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Smart Charge · 14 May 2025 · 54 min

Ep. 12: Einfach selbst Energieversorger werden – Florian Henle über Polarstern, Purpose und die Energiewende - Wirklich

Transkript

Aus einem maschinellen Transkript bereinigt. Übersetzungen sind maschinell erstellt und können Fehler enthalten.

Welcome to the Smart Charge by RiDERgy Podcast. This is Claudio Geyken, Founder and CEO of RiDERgy. This is your show to learn about all things energy management and smart charging innovation for electric vehicles and fleets.

Willkommen zu einer neuen Folge von Smart Charge. Heute nehme ich euch mit nach München, mitten ins Büro eines Energieversorgers, der vieles anders macht: Polarstern. Ich bin auf Florian Henle und sein Team gestoßen, als ich auf der Suche war nach Energieversorgern in Deutschland, die wirklich konsequent nachhaltig, innovativ und unternehmerisch denken. Was ich gefunden habe, ist ein Unternehmen, das nicht nur mit 100 % Ökostrom und Ökogas überzeugt, sondern auch ein echter Anwender der Energiewende ist – mit Mieterstrommodellen, Wasserstoffprojekten und intelligenter Ladeinfrastruktur. Florian ist Mitgründer und CEO von Polarstern.

In unserem Gespräch erzählt er, wie er mit seiner Frau gemeinsam gegründet hat, warum sie sich bewusst gegen VC-Geld entschieden und Polarstern komplett bootstrapped aufgebaut haben, und warum sie am Ende einfach selbst Energieversorger geworden sind. Jetzt aber direkt rein ins Gespräch, aufgenommen vor Ort im Polarstern-Büro in München. Okay, Florian, schön, dass wir hier sein können und dass du mich hier im Büro willkommen heißen kannst, hier mitten in der Stadt München. Wie geht's dir heute? Gut, die Sonne scheint, du bist hier,

Claudio, also passt. Super. Ja, wie ich immer gerne anfangen will: Kannst du die Zuhörer ein bisschen abholen, was dein Hintergrund so ist? Du kannst gerne ausholen, wie du es gerne haben willst, bevor wir so richtig in die Themen einsteigen. Ja, ich schau mal, dass ich es schön auf den Punkt bekomme, weil wenn Leute immer so viel von sich selber reden, wird es auch oft sehr, sehr lang. Aber ja. Also ich bin der Gründer von Polarstern. Und ich bin auch glücklicher Vater von drei

Jungs, und das sowohl die Jungs als auch Polarstern seit 15 Jahren. Also mein erster Sohn ist gleichzeitig mit Polarstern auf die Welt gekommen, im gleichen Jahr – zwei Babys auf einmal. Genau, zwei Babys auf einmal. Und beide entwickeln sich hervorragend, was auch schön ist. Ja, und vom Hintergrund vielleicht noch so ein bisschen: Ich bin Betriebswirt. Ich habe internationale BWL studiert, in Cambridge und in Landshut, und war dann erst in der Schweiz. Ich habe dort ein Cleantech-Startup mit aufgebaut und

bin dann nach acht Jahren – Fernbeziehung war es auch mal genug – und die Familie stand an. Da bin ich nach München zurückgekommen, da war meine Frau die ganze Zeit. Du bist Münchner auch? Ich bin nicht Münchner. Ich bin im Norden von Bayern aufgewachsen. Aber meine Frau war schon viele Jahre hier. Ich bin viele Jahre zwischen der Schweiz und München gependelt, und irgendwann war es dann genug. Und ja, dann hatte ich die Chance, hier über Freunde in diesen Gründungsenergie-

Babel, kann man sagen, hier reinzukommen. Der ist in München relativ stark. Das weiß man nicht so. Es gibt eine starke Gründerszene und vor allem eine sehr energielastige Gründerszene. Und ja, so im Wesentlichen kam ich dann auch zu Polarstern. Hab meine Mitgründer kennengelernt und alles andere ist Geschichte. Interessant. Und wie war das, die erste Gründung? Kannst du da noch ein bisschen ausholen, wie du dazu gekommen bist, vor der allerersten Gründung? Genau, da in der Schweiz. Ja, da war ich der erste Mitarbeiter. Das Unternehmen habe ich nicht gegründet, da war ich

der erste Mitarbeiter. Und wir haben Hochleistungsschmierstoffe auf Basis von ganz speziellem Sonnenblumenöl entwickelt, für die Industrie – Hydrauliköle, die sehr energieeffizient sind und auch biologisch abbaubar. Interessant. Und wie kamst du dann zur Energiewelt? Was hat dich da sozusagen den Weg geführt – das ist ja ein bisschen weiter weg, zwar Klima, aber die Energiewelt. Wieso hast du dich dafür entschieden? Tatsächlich hatte ich da schon immer Kontakt zur Energiewelt, weil wir haben die Hydrauliköle auf der einen Seite über die biologische Abbaubarkeit verkauft, aber auch über die Energieeinsparung.

Und wir sind da wirklich zu den Unternehmen reingegangen und haben zum Beispiel bei Kunststoffspritzgussmaschinen gemessen, wie viel Energie die tatsächlich brauchen – mit einem mineralischen Öl und eben mit dem HiC Sunflower, so heißt das Öl. Und so kam ich wirklich schon viel näher ran an: wie viel Energie braucht überhaupt ein Unternehmen, was für krasse Kosten da sind – und kam da immer so ein bisschen näher ran. Cool. Ja. Und dann? Wie kam es dann zur Idee, letztendlich, Polarstern

als Firma? Und da noch mal so ein paar Hintergrundgeschichten. Ja, klar. Also Polarstern, wie es heute dasteht – das war nicht unsere Gründungsidee. Unsere Gründungsidee war ganz anders getriggert. Die kam aus dem Gasmarkt. Weil, wenn du – du kennst ja Ökostrom. Ja. Und genauso: Ökostrom kann jeder beziehen, relativ easy. Aber Fakt ist, dass vom Energieverbrauch eines privaten Haushalts etwa 20 % Strom sind und 80 % Wärme, weil im Winter heizen wir, und es ist viel mehr

als wir über die Lampen oder sowas verbrauchen. Und es gab, als wir vor 15 Jahren angefangen haben, kein vernünftiges Produkt im Gasmarkt. Du konntest zwar Ökostrom beziehen – gut, da konntest du 20 % deines Verbrauchs irgendwie nachhaltig gestalten. Aber für den Rest musstest du nach wie vor Erdgas beziehen. Und da haben wir uns den Ökostrommarkt als Blaupause genommen und haben ein Gasprodukt entwickelt, also Biogas-Herkunftsnachweise, und das haben wir vom TÜV zertifizieren lassen. Diese Biogas-Herkunftsnachweise wollten wir an andere Energieversorger verkaufen, genauso

wie es mit Strom-Herkunftsnachweisen geschieht. Dummerweise wollte die keiner haben. Die haben zwar gesagt: Wieso? Ja, super, erst seit langem mal wieder eine echte Innovation hier im Gasmarkt. Aber dann hieß es genauso auch: Wir gehen mit der Zeit und nicht vor der Zeit. Und da musst du halt überlegen. Als Gründer – ich mein, du bist ja selber Gründer – was machst du jetzt damit? Und wir haben halt gesagt: Okay, wenn es die anderen nicht haben wollen, na gut, dann gründen wir unseren eigenen Versorger. Und wenn wir Gas

