Ep. 24: Kathrin Goldammer & Oliver Arnhold über die Skalierung von Localiser und datengestützte Standortplanung für Ladeinfrastruktur
In dieser Folge von Smart Charge sprechen wir mit Prof. Dr. Kathrin Goldammer und Oliver Arnhold, den Co-CEOs von Localiser, einem Berliner Spin-off des Rainer-Lemoine-Instituts. Seit der Gründung 2018 hat sich Localiser zu einer führenden Plattform für datengestützte Standortplanung entwickelt - mit Analysen für mehr als 1,2 Millionen potenzielle Standorte und als erste DIN-konforme Planungssoftware für Ladeinfrastruktur in Deutschland anerkannt. Kathrin und Oliver schildern den Weg von der Forschung in die unternehmerische Praxis - inklusive der Hürden beim Spin-off aus einer gemeinnützigen Forschungseinrichtung und der Aufgabe, Stakeholder vom Mehrwert einer skalierbaren Software zu überzeugen. Wir beleuchten, wie Localiser Kommunen, CPOs, Versorgern und Investoren hilft, Bauchgefühl durch belastbare Daten bei der Planung von Ladeinfrastruktur zu ersetzen. Zentrale Themen: - Wie Localiser die Kosten im Vergleich zu klassischen Gutachten um den Faktor 10 senkte und Standortanalysen massiv beschleunigte - Warum Standardisierung und „bankable“ Methoden für Investoren und große CPOs entscheidend sind - Die Entwicklung der Datenquellen: von soziodemografischen Merkmalen und Verkehrsströmen bis hin zu tagesaktuellen Preisen und Auslastungsdaten - Potenziale in dynamischer Preisgestaltung, Depot-Sharing und der Integration von Netzbetreibern in den Planungsprozess - Learnings aus der frühen Nachfrage nach PDF-Berichten, Anpassungen im Onboarding und den Auslösern für Wachstum Außerdem sprechen wir über den EU Data Act, geografische Unterschiede bei der EV-Adoption und die kommende Welle der E-LKW-Infrastruktur. Kathrin und Oliver skizzieren ihre Vision, Netzbetreiber und offene Daten vollständig einzubinden - und Localiser damit von einem Planungstool zu einem Rückgrat der skalierten Energie- und Mobilitätswende weiterzuentwickeln.
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Welcome to the Smart Charge by RiDERgy Podcast. This is Claudio Geyken, Founder and CEO of RiDERgy. This is your show to learn about all things energy management and smart charging innovation for electric vehicles and fleets.
Willkommen bei Smart Charge, dem Podcast für alle, die Ladeinfrastruktur datenbasiert denken. Heute zu Gast ist das CEO Duo von Localizer Professor Dr. Katrin Goldammer und Oliver Arnhold. Localizer ist ein Berliner Spin-off des Reiner Lemoine Instituts, gegründet 2018 und entwickelt eine Plattform mit der Kommunen Energieversorger und CPOs Ladestandorte schneller identifizieren und planen können. Katrin ist Co CEO von Localizer und zudem Professorin an der HTW Berlin. Sie bringt Forschung, Praxis und Unternehmertum zusammen. Oliver ist Co CO und Mitgründer. Gemeinsam treiben beide die Skalierung von datengetriebener Standortplanung in
Deutschland und darüber hinaus voran. Localizer analysiert inzwischen mehr als 1,2 Millionen potenzielle Standworte und gilt als erste D-konforme Planungssoftware für Ladeinfrastruktur. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Daten Bauchgefühl bei der Standortwahl ersetzen, wie Kooperation mit Städten und Versorgern beschleunigen und was als nächstes auf der Roadmap von Localizer steht. Kopfhörer auf, Ladezustand checken und los geht's. Alles klar. Schön, dass ihr heute dabei seid. Wie geht's euch? Mein erster Podcast auch zu dritt. Ich bin voller Vorfreude. Ja, Danke schön. Geht uns gut. Vielen Dank für die
