of the company, which happened at the end of 2023. And since then, we have Juna. So now
we are past the second year of operation, which I think is a very nice and very rewarding achievement, because we're making great progress from my perspective. Nice. And let's dive into the users that you already addressed, that you're helping - so the drivers or the logistics companies that are usually very small, I understand. Maybe you can also give some stats on what the typical target company is that you help. And if I understand correctly, the problem you were identifying is
that they struggle with having the capex on the one hand - financing these trucks, that's the one big issue - and then being unsure that they make enough revenue and therefore are able to cope with the costs of running operations. And thus you were solving those two problems with the utilisation through the Sennder network and the capex financing that you would provide, right? That's correct. And you're right, so if we look at the road freight industry, 80% of transportation companies are small to
Medium companies. They have on average 7 trucks and they range between, let's say, 5 to 50 trucks. Those companies of course do not have the resources, neither do they have the competencies to look into electrification, and they are risk-averse. Now, the typical model in the trucking industry would be to either sell trucks to transportation companies or to lease them. These models do not really fit the adoption of a new technology because they put all the risks of the new
technology into those small transportation companies who, let's say, traditionally would have to buy or lease the asset, learn how to optimize the utilization of those assets, and then find utilization to pay for their CAPEX or OPEX depending on how they get access to those assets. Now what Juna - or the way Juna, in a way, solves the adoption problem - is by looking at who really demands electrification or decarbonization. Those are typically the freight buyers, and they can be shippers - Coca-Cola,
Pepsi, the Pepsis of this world - or even larger logistics service providers. Think about DHL, think about Kuehne+Nagel, the big logistics service providers. Those companies mostly operate via subcontractors. Basically 80 to 90% of their freight is moved by those small transportation companies we were talking about. Now, they need a way to incentivize those transportation companies to adopt electric trucks, otherwise they can't decarbonize their operations. So the logic Juna adopts is partnering with the logistics service providers and shippers - the freight buyers - and identifying where
electrification can happen, devising a roadmap for electrification to happen, and then approaching the transportation companies, the subcontractors, and enabling them to adopt electric trucks with a model which is not a typical rental or lease, but is what we call a subscription. So it's an as-a-service model whereby transportation companies get the truck, all the services related to the truck, and they also pay based on utilization, so per kilometer. That, as you were correctly saying, solves two problems. On the one hand, the so-called financing of
the new asset, considering that those assets are 2 to 3 times more expensive than typical diesel trucks, but it also solves the utilization problem - where those trucks will be utilized - and helps transportation companies have security of revenue to cover their costs. And Sennder plays a central role because Sennder is a large freight forwarder and has a connection with a large number of shippers who demand green transport. So Sennder, especially at the beginning and still today, played an important role in providing access
to that utilization that we combine with our subscription, that allows electrification to happen today at a faster pace than if companies were left alone to invest into electric trucks. Got it. So one fundamental thesis, or also underlying issue of the new technology that you're solving - if I understand correctly, that will be the biggest one, elephant in the room if you want - is range, right? That's how to deal with the more limited range of electric trucks. Because at the end of the day, and if
you are able to refuel or charge and just run your routes as you're just putting an electric truck as you would put a diesel truck, and that's it, you don't have much change in your - but you need to understand what routes are feasible with what range, and then what the charging implications are, right? That's the complexity, the largest complexity that you're solving with that approach, right? That's definitely one big complexity, I would say.
From an operational perspective, it's probably the largest. When I think about the complexities, I usually tend to look into different buckets. So there is definitely an operational bucket, which basically means electric trucks have a limited range and also the infrastructure to charge the trucks is not as dense as the typical fueling system for gas and diesel. So that is definitely, on the operational side, a big barrier to overcome. Then of course we don't have to
forget the financial barrier - the fact that those trucks are more expensive when it comes to the CapEx, the cost, but also when it comes to operating them. When it comes to the operational expenditures, they need to be used in a certain smart way in order to realize competitive operational costs. So with our model, if you want, we tackle both, because we find on behalf of the transportation companies the lanes that we know can be electrified from an operational standpoint. So we know the
range is not too long, or there is a recharging station in between. We do the so-called technical analysis and we say we've checked it - it can be electrified from a technical perspective. The second layer, which is extremely important, is also solving the question: is it also cost-effective to run the lane? Can we run the lane at a cost which is near - the usual term being the TCO, the total cost of ownership - of running a truck on
that lane near the total cost of ownership of running the lane with diesel? So can we run close to the diesel cost with an electric truck? And that is the second layer of complexity that we need to solve. How do we solve that? Well, we need to take a bit of a broader perspective. We solve that through the way we finance electric trucks - we bring down the cost of electric trucks through our financing model. That's one element. We solve that by looking
into charging. Charging and energy is an important component in the cost of running electric trucks. It's roughly one third of the total cost of running electric trucks. So we have, let's say, a way of looking into smart charging. We have a partnership model with charging players to bring down the cost of charging. And then the third layer is how we build the routing, which I think is also what you were referring to at the beginning, which basically means that because the assets are more expensive,
they need to be run in a very effective way, so reducing as much as possible the empty kilometers. We have a tech team that has developed, or is developing as we speak, a tech solution, and we have a team of so-called solution designers. What they do is basically build, within logistic networks, effective routings for electric trucks, ensuring those electric trucks are as much as possible fully utilized and looking at the way electric trucks are used, so that utilization helps
the business case and helps the cost of operation to go down. Yeah, I love this breakdown. I think we did a great overview right now. We can deep dive a bit more into the third category. I think it would also require a little bit of context setting for people who are not so familiar with the logistics industry. It will be very interesting to understand how it happens today. What's the status quo today? Is it as simple as saying a truck has an order, you
They need to run that order from A to B and then they just go back to their point A empty. And that's 90% of the cases. Or is that a caricature, and where are you trying to get at eventually - that they do more A, B, C, D type of routes before getting back to the depot? Maybe you can give some more context there.