machen, was auf der Hand lag, machen wir natürlich Strom genauso mit. Und so ist Polarstern entstanden. Ja, interessant. Da habe ich auch schon mehrere ähnliche Geschichten in der Energiewelt gehört, wo Gründer dann das gleiche Problem haben. Ich glaube, Octopus oder andere, die man so kennt, hatten das. Also Mobility House fällt mir auch noch ein – die, die auch meinten, sie haben versucht, ihr Produkt an die Energieversorger zu verkaufen, und irgendwie wollten die das nicht. Okay, dann machen wir es halt selbst. Und war das ja vielleicht noch

was zu ergänzen? Nee, ich wollte fragen: War das schon eine mutige Entscheidung, in den Wettbewerb zu gehen? Und wie waren da die Meilensteine? Wie habt ihr dann die ersten Kunden überzeugen können? Also, erst mal haben wir eine Website gebaut. Und dann haben wir gesagt: So, jetzt ist sie online, und dann rennen uns 10.000 Kunden die Bude ein. Dem war natürlich nicht so. Also wir waren da auch so wie die meisten Gründer – und obwohl ich es ja schon wusste, trotzdem vielleicht am Anfang zu sehr produktfokussiert.

Ich sage: Hey, wir wollen das perfekte Produkt haben – und dachten, dann verkauft sich das schon. Und dem war natürlich nicht so. Und deswegen: ja, die ersten Kunden – wer war das? Freunde, Familie. Wir haben sie mühsam auf der Straße, teilweise sogar hier in München, beim Marketing akquiriert. Ja, genau, das haben wir tatsächlich auch gemacht. Alles probiert. Kennst du diese Hochdruckreiniger mit den Schablonen, wenn du sowas auf dem Boden fräst? Das alles haben wir gemacht. Alles, was man so mal mitmacht.

Und Stück für Stück kamen dann schon tatsächlich auch die Kunden. Und wir haben frühzeitig auf einen Multichannel-Ansatz gesetzt, sehr online-lastig. Damals war das noch innovativ – von 2010. Ja, genau, 2011. Gegründet 2011. Schlussendlich zwei Jahre dauert es, bis du so ein bisschen Fuß fasst. Und da waren soziale Medien – Facebook war noch echt fancy. Wir haben von Anfang an sehr direkten Kundenkontakt gesucht und machen das bis heute noch so. Also unsere Kundinnen

und Kunden – wir sind noch immer sehr greifbar. Und dadurch ist es uns auch gelungen, eine starke Glaubwürdigkeit aufzubauen. Und jetzt werden wir vor allem von zufriedenen Kunden weiterempfohlen, neben dem ganzen anderen Marketing-Mix, den man so als Energieversorger braucht. Und Polarstern – der Name. Was ist da der Hintergrund? Wir haben ein paar Kriterien gehabt, und dann ist schlussendlich Polarstern rausgekommen. Ein Kriterium war: Wir wollten einen deutschen Namen. Wir wollten einen Namen, der für sich spricht und der nicht so generisch ist, wie es oft bei den ganzen Startups ist. Und dann war da noch der Anspruch: Es sollte vielleicht noch eine Assoziation mit dem Produkt haben

und vielleicht sogar mit uns. Und schlussendlich ist es uns, glaube ich, gelungen – ich finde, es ist ein schöner Name. Es ist offensichtlich ein deutscher Name, hat einen gewissen Wiedererkennungswert. Der Polarstern ist der Richtungsweisende. Wir sind viel in den Bergen,

outdoor unterwegs. Der Polarstern ist der Kompass am Himmel, er ist richtungsweisend. Und das ist genauso unser Anspruch. Also insofern steckt da noch ein bisschen mehr Sinn dahinter, wenn man möchte. Und ein Stern ist ja auch Energie. Ja, schlussendlich. Und deswegen passt es eigentlich ganz gut. Natürlich interpretieren die Leute nicht das Gleiche hinein – manche denken an eine Modemarke oder so was. Aber ich finde es nach wie vor schön. Und die Mitgründer, die du dann – wie fandest du das? Es ist ja nicht immer trivial, jemanden zu

finden, dem man vertraut und mit dem man dann so einen großen Schritt zusammengeht. Kannst du da auch ein bisschen erzählen? Ja, tatsächlich wurden wir mehr oder weniger verkuppelt von einem gemeinsamen Freund. Und das war dann auch kein Beschnuppern – so war es nicht. Aber es hat dann tatsächlich ganz gut geklappt. Und die ersten Kunden hast du erzählt. Wie schaust du denn auf den Markt, oder wie hast du damals auf den Markt geschaut, um dich zu differenzieren? Der Energiemarkt – da

gibt's ja viele Player. Was waren denn die Kernhypothesen, mit denen du dann letztendlich erfolgreich wurdest? Die Meilensteine am Anfang, und vor allem die Anfangshypothesen, die sich dann auch in gewisser Weise bewahrheitet haben. Naja, ich weiß nicht, ob die Anfangshypothesen sich so bewahrheiten – das wäre natürlich schön, wenn es immer so linear wäre. Aber ich glaube, was sich wirklich wie ein roter Faden durchzieht und was eigentlich – und das ist schon

die Kernhypothese – ist: Wir wollten eine Marke aufbauen im Energiemarkt. Eine nachhaltige, glaubwürdige Marke. Und ich glaube, das ist uns als Polarstern gelungen. Nachhaltig und glaubwürdig heißt, du musst transparent sein. Du kannst keinen Blödsinn verkaufen. Du musst faire Preise haben. Du musst einen hervorragenden Kundenservice haben. Deine Technologie muss funktionieren. Und du musst für klare Werte und klare Produkte stehen. Ich glaube, wir sind in dieser Schnittmenge: Wir sind wirklich klar nachhaltig – wir machen ausschließlich Erneuerbare, auch beim Gas. Das macht sonst keiner. Wir

sind nach wie vor 100 % Ökogas auf Basis von Reststoffen. Wir haben 100 % Ökostrom. Alles, was wir machen, außer in der Mobilität oder auch Mieterstrom, ist immer wirklich 100 % nachhaltig, aber trotzdem auch mit einem gewissen technologischen und richtungsweisenden Anspruch. Verstehe. Und die 100 % Nachhaltigkeit – vielleicht kannst du da ein bisschen mehr ins Detail gehen. Ihr betreibt ja auch Anlagen. Kauft ihr die ein? Wie kann man sich das vorstellen? Sowohl als auch, also wie die

meisten im Energiemarkt. Du hast dann kein Single Sourcing, sondern diversifizierst natürlich dein Portfolio ein bisschen. Also wir produzieren mittlerweile fast 15 % der Energie selbst, in eigenen Anlagen. Und ansonsten kaufen wir aus Windkraft, aus PV-Anlagen, aber auch aus Wasserkraft unseren Strom am Markt ein. Und die Kampagne – vielleicht kannst du auch da ergänzen, wie das zu interpretieren ist. Das ist dann wahrscheinlich das, was du gerade gesagt hast. Aber man sieht die überall