Einladung. Ja, Danke schön. alles klar. Bevor wir durchstarten mit Localizer und dem RLI, könnt ihr euch vielleicht mal kurz persönlich vorstellen. Was war euer Hintergrund? Wie seid ihr dazu gekommen zum RLI? Also, mein Name ist Katrin Goldammer. Ich bin die Geschäftsführerin des RLI. Und das RLI ist ein Forschungsinstitut. Das heißt Reiner Lemoine Institut und ist in Berlin. Wir machen da Technikforschung rund um die Energiewende. Und weil wir Energiewende in allen Sektoren wollen, haben wir auch immer schon Mobilitätsthemen gemacht. Wie bekommt man erneuerbaren Strom ins Auto
in die Logistik und so weiter? und ich habe mal Elektrotechnik studiert und wurde in Physik promoviert und habe dann aber schnell in der Energiewirtschaft gearbeitet. Kraftwerke gemanagt, Strom gehandelt. Dann habe ich noch Energiepolitikberatung gemacht und über verschiedene Wege bin ich zum RLI gekommen. Und aus dem RLI heraus haben dann Oliver und ich zu. 218 Localizer gegründet. Unser erstes Startup mit dem Hintergrund dieser Erfahrung aus dem Forschungsinstitut und mit dem Wissen, wie man Projekte machen kann, die wir dann aber schneller machen wollten. Die Idee vom Startup
war eben Skalierbarkeit reinbringen in den Beratungsteil, den wir am RLI schon eine Weile geübt hatten. Interessant. noch ergänzen? Ja, Ja. Mein Name ist Oliver Arnhold. Ich bin mit Katrin, Geschäftsführer von Localizer, habe vorher auch am RRI gearbeitet, war sogar ab April 2010 einer der ersten Mitarbeiter. Wir sind mit fünf Personen gestartet und haben das RRI dann ja wahnsinnig stark aufgebaut. Und vor meiner RR-Zeit habe ich mal Fahrzeugtechnik studiert und noch erneuerbare Energien. war selber mal in der Autobranche, durfte am ersten Plug-in-hybrid eines deutschen Autoherstellers entwickeln
mitentwickeln und hab mich damals gefragt, wieso dieses Fahrzeug mit zweieinhalb Tonnen Gewicht nur zweieinhalb Liter Kraftstoff verbraucht. Es war natürlich noch der elektrische Teil. Und als Fahrzeugtechniker hat mich der elektrische Teil interessiert. Wie kommt diese elektrische Energie da in die Bilanz rein? Und das war quasi die Motivation, erneuerbare Energie zu studieren. Und das war der Einstieg in die Energiewende und Verkehrswende Themen. Und so bin ich dann zum RLI gekommen. Interessant. Und die Gründung des RLI war 2010. dann rum rum. Wie kam die Gründung? Wie entstand
das dann? Das RLI wurde gegründet von der Reiner Lemoine Stiftung, also von einer gemeinnützigen Stiftung, die schon einige Jahre vorher gegründet wurde, nämlich kurz nach dem Tod von Reiner Lemoine. Das war ein Berliner Ingenieur, der sein Leben den Erneuerbaren verschrieben hatte. Er wollte im Grunde seine Kenntnisse einsetzen für eine bessere Welt. Und dann hat er das erst gemacht, indem er mit seinen Friends zusammen. Elektronik entwickelt hat für Windkraftanlagen und so weiter. Und dann hat er dafür ist er auch etwas bekannter. Diese zwei großen deutschen Solarunternehmen
in den 90ern gegründet. Solon und Quecells die beiden. Ja, er war mit beteiligt bei diesen beiden Gründungen. Und er war auch beteiligt bei den Börsengängen dieser beiden Unternehmen und ist da reich geworden, wusste aber. war, dass er leider krank ist und sterben wird. Und er hat dann sein Geld in eine Stiftung gegeben, das ist eben die Reiner Lemoine Stiftung. Er hat quasi noch die Gründung dieser Stiftung miterlebt. Und die Stiftung hat ein paar Jahre vor dem Institut angefangen, hat erst mal Promotionsstipendien ausgegeben, hat also auf