Sure, and the reality is that there is no one-size-fits-all type of answer, because it depends on the characteristics of the market. I'll give you a clear example: in Germany, and from next year also in the Netherlands, electric trucks don't pay tolls on highways. That basically means - and also diesel trucks pay a very hefty tariff per kilometer, roughly 34 cents on highway - that to find the best business cases, one of the best business cases is actually to make electric trucks run as much as possible, fully
on highways. Which basically means maximizing the time a driver spends driving on a highway with an electric truck. This basically means that you prioritize - or we prioritize - longer-distance lanes that run up to 400 or 500 kilometers one way, mostly on highways. This also means, though, that the truck has to come back, and if it comes back empty, you have a lot of inefficiency, because the diesel truck will not come back empty. The diesel truck would continue maybe doing another
load, maybe not even coming back, maybe it would go somewhere else because it's flexible enough they can pick another load and move somewhere else. With an electric truck, you need to know where the truck is going because you need to know where the truck will charge at some point, either during the day or at night. Which basically means you build those loops which are 100% completed, or as much as possible, as close as possible to 100%, and you try to build those loops
on highways so that you maximize the saving in cost that electric trucks can give you. In other countries, this is not the case. In other countries, if we run on a highway extensively, we don't have an advantage. I'll give you the example of Italy, and in those circumstances, for example, what we're seeing is that it's more cost competitive to reduce the number of kilometers but to increase the number of shipments, so that we prioritize operations where we do a frequent A to B job.
So the trucks move frequently A to B. It goes one way full, it comes back empty, and by coming back empty, it saves time to do another loop, another shipment. So in that case, what we do is we optimize the number of shipments and we split the cost of the truck - the high cost of the truck - on a high number of shipments. So depending on the market conditions, and depending on not just highways but also cost of energy, depending on the cost
of the trucks as well in different markets, we have developed a different strategy that would allow us to build those smart routings which are suitable for electric trucks, with the intent, the scope and the goal of bridging or closing the gap as much as possible between the cost of operating an electric truck and the cost of operating a diesel truck. Makes sense. And then on the second category, the charging - and maybe before that, you said a third of the cost is charging, and
a third would be CapEx, and then the other third is typically what we call the carrier or the transportation company cost, so think about the driver, the trailer and their fixed costs - but mostly it would be the driver. And so on this third of the cost, the charging, what are the ways you help these companies? You said you have partners for the depot charging infrastructure setup, I imagine. And then the second would be on public charging, you have partnerships with charge point operators, CPOs, or MSPs, so the card or app. What's the approach for the two scenarios of charging?