hier im Büro und jetzt bei dir auf dem T-Shirt. Für die, die es nicht sehen können – das ist der Nachteil beim Podcast, man hört nur. Das ist genau das, was ich meinte mit dem Markenkern, mit Haltung. Ich finde, als Mensch ist es wichtig, Haltung zu haben, für gewisse Dinge zu stehen. Aber das kannst du genauso auch als Firma, als Unternehmen. Und das ist wirklich unsere Haltung. Unsere Vision und Mission ist, mit Energie

die Welt zu verändern. Und das bewusst auch mit diesem Doppeldeutigen. Und das, was wir machen, ist halt kein Bullshit, sondern das ist wirklich – da lehnen wir uns aus dem Fenster, das ist eine Haltung. Also unsere Produkte heißen ja auch so: Die heißen wirklich Ökostrom, wirklich Mieterstrom, wirklich Ökogas. Das heißt: Hey, das ist das Wirkliche, das Echte. Und das zieht sich halt wirklich durch alles durch, und tatsächlich auch schon seit Anfang an. Das ist

sicher schon mindestens 12 Jahre alt oder so. Aber es funktioniert für uns gut und ist halt auch wirklich Teil unserer DNA. Und die anderen – wie ist dein Blick auf den Markt? Ich bin ja mittlerweile relativ lange begeistert von der Energiewende, verfolge sie seit 2004 und dementsprechend auch die Entwicklungen. Man muss ehrlichweise sagen, dass die meisten traditionellen Energieversorger sich anfangs eigentlich gegen die Energiewende gestellt haben. Zumindest ist das meine Wahrnehmung, dass die 5 % der Erneuerbaren schon als so unmöglich gesehen worden sind

von den traditionellen Playern. Und dann irgendwann kam in meiner Wahrnehmung auch die Zusage der Großen, und plötzlich waren alle grün. Und wie schaust du darauf, wenn du sagst, ihr seid wirklich grün – im Vergleich zu den vielleicht traditionelleren Playern? Wie würdest du sagen, dass die nicht wirklich grün sind? Das ist so – du kannst auch zu McDonald's gehen und einen Salat essen. Das ist eigentlich die kurze Antwort darauf. Nicht wirklich grün ist, wenn ich nach wie vor

auch fossile Energie in meinem Portfolio habe, weil es braucht es nicht. Es macht vielleicht das eine oder andere leichter, das ist richtig. Aber wenn ich es wirklich ernst meine, dann verkaufe ich halt auch keine fossile Energie mehr. Und das beispielsweise – wirklich heißt auch, wenn ich jetzt Ökostrom anbiete, dass ich mit jeder Kilowattstunde, die du von mir beziehst, auch erneuerbare Anlagen fördere, wo die Kunden wissen: Hey, ich ändere auch was am Markt. Wenn ich jetzt bei Polarstern Strom beziehe, dann

ändere ich etwas an diesem gesamten Strommix, weil die bauen neue Anlagen. Die garantieren mir das. Die verteilen nicht nur um. Also solche Sachen – und bei Polarstern: Mit jedem Kunden bauen wir ja auch Mikrobiogasanlagen in Kambodscha und PV-Anlagen in Madagaskar. Das heißt, das ist Energiewende weltweit. Wir bringen die Energiewende bei uns, wir bauen hier zusätzliche Kapazitäten, wir bauen sie aber auch weltweit. Und genau das ist halt ein Unterschied zu: Ich kaufe mir irgendwo Ökostrom von irgendeinem Versorger oder Discounter, der mal da ist

und mal nicht da ist und der einfach nur irgendwo billige Zertifikate kauft, aber ansonsten nichts an der Gesamterzeugung, an dem gesamten Strommix ändert. Wie ist dein Blickwinkel auf die Zertifikate? Da gibt es ja auch billige und gute. Kannst du vielleicht auch die Zuhörerschaft, die sicherlich von Zertifikaten mal gehört hat, aber vielleicht nicht so gut durchblickt wie du, mal abholen? Also grundsätzlich muss man sagen: Zertifikate, auch Herkunftsnachweise genannt – das ist dasselbe –, sind extrem sinnvoll. Ein Zertifikat an

sich ist nichts Schlechtes. Das Thema ist: Was macht man denn damit? Und wo kommt es denn her? Wie wurde es erzeugt? Und das ist natürlich erst mal für die Kundschaft auf den ersten Blick schwierig zu

differenzieren oder zu verstehen. Was ist denn gut, was ist schlecht? Ganz einfach: Ein Zertifikat ist quasi eine Nachweisführung, schlussendlich um zu zeigen: Hey, wo kommt denn der Strom her, aus welcher Anlage kommt er? Wenn es ein gutes Zertifikat ist, weiß ich genau, aus welcher Anlage der Strom kommt. Dann kann dir der Versorger auch sagen: Hey, pass mal auf, wir beziehen beispielsweise die Wasserkraft hier vom Kraftwerk Wasserburg am Inn – so wäre es bei uns der Fall. Kann ich dir nachweisen. Kann ich

dir zeigen, wenn du irgendein, irgendeinen Schrott kaufst, dann ist es nicht so leicht nachzuweisen. Dann wissen es die Versorger auch teilweise gar nicht. Also, das ist so der erste Punkt. Und wenn man noch ein bisschen sicherer sein möchte, dann schaut man halt: Hey, ist das Unternehmen zertifiziert? Also beispielsweise beim Grüner-Strom-Label. Interessant. Und wie ist deine Vision? Also, wir sind ja jetzt in Deutschland bei 60 % erneuerbare. Wie schaffen wir es, auf 100 % zu kommen? Und hast du da Vorstellungen, wie wir da hinkommen?

Ach, weißt du. Wir führen immer diese Diskussionen. Und es war auch das, was du vorhin gefragt hast mit den Energieversorgern. Die weigern sich. Wir führen immer Diskussionen: Ist das möglich oder ist was nicht möglich? Fakt ist: Wir haben alles, was wir brauchen. Wir haben die Technologien. Wir wissen, wie es geht. Ja, auch eine 100 % erneuerbare Welt ist möglich. Auch wenn es andere sagen, das sei nicht der Fall. Ja, wir müssen etwas ändern. Der Mensch steckt immer so viel in die Bewahrung des Bestehenden,

und irgendwie darum, sich ja nicht verändern zu müssen. Wir sind so veränderungsresistent. Das ist furchtbar. Und ja, bis wir irgendwelche neuen Technologien, Innovationen oder so adaptieren – furchtbar. Aber es ist ein anderes Thema. Fakt ist: Wir haben alles, was wir brauchen. Wir müssen nur wollen. Ja. Das Energiesystem wird nicht das Gleiche sein. Wir werden nicht große Anlagen haben, die einfach produzieren, ins Netz reinschieben und fertig. Nee, wir werden Zeiten haben – das weiß man ja –, wo wir viel zu viel Strom

produzieren, und Zeiten, wo wir Strom brauchen, weil wir wenig produzieren – nämlich konkret bei der Solaranlage: Wenn die Sonne scheint, produzieren sie. Wenn die Sonne nicht scheint, gibt es keinen Strom. Das heißt, das gesamte System muss flexibler werden. Und das kostet auch Geld. Also muss man sich auch wirklich in den Spiegel schauen und sagen: Ja, wir müssen hier Geld in die Hand nehmen, um unser Energiesystem zu ändern. Aber was? Und da hört die Diskussion auf. Aber die Diskussion muss in