diese Weise versucht, das Lebenswerk von Reiner weiterzuführen und hatte dann die Idee, dass man das mit einem Forschungsinstitut auch gut machen kann. Jetzt ist es so, dass sie das Institut gegründet haben, aber ist nicht. hauptsächlich finanzieren. Also wir finanzieren uns über Drittmittelprojekte. Wir bekommen jedes Jahr eine Förderung über die Stiftung und müssen 95 % ungefähr über Drittmittel organisieren. Das heißt, wir machen sehr viel wettbewerbsorientierte Forschungsförderung. Wir machen auch Beratungsprojekte. Und deswegen sind wir, glaube ich, auch gut darin gewesen, immer zu. überlegen. Was braucht so der
Markt? Also welche Kenntnisse haben wir, die andere Leute gebrauchen können? Und mit so einem Mindset sind wir damals unter anderem auch auf unsere Stiftung zugegangen und haben gesagt Könntet ihr euch vorstellen, eine Ausgründung zu unterstützen? Eher so wie Friends and Family, also nicht als große Investoren. Aber könnten wir vielleicht zusammen aus einer guten Idee aus dem Institut heraus eine Firma gründen? Und daraus ist dann Localizer geworden. Interessant. und die nochmal Aspekte, die ich auch interessant fand. Diner Vita ist. Ich bin selbst Maschinenbauer und am KIT
beispielsweise gab es auch wenig Frauen, die sich dann für Elektrotechnik oder Maschinenbau interessiert haben. Was hat dich motiviert? Und wie schaust du auch das Thema Frauen in Deutschland? Wieso gibt's noch nicht so viele, die die Maschinenbau oder Elektrotechnik studieren? Und was kann man machen, damit es mehr solche Personen gibt, wie die wie du? Also, ich habe damals in der Schule mitbekommen, wie schlecht die Statistik ist. E- Technik ist eins der Fächer, wo die wenigsten der Frauenanteil am niedrigsten ist. Als ich damals angefangen habe zu studieren
waren wir irgendwie sechs Frauen auf 120 Leute und nach dem Vordiplom eine Frau auf 60. Und ich war diese eine. Und ich habe das auch unter anderem deswegen studiert, weil ich dachte ja. Okay, dann muss ja einer diese diesen Anteil erhöhen. Das bin ja dann wohl ich. Also, es kann ja. Wer soll es denn sonst machen? Dann mache ich das halt. Und ich hätte mir auch gewünscht, dass es dass es diverser aufgestellt ist. Dieses Fach. Und wie kann man das ändern? Na ja, man kann natürlich
den Umgang miteinander so gestalten, dass er für Menschen angenehm ist. Und ich kann auch nicht behaupten, dass es angenehm war, an der TU Berlin Ende der 90er Elektrotechnik als Frau zu studieren. Es war eben nicht so, dass die das Umfeld divers war, freundlich, zuvorkommend. gleichstellungsorientiert, sondern es war eben diskriminierend und rassistisch und sexistisch. Und ich würde mir wünschen, dass diese Umstände sich ändern, denn dann macht es das auch attraktiver für moderne Menschen, solche Fächer zu studieren und in solchen Fächern zu bleiben. Jetzt kann ich ja
nur auf meiner Ebene darauf hinwirken. Ich kann gucken, dass die Organisationen, die ich leite, solche Werte haben. Oder ich kann, wenn ich an der HTW arbeite, da bin ich Professorin. Kann ich dafür sorgen, dass das Umfeld zuvorkommend ist für alle Menschen, die dort studieren wollen. Und so sehe ich jetzt meine Aufgabe. Aber damals in den 90ern hast du schon recht. Da waren wir sehr, sehr wenige. Gut, gut. Und äh wie kam es zur Gründung dann vom Localizer? Wie ist die Idee entstanden? Habt ihr da, ja
also die Thematik. Die hatten wir beim Rainer-le-Moin- Institut schon sehr, sehr lange bearbeitet. Eigentlich schon ein Jahr nach der Gründung hatten wir die ersten Aufträge aus der Wirtschaft und aus der Politik, Standortgutachten für Ladeinfrastruktur zu erstellen aus Hessen, aus Brandenburg, aus Berlin. Und damals förderte der Bund Standortgutachten oder diese Ladeinfrastrukturkonzepte sogar noch mit 80.000 €. pro Gutachten für eine Kommune. Und da konnte man sich dann ein Jahr Zeit lassen, also vorher Bewerbung oder die Kommune musste erst noch eine Ausschreibung machen, dann bewirbt man sich drauf