Yeah, that's correct. So basically we work with partners in both verticals. Vertical one, which is the second you mentioned, is public charging. Maybe some of the listeners would be surprised to know that there are, in certain markets, actually a rather high number of charging stations for trucks. Now, I'm not saying that number
is enough to electrify road freight. We are barely at the beginning, we are scratching the surface. You mean exclusively like the of this world, or you mean that could be used by trucks in general? Also for - it's a good point, so there are two categories. There are the so-called - we call them truck-built - so those have been built for trucks. You mentioned Minas, which is definitely one of the leading players in this segment. Also BP Aral has developed stations for
electric trucks. We've seen also Shell playing into this vertical. So there are both traditional incumbent players coming from the diesel world and, let's say, newcomers in a way, building stations for trucks. Those are the typical stations that can fit both the trailer and the tractor together, and they offer the best experience for charging because they are exclusively thought and built for trucks. Then there is another category which we call the so-called truck-friendly stations. Those would be stations where, let's say,
the intention when they were built was not to host electric trucks, but only passenger cars, but because of the power of the infrastructure and because of the physical space, they can also fit not the tractor plus the trailer, but the tractor only. Of course, in those instances, we need to be a bit more careful. We need to always have a certain agreement with the CPO that we can use those stations, because we don't want - from a safety reason, but
also from an operational reason - we don't want to disrupt the normal operations of those stations. But today there are a number of instances where CPOs would allow tractor units to charge at stations which were built for passenger cars. So in this big bucket of, let's say, publicly available stations for trucks, we play with a partnership type of model, which basically means we have contact with all the so-called CPOs, the charging point operators. We work with them to identify which stations are available and where. We
have our own database of stations which we maintain together with the CPOs, and we use that database to basically support our work on efficient routing. The other thing that we do with that database is having an understanding of how much utilization we can bring to each and every CPO, and discuss with them how we can bring down the cost of recharging at their stations. The idea for us is never to use discounts to earn more money on our end. We don't resell
electricity, but what we do is we pass any discount directly to our end customers, being the transportation companies. Because our mission is to reduce the cost of operating electric trucks, to increase the volume, the number of electric trucks that we deploy together. Nice. Second bucket is depot charging, on-site charging. Here also we have a number of partners in our ecosystem, and what we do is we work with them to - let's say, first assess: does it make sense building a depot charging
charging infrastructure, depending on the utilization case that we have, and if so, we basically build together the business case and then we let them build and/or manage the charging station, because we don't have - or it's not a competence that we have internally at Juna. There is also a hybrid model in between, which I think is very interesting, especially in this initial phase of electrification, which is the model of the semi-public stations. So those would be stations that have chargers - exactly. So
stations that would have been built by a logistics company but are not fully utilized. That basically means that those companies can give access to the spare capacity to other logistics companies. And there are a number of players who are building marketplaces aggregating those stations, and I think that is a fantastic opportunity because it allows a more efficient utilization of infrastructure, which should bring efficiency to the whole transformation of the industry. What type of players are building these shared infrastructure projects?
So there are different players. Those shared stations usually are actually designed and built for a specific company in mind, but that specific company might only need them overnight or over the day. So they would have spare capacity and they can make that spare capacity available. There are also players who are building - let's say, more shared, if you want - hubs, where they would basically identify in a certain location a need for charging because it's a high-frequency location
for logistics, and then they would basically build the station knowing - or having a certain commitment already - from a specific company or multiple companies operating that logistics corridor. So that is also another, maybe if you want, species of those semi-public infrastructure. And to make sure I understood correctly: for the CPO partnerships, you don't work with an MSP, you work only with the CPOs directly. That's correct - that's the case in 90% of cases. We do have certain agreements with MSPs; specifically there is a Scania
company called Scania Charging Access, which is an MSP, and we do partner with them on certain specific stations where they have good agreements. But let's say our standard strategy would be to go directly, and the reason being: in this phase we try to get as much as possible a direct relationship with the CPOs to support them in identifying where new stations can be built, to get also a frequent exchange on where they are planning to build the stations, and then to get as much as possible
Let's say a low rate, so without intermediaries, to then being able to pass that on to our customers. And the approach - I think you're now already in multiple countries, no? You're not only in Germany or Italy. And then the approach for building charging infrastructure depots - there are also, I guess, not one partner in Europe, but several in each geography. Is that correct? So depending on geography and depending on availability of partners, we work with multiple players. And the idea is always
to bring the best-positioned player into the game, to ensure that we can build together the business case that works for the transportation company and for the shipper. OK. And let's talk about - so you said you created a company in 2023. What's been the reception of the market? How are transportation companies reacting so far? What are the hurdles, objections, and challenges you're facing, and how are you addressing them? When you were phrasing the question, it came to my
mind - the very first electric truck we brought to the road, onto the road, which happened soon after we incorporated the company. I still remember the experience of handing that over to a transportation company, because myself and the management team of Juna, we basically traveled together with the truck actually. The CEO, the COO Johann, and the CFO Andred, they drove the truck because they come from the Scania ecosystem, so they have a license for driving a truck. So
myself and Thomas - and Thomas is the CTO - we were driving behind in a car, and together we drove from Berlin to Stuttgart to deliver the truck to this transportation company called Ava, which is one of our strongest partners today. I do remember the energy and the emotion of the owner receiving their first electric truck. So what I'm trying to convey
here is that still today, what we see is that there is a very open acceptance of this technology from most of the companies we work with. This doesn't mean that companies are not skeptical at the beginning, that they don't ask questions, that they don't also fear, to an extent, the technology, the cost, the unforeseeable events that can happen - but once they are put in the right conditions, they are actually very much willing to go through this shift. And there are two