meinen Augen viel weiter gehen. Die muss nämlich heißen: Was haben wir denn dann davon? Wir reden immer nur darüber, was der Scheiß kostet, aber nicht: Was haben wir davon? Furchtbar, egal, wer es ist. Und das nervt. Und wenn ich da noch Punkte machen darf: Was haben wir als Gesellschaft davon? Wir reden hier drum. Wir haben erst mal saubere Energie. Nicht so schlecht, wenn man vielleicht Kinder haben möchte und die vielleicht auch noch mal Enkel haben wollen. Und wenn einem der Planet

so ein bisschen am Herzen liegt. Aber es mag ja sein, dass es den Leuten vielleicht nicht so am Herzen liegt. Auch okay – finde ich scheiße. Aber wir haben hier freie Meinungsfreiheit. Aber der zweite Punkt ist, und ich finde, der kommt viel zu kurz: Wir werden strategisch unabhängiger. Wo kaufen wir denn aktuell unseren Stoff ein? Den fossilen Stoff, der kommt aus dem Ausland. Der kommt meistens aus Ländern, die eher autoritär regiert werden. Das sind Milliarden, die kontinuierlich für Konsum ins Ausland wandern. Und was

wir jetzt tun müssen: Wir müssen die Milliarden in die Hand nehmen, um sie nicht für Konsum, sondern in Investitionen einzusetzen. Und zwar hier bei uns. Investitionen. Wir werden unabhängiger vom Ausland, strategisch unabhängiger. Wir sparen uns in the long run – als Unternehmer schaust du nicht nur, was dich etwas kurzfristig kostet, sondern insgesamt schaust du drauf. Das heißt, wir werden ein Energiesystem haben, das schlussendlich günstiger ist als jetzt. Aber dafür müssen wir erst mal Geld in die Hand. Schlussendlich haben wir ein sauberes

System, das unabhängiger ist. Wir sind strategisch viel stabiler aufgestellt und sparen uns auch noch Geld. Total sinnvoll. Und wie will Polarstern da eine Rolle spielen in diesem neuen Energiesystem, wo Flexibilitäten vor allem eine große Rolle spielen – Batterien, Nachfrageseite, die gesteuert werden sollte, vielleicht auch noch andere Sachen? Genau so, wie du es gesagt hast. Wir spielen diese Rolle schon. Wir haben Anlagen – beispielsweise betreiben wir einen Elektrolyseur in Esslingen. Und dieser Elektrolyseur produziert mit erneuerbarem Strom, also mit PV und Windkraft vor Ort, grünen Wasserstoff. Der

wird ins Gasnetz eingespeist, verdrängt dort Erdgas, und die Abwärme, die wir dort produzieren, die nutzen wir, um ein Quartier zu beheizen. Also, das ist schon mal Energiewende par excellence. Und der Elektrolyseur läuft übrigens auch – wie heute, wenn die Sonne so scheint und wir negative Strompreise haben –, dann nutzt er nämlich den Überschussstrom, um Wasserstoff zu produzieren, und das ist nichts anderes als Strom speichern. Das heißt, es ist alles möglich. Wir machen das. Und unsere Rolle ist vor allem genau das zu zeigen, dass

es möglich ist. Wir machen diesen Mieterstrom, wo wir PV-Anlagen mit Wärmepumpen, mit Batteriespeichern, mit Elektroladeinfrastruktur koppeln und betreiben und so ein Energiesystem einfach optimieren. Das ist im Kleinen – Polarstern ist, wenn man so möchte, eine Boutique. Wir sind Spezialisten. Ja, aber hey, wenn wir das können, dann können Konzerne erst recht. Ja. Wie blickst du auf diese großen Batteriespeichermengen, die jetzt beantragt worden sind für Netzanschlussleistungen von – ich glaube – über 200 GW mittlerweile? Also, wenn sie alle kommen, ist der Drops gelutscht. Dann haben wir genau

die Flexibilitäten. Ich glaube nicht, dass sie alle kommen werden, weil wir gar nicht so viel brauchen, schlussendlich. Aber es zeigt: wenn man klare Rahmenbedingungen gibt, wenn man dem Markt klare Linien gibt, dann finden wir auch Lösungen. Und deswegen schaue ich da eigentlich eher positiv drauf, grundsätzlich aus der energiewirtschaftlichen Perspektive. Sie müssen natürlich an richtigen Orten gebaut werden, aber das wird die Bundesnetzagentur schon hinkriegen, oder die Verteilnetzbetreiber schlussendlich. Aber grundsätzlich schaue ich da eher positiv drauf. Und spielt ihr

dann auch so eine Rolle? Oder wollt ihr eine Rolle spielen in diese Richtung? Batteriespeicher betreiben. Wir betreiben Batteriespeicher, aber keine Großspeicher. Wir sind eher kleinteilig unterwegs. Wir sind wirklich in den Objekten drin. Im Mieterstrom beispielsweise sind es immer Mehrparteiengebäude von 20 bis 500 Parteien, sowas. Das sind so unsere Zielgruppen. Oder in Gewerbelösungen: der Gewerbebetrieb, der eine PV-Anlage hat mit Ladeinfrastruktur und Gewerbespeicher. Das sind unsere – wir sind am Endkunden. Unsere Kernzielgruppe sind Endkunden: private, gewerbliche, industrielle Endkunden, und nicht der Heimbereich.

Im Heimbereich sind wir mit Tarifen, aber nicht mit Infrastruktur. Heimbereich heißt für mich das Einfamilienhaus, wo sich sehr viele drauf stürzen. Wir sind eher im Komplizierteren. In diesen Mehrparteiengebäuden sind Messkonzepte komplizierter. Das ist unser Home Turf. Da sind wir gut. Immobilienbestand, Neubau von Immobilien, Gewerbeimmobilien – das ist so unser Home Turf. Und da haben wir auch Solarsysteme, Batteriespeicher – all diese Systeme kombinieren wir für diese Zielgruppen. Korrekt. Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke. Technologisch können wir da tatsächlich alles –

alles Gängige. Ja, verstehe. Und dynamische Stromtarife kommen ja auch immer mehr. Ab dem 1. dieses Jahres waren sie ja auch eigentlich verpflichtend für Deutschland. Es kommt ja aus der EU – das Clean Energy Package hat das ja auch definiert. Und es ist ja auch ganz sinnvoll, dass der Endverbraucher dann auch etwas hat, wenn die Stromkosten günstig sind in der Viertelstunde. Wenn es günstig ist, gibt es viel Grünstrom. Wie schaust du auf das Thema? Auch sehr positiv. Wir haben

natürlich auch dynamische Tarife schon letztes Jahr im Angebot gehabt, auch mit Smart Meter und ohne Smart Meter, so dass wirklich jeder seinen dynamischen Tarif haben kann. Ich finde es durchaus positiv. Die Leute müssen es halt auch verstehen – und das ist tatsächlich die größte Herausforderung. Technologisch ist es gelöst. Aber dieses Verständnis: "Hey, ich kann jetzt meine Waschmaschine anmachen, da ist der Strom günstiger" – und das möglichst leicht machen, das ist wichtig. Und dass du auch dran bleibst. Ich hab

natürlich einen dynamischen Stromtarif bei mir zu Hause. Und selbst ich stell es bei mir fest: Am Anfang total fancy, schaust die ganze Zeit rein. Und irgendwann verlierst du es. Energie ist halt eine Commodity, low interest sozusagen. Die Faszination nimmt dann mit der Zeit schon auch ab. Und da musst du halt dran bleiben und die Leute immer wieder auch motivieren. Und spielt KI eine Rolle bei euch schon? Das ist ja in aller Munde, spätestens seit ChatGPT.