dann ein Jahr lang Durchführung. Also da merkt man schon, was das für ein langer Zeitraum war und wie viel Geld dahinter steckt und. Das war damals halt so Das haben wir als Forschungsinstitut gemacht. Und wir haben aber gemerkt, dass man damit ja nicht die Energiewende wirklich tatsächlich beschleunigen kann, weil die Standortgutachten, die wir erstellt haben, waren auch aus heutiger Sicht, denke ich ganz gut, aber sie waren nach einigen Monaten wieder veraltet. Das war damals nicht schlimm, weil der Zubau von neuen Ladepunkten war damals nicht in
der Geschwindigkeit, wie es heute ist. Damals hatten wir reden von welchem Jahr jetzt? Wenn du damals 2011 war das dann so 2011, 2012. so Das waren so die Anfänge. Damals kannten ja einige CPOs ihre Ladepunkte noch anhand der Nummer oder kannten sogar einige User, weil so wenige Leute da geladen haben. Da hat der eine mal gesagt Ja, Mensch, das ist doch der Tesla Fahrer, der Geschäftsführer von der einen Metallbaufirma. Der lädt da immer so. Aber das war halt damals so und wir hatten aber damals gemerkt
Wenn wir wirklich Impact haben wollen, dann müssen wir diese Standortanalysen automatisieren und skalierbar machen. Und ich kann ja mal ein paar Zahlen nennen. Damals hat ungefähr einen Monat 10.000 bis 12.000 € gekostet, wenn wir einfach eine Geografin oder einen Ingenieur darangesetzt haben, und so Standortgutachten zu machen. Und heute sind wir in den Kosten um Faktor 10 geringer und die Geschwindigkeit kann man gar nicht beziffern. weil die Standortanalysen heute nicht von uns gemacht werden, sondern von der Software. Das heißt, unsere Kunden selbst machen ja die Analysen
Tag und Nacht. so und deswegen sind wir da viel, viel schneller. Und die Gründung. Das war eine der eigentliche Frage ist so zustande gekommen. Wir können in dem oder wir konnten in dem gemeinnützigen Forschungsinstitut nicht einfach einen Software Vertrieb aufbauen. Software SS Service, wie wir uns das gewünscht hatten. Und daher sind wir dann an die an die Stiftung Herrn getreten und haben ihnen die Idee vorgestellt, so und das war der Startpunkt. Okay, so war das die NOW und die Kommunen haben da quasi auch so so
eine Art Dienstleistung gefordert. Wenn ich das richtig verstanden habe, genau die NOW hat da stark koordiniert. Und die Mittel kamen, glaube ich meistens vom Verkehrsministerium Bundesverkehrsministerium. Es gab aber auch auf Landesebene ja Förderprogramme. Es gibt, glaube ich heute sogar noch Förderprogramme für die Hardware in einigen Bundesländern. Ja, so war das. Und aber aus Neugierde. Ihr hat ja viele verschiedene Projekte, dann Förderprogramme und andere, wie du meintest, auch Kathrin, die ihr schon betreut habt. Und wie kam dann die Entscheidung trotzdem? Ich glaube, nicht so viele Startups
habt ihr dann sonst ausgegründet aus dem RLI. Das war das eine gewesen. Und wie kam das dann zu dem zu dem Thema sozusagen zu einer Ausgründung bei anderen vielleicht nicht. aus meiner Sicht. Ich war ja damals die Geschäftsführerin des RLI. Bin ich auch heute noch. War es irgendwie die richtige Kombination aus einem Super Thema, wo wir geglaubt haben an die Skalierbarkeit und den richtigen Leuten. Also Oliver hatte Bock darauf, was Neues anzufangen. Ich hatte Lust darauf, ihn zu begleiten. Und in dieser Kombination haben wir es