reasons. I'm not naive - there is definitely a sustainability type of reasoning. I really think there are a lot of companies in transportation that think and want to bring decarbonization to the table, because they do understand that what they do, their service, is fundamental for society, but it does have an impact on the world. So yes, sustainability is a
big driver. And the second driver is: they understand that to become and to remain competitive in a market that is very much cost-driven, they need to distinguish themselves from their competitors. Especially small and medium transportation companies - they have a certain floor to how much they can optimize their cost base, and hence betting on the ability to offer a different service becomes a way to remain competitive in the market. So I would say the acceptance of
the new technology is very positive, and specifically I would say our model seems to be very much answering the needs and questions of transportation companies. Because until now, whenever we had a demand commitment from a freight buyer and then we talked to either their transportation companies or brought in a transportation company to do the job, we never received a decline. In the moment transportation companies are supported - they are given
the asset, they are given the demand - they are very much open, willing, and proactive to operate. And then when they go into operations, they take all the responsibilities. If there are problems, they know how to behave. Obviously, transportation and transport operations is their field, and they become extremely attentive to ensure that the project develops in a positive way so that it can be prolonged, confirmed, and they can also grow their fleet of electric trucks. Nice. Use cases for these
trucks - I mean, there are many: can be long haul, or more the middle mile, or the distribution, in different types of use cases or sectors. What are the most common right now since you started? Which are the typical use cases, if you want to put it that way? Yes, so today, when it comes to where we have deployed trucks, I would say mostly we do what I would call regional distribution or regional haulage. Which basically means the
regional distribution is typically a hub-and-spokes type of operation, so the truck every morning starts from the same hub and then, depending on availability of loads, it would move to different destinations. Or regional haulage, meaning the truck would actually do A to B and then B to A within the same day, every day. The distance can range from - let's say when I look at it - 50 kilometers to 600 kilometers on a daily basis. So if we do obviously only 50 kilometers point to point, we
do multiple point to point, then on a daily basis, we never do less than 300, 350 kilometers, because less than that we've seen is not economically competitive. So we need to maximize the utilization of the electric trucks. And let's say we work across a variety of industries. There are some industries which are a bit more suitable for electrification, especially the industries where we see stable volumes and also return trips. I make an example: the beverage industry is a typical industry where you
bring full bottles on the one leg, and then you return with empty bottles. Those are obviously already efficient loops by themselves. Other industries, FMCGs for example, usually go only one way, and hence we are the ones who have to find an optimization on the return leg. But let's say we do both consumer-facing industries, where the ability of also using the transportation and the green transport as a marketing, as a communication
lever is exploited - so we work with consumer-facing industries, but also with industrial industries where sometimes the contribution of the cost of transport on the cost of the final good is lower than in consumer-facing industries, and hence there is a slightly higher acceptance of a higher cost of electric transport. Got it. In the TCO that you have measured so far and you managed to get
it equivalent or even lower than diesel. I would say it is also here a case-by-case type of answer. We do work in certain setups where we brought to the shipper an optimization together with the deployment of electric trucks. I have one in mind that we are running in Hamburg, where basically we combined loads that were traditionally done by multiple trucks, we put them on one truck, and hence we have reduced the number of vehicles but
also switched to electric vehicles, and we made it TCO-neutral just by basically building efficiency into their network. There are cases where we've been able to switch an operation which is running extensively on the highway and hence we've been able to reach TCO parity. There are other cases where the shippers need to make an investment. So it is very much dependent on how we can design the operations and how the operations have to run, but our objective
is always to close the gap, and the reason is that we do understand that electrification, to happen at scale, has to happen in a cost-competitive manner. We cannot pretend and we cannot foresee high adoption of electrification if moving goods with electric trucks costs 3 to 4 times moving goods with a diesel truck, so we need to come to TCO parity. It is obviously a joint effort. We as Juna have built a model which I very much believe can help steer electrification in that
direction. We definitely need the support of OEMs. We need the cost of their trucks to go down. We need them to take and be more brave on the so-called residual value. We need support from charging players. We need them also to take a risk - not lowering the cost of electricity only when their stations will be full, but also accepting that in order to have the stations full, they need to support on the cost of electricity. And then also we need the shippers to be
willing to sometimes flex their operations - to allow certain efficiencies to happen. Sometimes we need to make certain changes. We need to include the so-called stunt trailers, which basically allows us to do more loads, more shipments, in the same day. So we also need that type of flexibility. It is in essence a bit of an ecosystem play. I do still see that today everyone is working in the right direction, but to increase the speed of adoption, we
probably need also to increase the speed of the work in the direction of TCO parity. Yeah, I don't have it on top of my mind in terms of how much electric truck costs have decreased so far, but batteries have been decreasing in cost tremendously, and the trend is still going downwards. So I'm not sure if you have it on top of your mind as well - what the cost of an electric truck was a couple of years back - and now we're talking 2 to 3 times
when. And it will probably end up less than 2 times, which would be a game changer in that perspective, for example. It's a very fair point. So yes, to answer directly to your question, we've seen a decline in the cost of electric trucks since we started, which was also the first year all OEMs introduced their first electric models. Up until now, I would say we've probably seen, across the board, a 10% to 15% decrease over two years. Is that rate going
to be so quick? I would say there are different perspectives. I would assume it will probably go down in the next 2 to 3 years another probably 10% per year - I think that's possible - and then it will probably plateau. There are different trends, of course, that could potentially accelerate that decrease. One big one is the entrance of Chinese players in the market, and we already see them starting
from 2026 - there are a couple of Chinese players who should basically start operations with their offering in Europe, and we do know that the price point is very competitive. There are a lot of open questions as to what extent their product is competitive, their servicing - so their repair and maintenance - is competitive, but definitely they will put some pressure on European manufacturers to bring truck prices down. So yes, the
The cost decrease is visible and it will continue. I also believe that if we take the experience from the passenger cars, the curve will continue to decrease, right? Because there are economies of scale, economies of learning. It is also true that we're talking about a different technology, so what we need to do is gain scale in the batteries for electric trucks.