Die kurze Antwort ist: Ja, sie spielt eine Rolle. Wir nutzen sie intern und extern. Tatsächlich haben wir eigene Chatbots, um unser Wissen zu kodifizieren und unser gesamtes Team zu supporten. Aber es gibt natürlich auch noch Ausbaumöglichkeiten. Wir versuchen es so zu nutzen, dass wir die Vorteile – nämlich den einfachen Wissenszugang und eine Personalisierung – nutzen, um unsere Arbeit leichter zu machen, um dann noch mehr Zeit wirklich in

der Mensch-zu-Mensch-Personalisierung an Kunden zu haben. Gibt total Sinn. Und du hattest anfangs erwähnt, dass Polarstern ein deutsches Wort ist. Heißt das, dass ihr euch auf den deutschsprachigen Raum beschränken wollt, oder wie kann man das verstehen? Und habt ihr Internationalisierungsziele? Tatsächlich haben wir bei der Gründung da wahrscheinlich einen strategischen Fehler gemacht, weil wir nach wie vor den Fokus auf den deutschen Markt haben. Vielleicht würde eine DACH-Region funktionieren – Deutschland, Österreich, Schweiz – und

haben aktuell keine Pläne, international zu expandieren. Wir arbeiten ja schon international, indem wir mit unseren Partnern Mikrobiogasanlagen in Kambodscha bauen oder in Madagaskar die Solar-Impact-Sites mit den PV-Anlagen, wo wir Microgrids bauen. Das machen wir. Aber das ist kein Kerngeschäft von uns. Warum nicht? Der deutsche Energiemarkt ist sehr – wenn du wirklich als Versorger auftrittst und nicht als Softwareanbieter oder so – der ist nach wie vor selbst in der EU sehr fragmentiert. Von einem Land

zum anderen hast du andere Regularien etc. Der deutsche Energiemarkt ist einfach noch groß genug für uns, um hier erst mal Fuß zu fassen. Es gibt ja so Player in der Energiebranche, die sehr groß geworden sind und schnell skalieren, gerade in verschiedenen Ländern, so wie Octopus Energy. Es gibt ja nicht so viele innovative Energieversorger-Start-ups in Deutschland. Hättet ihr nicht die Ambition, auch mal schneller zu skalieren? Wie kann man sich auch deine Gründerstory vorstellen, was die

Was die Finanzierung angeht: Im Start-up-Bereich gibt's ja die VCs. Und wie habt ihr euch denn bisher finanziert? Ich glaube, das ist der wesentliche Unterschied. Es gibt so richtige Exit-Bam-Bam-Bam-Phasen. Ähm, da gehören – das, was du sagtest, gehört auch dazu. Aber das ist nicht unser Ansatz. Mein Ansatz – also unser Ansatz – ist wirklich frei zu sein, unabhängig zu sein und auch das zu tun, was wir für sinnvoll erachten. Und ihr seid auch unabhängig. Wir sind unabhängig. Ich bin zusammen mit meiner Frau

Mehrheitsgesellschafter. Wir haben es gemeinsam auch mit aufgebaut, also nicht ich alleine. Interessant, mit deiner Frau. Ja, interessant. Und sie tritt nicht so in die Öffentlichkeit, nicht so gerne. Aber da steckt genauso viel Herzblut und Know-how von ihr mit drin wie von mir. Aber nee, wir wollten tatsächlich – wir haben uns bewusst am Anfang für den Bootstrap-Case entschieden, kein VC-Geld reinzuholen. Wir hatten die Angebote auf dem Tisch, sondern wirklich so unser Ding zu machen.

Und dafür sind wir ein bisschen langsamer gewachsen und machen nicht dieses Bam-Bam-Bam. Aber der Impact kann ja genauso gut sein. Man muss nicht sagen: Ich hab das größte Stück vom Kuchen. Ich zeige erst mal, dass es überhaupt ein schönes Stück ist, das schmackhaft ist. Und das ist so unsere Rolle, richtungsweisend zu sein, zu zeigen: Hey, das geht. Und wenn dann andere folgen, ist es super. Ja, ich finde auch IKEA hat mich in dem Sinne neulich auch sehr inspiriert. Da hatte ich ein

bisschen "Acquired" gehört. Vielleicht kennst du die Podcast-Serie – die ist auch sehr gut zum Thema Gründer sein. Und da hatten die auch die IKEA-Story runtergebrochen. Und der war auch ohne Fremdfinanzierung – tatsächlich, ich glaube, war wirklich nur Fremdkapital ein sehr geringer Betrag, den er mal von der Bank bekommen hat – und dann hat er skaliert bis zu dem, was IKEA jetzt ist. Natürlich hat es Zeit gebraucht, aber es geht auf jeden Fall auch, Unternehmen aufzubauen, ohne dass man Boom-

Bam-Bam, wie du sagst, macht. Kurz dazu, weil ich persönlich tatsächlich auch mal überlegt hatte, mit meiner Partnerin was zusammen zu machen – es gibt ja einige Stories, wo man das macht. Wie schaust du darauf? Vielleicht hast du auch Tipps für diejenigen, die das gerade überlegen, wie das gelingen kann und wie man zusätzliche Schwierigkeiten meistern kann – sozusagen diese gemeinsame Gründung. Ja, ich glaube, es gibt nicht die Pauschalantwort darauf. Wenn du jetzt zu

den Leuten fragst, würden manche sagen: Nee, geht gar nicht. Weil wir alle mit unseren Vorurteilen so reingehen. Ich finde, es ist mega. Ich finde es wirklich klasse, mit allen Schwierigkeiten. Aber ich finde, die Vorteile überwiegen echt total. Erst mal dieses gemeinsame Verständnis zu haben – einen Partner oder eine Partnerin zu Hause zu haben, mit dem oder der du dich auf Augenhöhe austauschen kannst. Das ist einfach total bereichernd. Mir macht es auch Bock zu zeigen, dass es – dieses Hey, das hat auch was

mit Gleichberechtigung zu tun – dass es überhaupt funktioniert. Meine Frau ist ein absolut toller Sparringspartner. Ich glaube, gegenseitig können wir da sehr gut sprechen. Und es gibt ja viele Erfolgsbeispiele. Ich meine, Jeff Bezos hat auch jahrzehntelang mit seiner Frau Amazon aufgebaut. Dass er jetzt geschieden ist, muss nicht unbedingt der Grund sein. Aber der Laden steht schlussendlich ganz gut da. Es gibt viel mehr positive Beispiele, als man auf den ersten Blick denkt. Natürlich muss man dann schauen – ich meine,

wir haben auch Kinder –, dass wir zu Hause nicht nur über die Firma reden. Und dass man eine klare Linie hat – beziehungsweise kriegst du die nie ganz rein –, aber trotzdem genug Selbstreflexion hat, um dann auch mal wieder Abstand hinzubekommen. Deswegen würde ich sagen: Es funktioniert. Seid offen und ehrlich, das muss wirklich auf Augenhöhe sein. Und dann finde ich, ist es extrem bereichernd. Und nochmal zur Gründergeschichte bisher: Was würdest du sagen, waren so die Meilensteine in der

Firma – Lowlights wie Highlights? Ach Gott, das ist immer... Ein Highlight ist natürlich überhaupt anzufangen. Für mich war immer ein Highlight – oder ein Ziel – dann mal Breakeven zu sein. Ich war ja noch keine Ahnung, 45 Jahre oder so um den Dreh rum. Das erste Mal Breakeven – das ist so geil. Ja, aber das ist ein Punkt: Am Anfang ist die Zeit immer dein größter Feind. Wenn etwas länger dauert – boah, ist es gleich so nach dem Motto, gefühlt existenzbedrohend. Und das ist doch furchtbar.