gemacht. Und wir hatten damals auch einige Kolleginnen und Kollegen im Institut, die auch gesagt haben Könnt ihr mich damit reinnehmen, die wir zum Anfang dann teilweise mit übernommen haben. Es gab übrigens auch Full Disclosure. An am Institut, die gesagt haben ist ja komisch, was ihr da macht. Wir sind ein gemeinnütziges Forschungsinstitut. Warum interessiert ihr euch überhaupt für so eine kommerzielle Tätigkeit? Also, wir hatten da zwei Sichtweisen drauf, aber ich habe das gerne gemacht. Und. unsere heutige Erfahrung würde ja sagen, es hat sich gelohnt, weil wir
haben eine 2. Organisation damit erschaffen, die ihre eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat, die heute 14 Leute finanzieren kann und die zusätzlich zum Institut besteht, ohne dem Institut Projekte wegzunehmen. Das galierbare Geschäft ist was anderes als die Forschung und die Beratung, die wir weiterhin aus dem RLI machen. Dieses Spannungs dieses Spannungsfeld, was du gerade erwähnt hast, finde ich auch spannend. Könnte man vielleicht auch kurz darauf eingehen. ähm Es gibt. Ja, glaube ich, in der Wirtschaft und Unternehmer haben da sich für sich natürlich die Antwort gefunden, warum
es Sinn ergibt, ein Unternehmen zu gründen. Aber es gibt ja schon einen großen Teil der Gesellschaft, der bei der Wirtschaft immer ein bisschen kritischer ist. Oh, Sie suchen ja nur nach Profit und so weiter. Ihr seid ja dann wirklich irgendwo dazwischen in diesem Spannungsfeld gewesen. Wie habt ihr dann? Was waren da so die Argumente, die dazu geführt haben? zu sagen. Okay, das ist. Es ergibt auf jeden Fall Sinn, ein Startup zu gründen. Also, ich kann dir die Argumente sagen. Und ich sage gleich dazu, dass sie
auch nicht alle Leute bei uns überzeugt haben. Also, du kannst als Argument sowas sagen wie Na, guckt euch den Reiner Lemoine an. Also das Geld, das in seine Stiftung gegangen ist, kam aus seiner unternehmerischen Tätigkeit. Das kam nicht aus seiner gemeinnützigen Welt davor, sondern das kam aus der unternehmerischen Tätigkeit. Und wir sind froh, dass es die gab, denn das hat die Stiftung ermöglicht. Und das hat auch das Institut ermöglicht. Hat nicht alle überzeugt, aber das könnte man als arggemein anführen. Und es gibt aber auch den
Aspekt, den ich damals in meiner Leitungsrolle wichtig fand, nämlich Ich wollte auch das Institut weiterentwickeln. Ich wollte auch die Leute weiterentwickeln, und ich fand es lohnenswert, dieses Experiment zu wagen. Ja, und ich denke, wenn Lösungen in der Wirtschaft funktionieren, dann ist es auch wie so eine Art Ritterschlag, weil die Unternehmen wollen natürlich wirtschaftlich tätig sein. Und wenn wir Energiewende wirklich schnell hinbekommen wollen, dann brauchen wir diese Skierfähigkeit. Und da kann das nicht an Einzelunternehmen hängen, sondern dann muss man quasi die ganze oder sozusagen etwas aktivieren
dass die ganze Wirtschaft möglichst schnell arbeitet, und wir haben heute 20.000 Standortbewertungen auf unserer Plattform pro Woche. 20.000 Sites werden untersucht in Europa. Und da merkt man ja, dass man das mit klassischer Forschungs und Beratungsarbeit händisch oder in Persona gar nicht machen kann. Da gibt es. Und jetzt einen Schritt zurück, um das Problem wirklich zu beleuchten, was vielleicht für euch natürlich sehr klar ist, aber für für jemanden, der jetzt nicht drin steckt. Was ist das eigentliche Problem, weshalb man auch eure Lösung braucht? Ja, also, ähm
Wenn man Eigenheimbesitzer ist und ein Elektrofahrzeug hat, dann ist es irgendwie No Brainer, sich eine Ladesäule oder eine Wallbox an die Wand zu schrauben. Bei Unternehmen bei Fuhrparkflotten ist das auch relativ einfach, aber die Unsicherheit entsteht dann, wenn es um öffentlich, also um öffentliche Ladebedarfe geht oder um Ladebedarfe, die auf Plätzen, die öffentlich zugänglich sind, entstehen so und diese Unsicherheit, die nehmen wir den Investoren. Das ist eigentlich die Grundmotivation. Verstehe. Das heißt, die Unsicherheit besteht darin, wo man diesen Ladepunkt installieren sollte. Genau, wo dann auch