Basically, we need more trucks to be pushed into the market if we want those economies of scale to kick in. And in the charging aspect, I also see a lot of tailwinds to reduce costs. I'd be curious, on the one hand, how much the distribution is right now from public to private charging, so depot charging, and how do you expect this to develop for these use cases? And second - and that's something that we are here at RiDERgy also
very passionate about - is how to make the flexibility in energy usage an asset to reduce costs: charging when spot markets are very low cost, both in public chargers and private chargers, but also, if you have a depot, the opportunity to install solar, trying to maximize that energy and supporting the grid. All these aspects - bidirectional charging, selling energy from these batteries when they are parked - I think can also decrease the cost a lot. How do you see
that? Yeah, so when it comes to the split, if I look at the June experience, today we are relying to a great extent on public charging. I would say roughly 60 to 70% of our trucks charge on public stations. The reason is that of course there is a cost of electricity which is higher when you charge publicly, but the speed at which you can deploy electric trucks is different because you don't have to wait for the infrastructure to
be ready. Sometimes the grid power is not there, so exactly. When you go with public charging, you can act faster, and especially when you initially deploy a limited number of electric trucks there is no real limitation in using public charging. Today - I was mentioning at the beginning - we have a very interesting case which runs in Hamburg where we have 5 electric trucks deployed with 1 shipper and 1 carrier, all charging at the public charging infrastructure station without any
problems, because in the right setup I would still say that when you find the right charging station for the right project, usually the capacity is available. Now, will this change going forward? Yes, of course, because I do expect that more electric trucks will enter the market, and the speed at which electric trucks can enter the market is faster than the speed at which we can deploy infrastructure. So yes, we need to also rely on depot charging, because
depot charging would also help efficiency - it would help to take the right trade-off between, for example, slow overnight charging and fast charging during the day or during operations, and slow charging when there is a break. Moving forward, I've heard and read different numbers. I do believe depot charging will play an important role depending on the type of operations. Depending on whether we're talking about regional or long haulage, it can account for anything between 40
and 60%, because of course it is highly reliant on availability of a depot at the end of the operation - the trucks need to run close to the depot and need to return back to it. And do they all have a depot? That's an interesting question as well: do most transportation companies have enough capacity to install chargers at their depots? That's one point. Do they have the depots? Are the depots located where they run the
trucks? Sometimes transportation companies run trucks kilometers away from their depot, and hence the trucks do not go back to the depot. Makes sense. It is also true that within the bucket of depot charging, you can also consider the chargers that shippers are now building at their warehouses. Definitely, depot charging will play an important role. Today it is also playing an important role. We work with a number of transportation companies who are making the investment, and we definitely see that
this investment pays off if the infrastructure is well designed, is the right size, and is also used efficiently. Going back to your point on, for example, dynamic charging and bidirectional charging - those are definitely concepts which are extremely important in the industry. I would think that's where you build the value as a charging player: the software part, the ability to build an infrastructure which is not only the charger connected to the grid, but also placing a battery, adding
PV, and then managing all the different assets through the charging management systems. Today what I see is that the industry is catching up on that point. For example, in public charging, dynamic pricing is not yet a thing, and hence CPOs are designing pricing strategies to cover the highest cost, because they cannot foresee the demand and cannot yet do dynamic pricing the way they would like to - but I know that
They are all working in that direction. So I'm confident that not only infrastructure will become more available, but also that the way infrastructure will be used and optimized will bring down the cost of energy. That makes total sense. And one point you raised as well, that I at least in my conversations get often, is: "We cannot use public chargers because it's not reliable." But you seem to suggest that from experience you don't see any uptime jeopardization if you have to rely on public
chargers - they're usually usable, right? You don't need to reserve them. The ability to reserve them is often also mentioned. How do you look at that? Yeah, it's a good point. Reservation is definitely a hot topic in the industry. I would say today, from experience, it's more of a psychological point and not an actual point, meaning we often hear shippers or freight buyers, but even transportation companies, asking: "What if the station is occupied? What if it's not available?" In most of
the cases, this is not going to happen. And anyway, when we design a project, we always check with the charging point operator to what extent that station is usually occupied given historical data in certain windows. So yes, it is something that we take into consideration - availability - but today I would say booking is probably not needed given the number of trucks on the road. In the future it will be needed, especially on certain operations where being on time is extremely important. Think about e-commerce. Think about
automotive. So we are definitely also collaborating with CPOs to ensure that they get our input when it comes to building slot booking systems. But as a general concept today, it's probably not the bottleneck in charging. When it comes to reliability of public chargers, I would say our experience is that CPOs - especially, I can only speak mostly for the truck stations - are on average extremely reactive and extremely fast if we signal that one of their stations is
not working. There is obviously a big reputation game here, because the moment your station is not working - with a passenger car you can maybe move a few kilometres or change the socket because you have multiple options available - with trucks this is not the case. And if you have a bad experience, you probably won't go back to that station. Hence I would say I can see that there is a strong effort from
CPOs, and so far we haven't been experiencing problems with the quality of charging points. Well, that's very good. And what about residual value? You mentioned it as a side note. What's the risk there? Do you bear the risk, the transportation company, the OEM? And battery lifetime is also always a topic. Yeah, so in our model, and also how I see the industry moving, residual value is something that either stays in