Ja, weil – sorry – nichts ist planbar. Oder: kein Plan ist garantiert, sagen wir es mal so. Planbar ist alles. Das heißt, Dinge dauern immer länger, und man ist immer viel zu optimistisch – das müssen wir als Gründer sein, wir müssen einen gewissen Optimismus haben, sonst machst du es ja gar nicht erst. Aber das heißt, die Dinge dauern länger. Und wenn das erstmal kein total großes Problem mehr ist, weil es trotzdem funktioniert – dann dauert es länger, aber es funktioniert trotzdem. Das fand ich

– das finde ich – dieses Breakeven-Ding, das fühlt sich echt gut an. Das hat mir echt viel Stress rausgenommen. Und dann hatten wir mal – wir hatten einen Investor am Anfang, einen strategischen Investor, keinen VC, aus der erneuerbaren Projektierung. Und das hat einfach nicht gepasst. Er hat dann seine Einlage nicht gebracht, und wir haben uns dann – wir waren echt kurz vor dem, ja, wir waren eigentlich mit dem Hintern mehr als über dem Abgrund. Und dann haben wir schlussendlich gesagt: Hey,

Pass mal auf: Wenn wir es schaffen, in zwei Monaten jemanden zu finden, der dich auszahlt, dann bekommen wir deine Anteile so zu dem, wie du eingestiegen bist. Und wenn nicht, bekommst du unsere. Und ja, weil es einfach nicht mehr ging. Das war so eine Patt-Situation. Das ist uns dann gelungen, offensichtlich. Und das war zum Beispiel so ein Lowlight. Ja, gibt's den. Ja, kann ich mir gut vorstellen. Und zum Thema E-Mobilität – Smart Charge heißt ja auch der Podcast. Wie schaust du drauf?

Und insbesondere auch im Gewerbekontext: Wie spielt da Polarstern eine Rolle, aber wie ist da allgemein das Thema E-Mobilität? Also ich bin persönlich total überzeugt von der E-Mobilität, weil es einfach ein ganz tolles Fahren ist. Es ist ein dynamisches und gleichzeitig ein ruhiges Fahren. Jeder, der noch kein E-Auto gefahren ist, soll es einfach mal ausprobieren. Und dann ist es tatsächlich auch eine sehr zukunftsträchtige Technologie – gar nicht jetzt nur ökologisch. Aber ich glaube, der Drops ist gelutscht. Das

weiß man. Der eine sagt, er glaubt es oder glaubt es nicht. Aber auch die Batterie als Technologie ist ja bei weitem noch nicht fertig entwickelt. Der Verbrenner ist so fertig entwickelt – es sind Nuancen, wo wir noch Innovationssprünge machen können. Bei Batterien haben wir noch viele. Es fängt natürlich mit den Inhaltsstoffen an, die teilweise noch kritisch sind. Aber es gibt jetzt schon Technologien, die eben auch Batterien oder eine Zellchemie haben, wo halt kein oder kaum Kobalt mehr drin ist, und so weiter. Also keine kritischen

kritischen Inhaltsstoffe mehr. Batterien können recycelt werden – sie werden nicht einfach verbrannt. Batterien sind, was die gesamte Leistungsdichte, die Widerstandsfähigkeit, Kathode, Anode betrifft, noch lange nicht fertig entwickelt. Wir fangen gerade erst an. Und wenn man überlegt, wie auch die Entwicklungsschübe in den letzten Jahren exponentiell waren: 1.000 Kilometer Reichweite wäre jetzt auch kein Thema mehr. Es ist noch ein bisschen teuer, aber die Batterien werden günstiger. Also all die Nachteile, die gerne so vorgebracht

werden – wo werden sie gebaut, die Reichweite reicht nicht, im Winter können sie nichts – da ist noch nicht in allem das fertige, wirklich serienreife Riesenprodukt am Markt. Aber es ist überall schon absehbar. Und wir haben halt leider so ein bisschen den technologischen Zug verschlafen. Wenn du schaust, was BYD, CATL oder so in China machen, was sie jetzt für Batterien vorgestellt haben – du wirst das sicher verfolgen. Das ist krass. Und das sind keine Pilotserien, das sind

richtige Massenserien. Und das sind Batterien, die haben 800, 1.000 Kilometer Reichweite, absolute Widerstandskraft. Das ist schon krass. Ja, total. Und Polarstern noch mal ergänzend: Entschuldigung, ich war jetzt so bei der Technologie. Ich will damit eigentlich nur sagen: Es setzt sich durch. Vielleicht dauert es ein bisschen länger, weil die Widerstandskräfte größer sind, als man denkt. Aber schlussendlich setzt es sich nicht aus dem ideologischen Kontext durch, sondern aus dem technologischen. Das ist in meinen Augen meine Überzeugung. Und deswegen gehen wir auch in

den Mobilitätsmarkt. Wir betreiben – wir sind CPO, Chargepoint Operator. Das heißt, wir betreiben Ladeinfrastruktur in Mehrparteiengebäuden, Tiefgaragen, aber auch in gewerblichen Flotten. Wir waren die ersten, die variable Tarife auch für Elektroautos mit angeboten haben. Wir sind nicht so bekannt, aber recht gut aufgestellt in der gesamten Ladeinfrastruktur, vor allem nicht-öffentlich. Ladepunktbetreiber – wir machen aber auch öffentlich. Sieht man euch irgendwo? In welchen Städten kann man euch sehen? Ja,

das sind tatsächlich zum Beispiel in Berlin. Aber wir sind nicht an den kommunalen Ladepunkten – das machen meistens die Versorger. Auch hier in München haben die Stadtwerke noch ein Monopol; da haben wir jetzt auch bei einer Ausschreibung mitgemacht. Aber die öffentlichen Ladepunkte sind auf privatem Gelände, aber öffentlich zugänglich – bei Firmen beispielsweise, so halb-öffentlich quasi. Ja, genau. Interessant. Und wie schaust du auf das Thema Stadtwerke? Wir sind in Deutschland ja noch bekannt dafür, dass wir so

viele Verteilnetze haben, die von den Stadtwerken gemanagt werden, und die Stadtwerke dann auch im Wettbewerb zu euch stehen. Die Leute scheinen den Stadtwerken sehr treu zu sein, wobei sie auch den Ruf haben, nicht die innovativsten zu sein. Wie kommt das? Und wird sich das ändern? Auch da kannst du nicht über einen Kamm scheren. Es gibt total innovative Stadtwerke, und es gibt welche, die sind total langsam. Und es hat auch gar nichts mit der Größe zu tun, sondern irgendwie mit der

Firmenkultur. Ich finde, das Stadtwerk ist eine wirklich gute Geschichte – tatsächlich auch, wo das herkommt –, weil es auch die Möglichkeit hat, in kommunaler Hand idealerweise zu sein. Und ich glaube, die Stadtwerke werden weiter ihre Daseinsberechtigung haben, weil sie sehr glaubwürdig sind, der Kundschaft sehr nahbar, sehr treu, sehr greifbar. Deswegen bin ich ein kleiner, geheimer Fan von innovativen Stadtwerken. Nicht von den Selbst-Pusern – das ergibt Sinn. Und nochmal zurück zur E-Mobilität: Wie schaust

du auf das Thema intelligentes Laden und insbesondere dann auch bidirektionales Laden mit höchster Vorfreude und Spannung. Ich glaube, es wird ein absoluter Game Changer werden im Gesamtmarkt, aber auch für uns, wenn es wirklich mal jetzt zugelassen wird. Stell dir vor, ich bin im Mehrparteiengebäude. Ich betreibe dort eine PV-Anlage. Ich betreibe andere Abnehmer, also eine Wärmepumpe. Ich habe Kunden im ganzen Gebäude und vielleicht Ladeinfrastruktur da unten drin und kann diese Batterien – das ist ja dann wirklich eine große Batterie – wenn

da 10 Autos stehen, hast du gleich eine MW, oder was weiß ich, bei 15 auf jeden Fall eine MW dastehen. Und die könnte ich nutzen, um die Gebäudeversorgung zu optimieren. Das wäre natürlich genial. Technologisch ist es möglich, regulatorisch jetzt noch nicht. Aber ich bin guter Dinge. In Frankreich ist es schon möglich, dass auch wir uns öffnen. Und da schaue ich mit. Ich glaube, das wird ein Riesending werden für den Energiemarkt. Ja, und das Thema – also, es gibt ja innerhalb dessen, sagen wir mal, was man

intelligent laden sieht, da gibt es ja verschiedenste Aspekte. Und einige sind ja schon heute darstellbar, bedingt, wenn man einen Smart Meter hätte oder halt wenn der Zähler auch passt. Also nur dieses nicht bidirektionale, sondern nur in eine Richtung sozusagen, einfach die Last verschieben – ist das ein Thema schon für euch heute? Ja, das machen wir auch schon, tatsächlich. Aber nicht beim Laden. Sondern wir machen es beispielsweise bei Wärmepumpen. Da hast du ja auch gewisse Freiheitsgrade, gewisse Flexibilitäten, wann jetzt der Pufferspeicher

gefüllt wird beispielsweise. Und insofern ja, für uns ist es ein Thema, und wir beschäftigen uns damit. Und ich freue mich, wenn es in der Breite halt auch noch mehr möglich ist. Es gibt zum Thema Deutschland versus die Welt, oder ein bisschen internationale Vergleiche: Deutschland wird von außen her gesehen von vielen bewundert und von vielen auch kritisiert für die Energiewende und wie sie passiert. Du steckst ja mittendrin schon seit längerem. Wie schaust du auf das Thema, wie Deutschland die Energiewende angeht, und im

Vergleich insbesondere international? Die Energiewende ist wie so vieles, was wir in Deutschland erfunden haben, absolut bahnbrechend, wahrscheinlich technologisch oder auch so weltverändernd.

Aber wir haben es verpennt, auch wirklich was draus zu machen. Wir haben irgendwie so unseren eigenen Erfolg in meinen Augen ein bisschen abgewürgt. Es hat ja nicht nur Vorteile. Es kostet Geld, wir müssen die Systeme umbauen, und wir können nicht so weitermachen wie bisher. Das ist alles richtig. Aber wir haben es tatsächlich geschafft, diese negative Konnotation mitzubringen, nur das Schwere und Negative zu sehen. Und auch den technologischen Vorsprung, den wir hatten – sei es bei Speichern, früher sei es

bei Solarmodulen –, zu verspielen. Elektroautos: BMW mit dem i war mit den ersten dabei und ist heute nach wie vor nicht schlecht. Aber uns wurde der Rang abgelaufen. Deswegen – die Energiewende, glaube ich, ist weltweit ein Exportschlager. Nicht eins zu eins als Blaupause, aber als Idee, als Inspiration und als Art und Weise, etwas umzusetzen. Das sieht man ja schon weltweit. Und da hätten wir halt auch eine riesige Chance gehabt, auch unsere zweite Automobilindustrie mit aufzubauen, und haben sie ein bisschen verpennt, mal wieder. Und es gibt ja

einige Gründe in Deutschland, davon bist du einer. Und auch in der Energiebranche gibt's noch mal ein bisschen weniger. Du hast auch vorhin ein bisschen angedeutet, Deutschland könnte ein bisschen innovativer sein. Was wäre – was bringt dir jeden Tag Mut? Und was, wenn du sagst, du musst kämpfen gegen dieses Streben, den Status quo zu erhalten und sich nicht für Neues so zu öffnen, wie vielleicht andere Kulturen? Ich würde auch so sehen, dass es manche Kulturen gibt, die ein bisschen offener sind. Was gibt dir Mut

jeden Tag dann aufzustehen? Und was macht dich optimistisch, dass wir in Deutschland im Pfad der Innovation wieder gewinnen? Wir sind – ich habe auch echt lange Jahre im Ausland gelebt. Und was uns bremst, das macht uns auch wiederum stark. Wir sind irgendwo kritische Geister, aber wir denken auch gerne mit. Teilweise halt dann wieder zu kritisch. Und dann sehen wir natürlich die Probleme, die sein

könnten. Aber das hat ja auch eine große Stärke. Und deswegen glaube ich, wir haben alle Möglichkeiten – sei es finanziell, sei es von der Wirtschaft aus, Bildung nach wie vor. Wir haben auch nach wie vor eine tolle Gemeinschaft in Deutschland, auch ein vernünftiges soziales Miteinander. Ich glaube, deswegen haben wir alle Möglichkeiten, auch wenn es sein muss, uns selbst am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Wir brauchen halt nur so ein bisschen einen Arschtritt. Und ich hoffe halt, dass wir

den bekommen, bevor wir mit der Nase Vollgas gegen die Wand fahren müssen, sondern vielleicht davor die Abbiegung kriegen. Ich glaube, darüber sprechen wir hier schon – echt vieles wirklich gut. Und deswegen glaube ich total, dass wir es schaffen. Und wenn wir da jetzt eine Chance liegen lassen, ja, dann werden wir uns die nächste kreieren und hoffentlich das Ding auch mal versenken. Ja. Und wenn du dir so die nächsten fünf bis zehn Jahre anguckst – was sind so Trends und

Sachen, die dich beschäftigen, wo du denkst: Boah, das könnte jetzt auch noch ein Gamechanger sein? Du hast nur eins genannt mit bidirektionalem Laden. Aber vielleicht gibt's auch andere Sachen, die dich irgendwie umtreiben – am Energiemarkt, sei es Energie, aber auch vielleicht andere Querschnittstechnologien, die kommen, wie KI oder so. Ja gut, aber das ja. Also, da wäre ich.