the hands of the OEM - so typically this would happen if we have a leasing arrangement, or in our case with our e-truck-as-a-service model, we take back the truck at the end of the assignment, so we bear the residual value risk, but then we have agreements with the OEMs - or the other way would be companies buying electric trucks and then having the residual value on their books. I think the industry will move in
a direction where residual value will stay with the OEMs. So basically the e-truck-as-a-service model will become the main model, where the ownership of the asset stays in the hands of the OEM - or in this case of Juna, and Juna has an agreement with the OEM. Because there is a value in the asset once it goes back, which is higher than the residual value that used to exist for diesel trucks. Diesel trucks in the end are iron, if you want to simplify
extremely, so once they go back the actual value is quite low, quite limited. When a battery goes back - meaning at the end of the life of a truck - the battery still has 80% of its capacity. Below 80% it is unfortunately no longer suitable for transportation; it becomes unreliable. But it can be used for other applications - think about storage - which basically means there is a certain
value for OEMs to keep and retain ownership of the batteries, because they can monetize them in other applications, while transportation companies would not be able to do so because they play a different game and it would be difficult for them to specialize in this circularity game as well. So my view is that OEMs would want to keep the value of their assets at the end of their lives - they basically want to
retain this residual value risk. Now, where I do see potential to improve is the ability to price the residual value correctly and in a more aggressive way. Today, due to limited experience and the limited number of trucks, all these buyback agreements tend to have a rather low residual value because it's a very conservative one. This means that the cost of what is paid in terms of the truck covers most of it, so
the delta with diesel then becomes even larger. And what we are doing, for example with Scania - which is very interesting - we are cooperating with one of their teams who are basically responsible for understanding how residual value changes depending on the operations of the trucks. So they have not only capabilities in understanding trends in the battery markets, but also capabilities in understanding how the battery is depleted during operations depending on the type of operations. So we're
Working with them to ensure that basically we can do two things. One is we can take more risks on the residual value, but also - and this is specifically interesting for Juna - we can build a bit of a more flexible pay-per-use, even more flexible, because if you use the trucks in a certain way and you are saving a residual value, then you can also give back or reduce the price to the customer because you have more battery that you can use in
other applications later on, further down the line. Another cool thing that we are thinking about at RiDERgy as well is to combine charging with energy optimization and battery lifetime optimization, so you can do a lot of things if you work with the battery chemistry. Considering battery chemistries - if you look at the C-rates or the temperatures of the cells and consider what's the current temperature, what's the C-rate or the SOC - you also have operational charging strategies that you can run and you can then
prove that it affected the battery in a positive way and therefore also improved the residual value. That's super cool. Yeah, it's super cool, and I think there are a lot of things which are going on in that vertical, if you want. Of course we are helping - meaning we try to put trucks on different types of operations, learn from those operations, and then understand which operations are the most efficient, also when it comes to extracting
value from the batteries. I think we're still at the very, very beginning here, but I see so much progress and it's such an interesting field that I'm very much looking forward to seeing what else can be done in the space. And I've seen on LinkedIn and on social media that you're generally one of the key projects you were talking about with Gruber Logistics. Maybe you can share a few more details on that one. It's an interesting one, meaning Gruber is
not the typical customer that we serve because it's a rather large transportation company. They usually buy trucks and make investments, and they've also done that in the space of electric. Where it was an interesting discussion with Gruber is that when we got in contact, they needed some additional capacity for some assignments which were rather short-term. So they did not want to take the risk of buying assets, only knowing that those assets
would have had a limited assignment. Also, one of the discussions I remember having with Gruber was that, yes, they are a large company and by now they also have a lot of experience in electric transport, but back then they said that when they look into electrification, they are also in a way a small company - they also have only a few units - so they also need the type of support, but also the type of sparring partners to help them grow
faster. Hence, we decided to deploy a few units together, to basically give them the ability of answering that short-term demand they had from a customer. It was a very fruitful and interesting discussion. We had trucks in operation for some time. Now we are discussing how to potentially increase the cooperation further, and in general, talking to those companies who are traditional logistics companies but are so much on the
front row when it comes to electrification is always refreshing, because it helps us to understand how to even more precisely shape our value proposition to help the transition happen. Yeah, and on that note, there is Electro Trucker and the Nano Jansen company. What's your view on those types of companies and their story? Similarly, I would say those are very positive stories. As I said, I feel refreshed
when I see traditional companies embracing the change and also taking risks. Obviously they have a strategy which is different from utilizing Juna - they buy assets and take their own risks - but I think those are such great stories because they really show how the industry is proactively trying to embrace this change. And to be fair, those are good and successful use cases, and the more we can spread the good and successful use cases, the more I think we can turn the narrative
that electrification is not happening, that it is too expensive, that it is too complex. We can gather the positive attention from the players in logistics but also from the regulators, and I think that would eventually just speed up the process. Yeah. You are Italian, now living here in Germany, and Juna serves German companies. How do you look at countries to enter and geographies to serve, and which ones have better policy and regulatory incentives? What are the factors where you decide, OK, now we enter that one? I think China is number one - is that even a market, or how do you consider it?