Ich bin da auch nicht schlauer, ich koch auch nur mit Wasser. Deswegen: Nein, ich habe nicht die Secret Sauce irgendwo liegen und hab daheim nicht investiert. Überhaupt nicht. Aber es wird garantiert – bei KI bin ich 1000 % überzeugt, dass es unsere gesamte Arbeitswelt, nicht nur den Energiemarkt, komplett auf den Kopf stellen wird. Ich bin ein Typ, der da auch ins Positive glaubt. Ich glaube, es hat riesige Chancen. Und natürlich: Alles, was mächtig ist wie eine Medizin, kann extrem viel heilen.

Aber zu viel davon oder falsch angesetzt, ist es auch extrem schädlich. Und so ist es natürlich auch bei KI. Das heißt, wir brauchen eine vernünftige Regulatorik. Was heißt das? Ich weiß nicht genau, was es heißt. Ich kann nur sagen: genug Freiraum, um Innovationen zuzulassen und sie auch wirklich nutzen zu dürfen. Und dazu genug klare Linien – wahrscheinlich so hart in den Grundwerten, ein paar harte Leitplanken, und aber dann zwischendrin viel Freiheit. Das ist, glaube ich, extrem innovationsfördernd. Und ich glaube, das ist

das Größte überhaupt. Das wird sich durchziehen durch alles. Und siehst du dich in der Zukunft noch länger in der Energiebranche und auch mit Polarstern? Hast du da noch vieles vor? Oder hast du da auch irgendwann mal für dich ermittelt, dass es irgendwas anderes sein könnte? Keine Ahnung. Ich glaube schon, dass ich – nee, ich habe keine Exit-Gedanken oder so. Ich habe Bock. Mir macht mein Ding Spaß. Ich gehe mit Freude dran. Und du fragtest: Was braucht es? Was gibt dir Hoffnung? Ich

glaube, du brauchst ein intrinsisches Feuer. Und ich sehe nicht, dass es irgendwie nachlässt – eher im Gegenteil. Und deswegen glaube ich, werde ich noch länger da sein. Super. Und für Gründer, insbesondere die auch vielleicht in einer schwierigen Phase sind, oder die jetzt überlegen: Jetzt könnte ich gründen, oder sollte ich gründen? Was wären denn so deine Tipps, wie man mit schwierigen Phasen umgeht oder ob man gründen sollte? Vielleicht hast du da ein paar ermutigende Gedanken. Ich finde, man soll das machen, auf

was man wirklich Lust hat. Und das dann auch wirklich mit vollem Herzen und vollem Hirn angehen. Und ob das Gründen ist – wenn es Gründen ist, ja, dann soll man es versuchen. Hey, was kann schon passieren? Dann klappt's nicht – so what? Dann kann man immer noch was. Kann man ein zweites, drittes Mal vielleicht versuchen und dann auch was anderes machen. Schieb es aber nicht zu lange raus, sondern probier es aus. Und hab irgendwo eine gesunde Portion Naivität und Optimismus. Aber mach

dir auch nichts vor. Ja, ich finde, Wollen und Können muss schon zusammenkommen. Nur wollen reicht halt nicht. Und nur können auch nicht. Es braucht das innere Feuer. Es braucht die Überzeugung dazu. Und es klappt nie von Anfang an direkt – die direkte Linie, der Hockeystick, dem ist halt nicht so. Das heißt, du musst dein eigenes Feuer haben, weil von außen kriegst du es in der Regel nicht, auch um es durchzuziehen, auch durch die trockenen Phasen. Aber halt nur durchziehen und

glauben und hoffen – so bringt es halt auch nicht. Du musst deinen Job schon vernünftig können. Da sehe ich gerade auch Parallelen zu Anwendern der Energiewende, denjenigen, die die Energiewende auch umsetzen müssen in Unternehmen und im Gewerbe, mit denen ihr dann zu tun habt. Da würde man eigentlich ähnliche Aspekte sehen: können, glauben, man muss sich schon vorbereiten und hinterfragen und das gut durchrechnen. Genau so ist es. Und dann rechnet sich's auch. Du musst halt – und du musst aber auch wollen,

weil das Leben besteht halt auch aus Widerständen und nicht nur aus Rückenwind. Ja. Dann, bevor wir auseinandergehen: Hast du vielleicht letzte Worte oder auch einen Hinweis für die Zuhörer, wie sie dich am besten erreichen oder was du denen gerne mitgeben würdest? Letzte Worte – hoffentlich nicht, das wäre noch ein bisschen früh. Aber ich finde, das, was ich davor meinte: Haltung bewahren. Ja, für seine Überzeugungen einzustehen. Und im Zweifel auch gegen Widerstand –

finde ich, ist eine wichtige Eigenschaft. Und die brauchst du auch – wir reden aus der Gründungsperspektive – die brauchst du einfach dazu. Und deswegen: Versuch es einfach. Cool. Und wie kann man dich noch erreichen oder dir folgen? Bist du auf LinkedIn aktiv, oder wie soll man am besten mit euch in Kontakt bleiben? Mit Polarstern: www.polarstern-energie.de – das ist auf jeden Fall die Anlaufstation. Und ansonsten bin ich natürlich auch auf LinkedIn unter Florian Henle zu finden. Dann, Florian, in diesem Sinne: Vielen Dank

für das Gespräch. Danke dir, Claudio. Was für eine Geschichte. In unserem Gespräch mit Florian Henle haben wir nicht nur erfahren, wie Polarstern entstanden ist, sondern auch, wie viel persönliche Haltung und Klarheit in jedem Schritt steckt. Gemeinsam mit seiner Frau hat Florian nicht nur eine Familie gegründet, sondern auch ein Unternehmen, das bis heute unabhängig geblieben ist, weil sie von Anfang an ihr eigenes Ding machen wollten. Besonders inspirierend war für mich, wie Florian mit Rückschlägen umgegangen ist und es geschafft hat, profitabel zu werden, und wie innovativ sie

agieren – egal ob mit einem Elektrolyseur für grünen Wasserstoff, intelligenten Mieterstrommodellen oder CPO-Lösungen für gewerbliche Ladeinfrastruktur. Polarstern zeigt: Man kann Wirkung erzeugen, ohne Kompromisse beim Purpose zu machen. Und vielleicht ist das der wichtigste Impuls aus dieser Folge: Wenn die anderen nicht mitziehen, dann macht man's eben selbst. Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert Smart Charge by RiDERgy, empfehlt uns weiter und schaut bei polarstern-energie.de oder auf LinkedIn bei Florian Henle vorbei. Danke fürs Zuhören. Bis zur nächsten Folge.

Notizen zur Folge

Was tun, wenn kein Energieversorger ein innovatives Ökogasprodukt kaufen will? Gründen. Genau das hat Florian Henle, Mitgründer und Chief Executive Officer von Polarstern, getan – gemeinsam mit seiner Frau, ganz ohne VC-Geld, dafür mit umso mehr Überzeugung. In dieser Folge sprechen wir über die bootstrapped Gründungsgeschichte von Polarstern, den bewussten Weg zur 100 % echten Nachhaltigkeit, und warum Florian überzeugt ist, dass Haltung heute wichtiger ist als kurzfristiges Wachstum. Wir reden über den Einstieg in den Wasserstoffmarkt, Polarsterns Rolle als CPO für Ladeinfrastruktur, die Herausforderungen der Energiewende – und warum Deutschland trotzdem allen Grund zur Hoffnung hat. Ein Gespräch über Energie, Verantwortung und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.