I would love to open an office in Italy, maybe somewhere in the south of Italy - I'm just joking, I think it's not going to happen in the short term. On a serious note, we see ourselves as a European player, so for the time
being we don't foresee anything outside Europe, and we believe Europe is a big enough market, with a big enough challenge, that we would have more than enough here to do. How do we look at different markets? Today it's a combination of elements. Our North Star is always the so-called TCO parity. What we usually do is two things. On one hand, we take what we see as the freight rates - so how costly
is to run diesel in a given country. Usually we use either the cost per kilometer when it comes to the more medium-long distance, or the daily rates for the very short distance, and then we make our own business case when it comes to what would be the equivalent if we were to run electric trucks. And so yes, we take all the elements into consideration: basically the cost of the trucks, the service, cost of electricity, cost of tolls
so we take all the cost inputs. And that helps us with the business case, and then we look into infrastructure. How well developed is infrastructure, what are the plans from the CPOs to build infrastructure. And then last but not least, we look into whether we already have potential partners or customers that we can, let's say, work together with to find the first business cases, to then launch the operations starting with concrete businesses and not only with, let's say, the cost of a new legal entity.
So yeah, the cost, the infrastructure, and the business development opportunities. For electric trucks it's similar to passenger vehicles in terms of electrification rate in Europe, where the Nordics and Norway are the most advanced, then the Netherlands, and then the UK, and then the more southern you go, the less they are. I would say generally that's the case, which is also a bit unfortunate because again, I'm Italian. I would love to see, let's say, a lot of electric trucks in Italy. But that's
the case. I think obviously the two things are connected, right? The more people are acquainted with the technology, with electric technology on a personal level, the less scared they are when it comes to adopting it also for business. So totally, yes, we see the Nordic countries driving the shift, then we have, say, Central Europe, where I would say Germany did a great job, although lately has been lagging a little bit because Germany used
to have a very
- it was a very big incentive scheme. I mean, it's debatable if the way it was built was the most effective and efficient one, but it was definitely a very interesting incentivization scheme. France now is coming up quite strong because the cost of energy is very low, mostly driven by nuclear, and then unfortunately we have Southern Europe lagging a bit behind. I would say the Nordics are probably going through their 3rd wave of electrification when it comes to business. Central
Europe is probably the 2nd, Southern Europe the 1st. Makes sense. And so you have a quite unique model. Nevertheless, in every attractive market there are competitors. One that I think I know is Einride. What would you say is your USP compared to competitors? Yeah, it's a very interesting point. So Einride is also a very interesting story, super successful business. They are more of a transportation company, meaning they also do transport operations and they also own a fleet. So to an
extent, yes, we are competing with them on several customer discussions. They could also be a competitor, they could also be a customer of ours, they could also, you know, take trucks from us. But let's say in general, the more traditional competitors would be rental companies or OEMs that basically can only provide assets. Now what we do, which is different - and sorry, by the way, there are also more, let's say, e-truck-as-a-service companies
that also have a pay-per-kilometer type of offering that are emerging in different markets. In Germany we have a couple of big examples and then there are other smaller examples across Europe. In general, what is our truly unique point is this utilization element. There are no players in the market who, let's say, have a Sennder behind them. Sennder was, if you want, the partner to kick off such a model. Today we don't only gather
utilization from Sennder. We work directly with other shippers, freight buyers, and logistics service providers who give access to their utilization. So Sennder is still a super important partner to us, but now we are on our journey to be basically fully independent, and of course we will still serve carriers with utilization from Sennder, but the idea is that basically we have multiple Sennders in our portfolio. And this element is something that no one else has in the market, because
models such as Einride, they would also be the transportation company. So either they win the transportation contract or they will basically not electrify a specific project. We don't have to win the transportation contract. For us, we are agnostic as to who the transportation company operating is. We can sell with our model to any type of transportation company. We would help them to find utilization - we would talk to the freight buyers to identify the utilization, and then the freight buyer can decide what transportation
company they want to give the transportation contract to. We will work with them to enable electrification. Understood. And looking at the future, what are the things that excite you most in, let's say, the near term for Juna, and more medium-to-long term in terms of technology, like for example autonomous driving or other things that might affect it? Yeah, I would say in the short term, to me the most exciting element is - I mean, it goes without saying - basically scaling Juna and scaling the
team and the company to a size which I can be proud of. I'm very much proud of the size we are at now, but of course it's a drop in the ocean and I would like this drop to basically become bigger and bigger. So I'm very much focused on understanding how can I and the team with me improve the business model. How can we also ensure that our business model and what we offer remains
very much relevant, considering that the industry is a very dynamic one. It will go through different iterations. Cost of the trucks will go down, infrastructure will be built. So what will be the hardest challenge, and how can we, in this dynamic and ever-evolving scenario, remain relevant and keep our competitive advantage? So that is my focus, and I would say for the short to medium term, it's enough, because things are moving so quickly that it's really the ability of talking
to customers, getting their feedback, iterating with the team on what can be developed from a commercial model and from a technology model, and then bringing that to implementation. Long term, I do still think that electrification is to an extent a long-term journey, because if we look at the numbers and the estimations, by 2030 the estimation is that one third of newly sold trucks will be electric trucks. So
it's still one third by 2030. To arrive at 50% and then 60%, and so on and so forth, will take a lot of time. So I would say long term there is still electrification as a big topic, but of course the next wave will be autonomous. It is something that I think will take another 5, if not 10 years to become very much relevant, but it's always hard to predict such a technology shift. They can
happen much earlier, depending on how not only technology but especially the regulatory setup will evolve. So I think logistics in general, transportation in general, is such a dynamic industry that it's a good industry to be in. It's a good industry not to get bored in, and to always be thinking about what is the next transformation, what is the next thing that will disrupt the dynamics, and how can, in this case, Juna remain relevant and maybe even rethink
their business model to potentially even address autonomous at some point. Yeah, fascinating. And as a last message for listeners, do you have anything special you would like to leave them with, and how can people reach out to you in general? Well, what I would like to leave with the listeners is a way to get in touch with us - both if they are interested in the first person in adopting electric trucks, if they're transportation
companies, or partners working in electrification who might see a connection with Juna, with the Juna model. In general, I'd say it is a systemic space, so we are always not only looking for customers but also partners. Definitely visit Juna.com or even reach out directly to me on my professional email address, which is matteo.oberto@juna.com. I would be very happy to pick up a conversation - but even enthusiasts in the
industry who might be a bit less involved from a personal perspective, but would be curious to discuss these topics more - maybe they have good ideas. I personally am very much open to discussion, because it's a topic that fascinates me beyond office hours. So definitely reach out to us - not only to me, but to
the full team. I think we are a great group of passionate people and we are happy to discuss electrification. Yeah, I could feel the passion. Thanks a lot, Matteo, and keep on trucking. Thank you very much. What I appreciate most about this conversation is how concrete it stayed. Matteo doesn't frame electrification as a hype cycle. He frames it as a logistics equation. If you cannot secure reliable utilization, predictable charging, and an economic model that carriers can trust, you do not have
an electric trucking rollout - you have a demo. We covered the mechanics behind that equation: why depot charging is often the anchor, when public charging can work, and how semi-public shared stations can unlock scale by serving multiple logistics players. We also touched on the hidden commercial layer - subscriptions, pay-per-kilometer thinking, and the uncomfortable but essential topic of residual value and how battery performance over time shapes financing and risk. Before you go, three lines from this episode worth keeping in mind: electrification needs demand signals, not just vehicles;
infrastructure is not only a build-out problem, it's an operations and access problem; and the winners will be the ones who package trucks, charging, and commercial structures into something a carrier can run with confidence. Thanks for listening and keep on trucking.
Notizen zur Folge
Episode Overview In this episode, we sit down with Matteo Oberto, CEO & Managing Director at JUNA, to unpack how electric trucking can scale today - not in theory, but in real operations. From Matteo’s journey through consulting at Boston Consulting Group and strategy leadership at Sennder, to co-founding JUNA with OEM partner Scania, this conversation dives deep into the mechanics of making e-trucks commercially viable. Key Topics We Cover - Why utilization - not just technology - is the real unlock for electric trucking - How JUNA’s subscription & pay-per-kilometer model reduces CAPEX risk for small and mid-sized carriers - Designing routes, charging strategies, and operations that close the TCO gap with diesel - Public vs. depot charging, and why early scaling relies heavily on public infrastructure - Residual value, battery second life, and why OEM partnerships matter - Where Europe is leading (Nordics, Germany, France) and where adoption is just starting (Southern Europe) Why This Conversation Matters Matteo explains why electrifying freight isn’t mainly a battery problem - it’s an ecosystem problem. Electric trucks only work when demand, routing, charging, financing, and operations are designed together. JUNA’s model flips the traditional approach by starting from shipper demand and guaranteed utilization, then wrapping technology and financing around it. The result? Small transport companies - often with fewer than 10 trucks - can adopt electric vehicles without betting their balance sheets. It’s a pragmatic, scalable path toward decarbonizing road freight across Europe.