welche Ladegeräte, also welche Ladeleistung dann passend ist, weil die Ladeleistung muss ja zum Aufenthaltsort passen. In der Anfangszeit der Elektromobilität. Da gab es noch den Begriff der Ladeweile. Das sollte ja beschreiben, dass man einfach viel zu lange irgendwo ist und sich die Zeit vertreiben muss. Mir ist es persönlich schon so gegangen, dass man Ladestress hat, weil das Auto so schnell lädt und man die Familie am Rasthof gar nicht so schnell durch die Toilette und durchs Restaurant schleusen kann. Blockiergebühren und dann noch die Blockiergebühr oben drauf
kommt. Genau so. Das heißt, die Ladeleistung muss zum PUI passen, und das ist, klingt banal, aber in der Praxis ist es gar nicht so gar nicht so einfach. Das heißt, wir untersuchen die Standorte. geben Empfehlungen für die Ladegeräte, also Ladeleistungen, und können auch die Energiebeträge, die die CPOs dann verkaufen können, abschätzen, also in Kilowattstunden pro Jahr bis zum Jahr 35 bis 2035. Das ist natürlich sehr spannend dann für den Ladepunktbetreiber für seine Wirtschaftlichkeitsberechnung besonders wichtig. Und ähm da dann Lage, Lage, Lage, ne? Das ist ja
bei Immobilien immer ist es ja dann bei euch auch der Fall. Und was macht diese gute Lage aus? Was sind so die die Top drei, wenn man so will, oder mehr, wenn du mehr oder wenn ihr mehr erwähnen wollt an Faktoren. Wie viel Zeit haben wir? Puh, da muss ich kurz nachdenken. Also. Die Faktoren sind unterschiedlich für die verschiedenen Leistungsklassen. Ich habe gerade noch einen Call, wo es um Lkw-Laden geht. Da geht's natürlich. Das ist natürlich ganz anders als jetzt beim Laternenladen. Ich wünschte mir zum
Beispiel an manchen Stellen einen Laternenlader, wo ich nicht diesen Ladestress habe. Mit 3,7 kW kann man ja schön über den ganzen Tag laden, ähm. Also, ich glaube, die Hauptfaktoren sind. Man muss auf die ortsansässige Bevölkerung schauen. Welche Ladebedarfe entstehen durch die ortsansässige Bevölkerung. Man muss sich die Points of interest anschauen, zum Beispiel Supermärkte, und man muss sich den Verkehr anschauen, so das sind so die drei Kategorien. Vielleicht fangen wir so erst mal in Kategorien anzudenken. Und dann kann man das in den Kategorien natürlich beliebig detailliert
machen. Und was dann noch ganz wichtig ist, ist natürlich, den Wettbewerb zu berücksichtigen. Damals, als wir gestartet sind, gab es nicht so viel Wettbewerb. Da hat die Analyse, die wir auf Papier ausgedruckt haben, ein paar Monate standgehalten. Heute haben wir eine ganz andere Frequenz. Da werden viele Ladepunkte aufgebaut. Da muss man also täglich den Wettbewerb checken, täglich die Preise des Wettbewerbs checken. Wir gehen also auch in diese Betriebsoptimierung so langsam rein. Weil wenn die Ladepunkte stehen, ist das Geschäft ja nicht abgeschlossen, sondern man muss natürlich
schauen, dass man am Markt besteht, attraktive Ladepreise hat den Wettbewerb beobachten. Und das ist noch mal ein ganz anderes Feld. Ja, spannend. Und habt ihr dann auch Zugang zu all diesen Datenquellen, die ihr so braucht? Oder gibt's dann auch einfach Quellen, die man, wo es unmöglich ist? Ja. Also, wir machen das ja schon eine ganze Weile. Und wir haben uns da natürlich viele Daten selber erarbeitet und Modelle aufgestellt. Wir validieren viele Sachen auch mit unseren Kunden mittlerweile, weil wenn man so einen großen Kundenstamm hat, kann
man ja quasi auch die Validierung mit den echten Backend-Daten der Kunden machen. Wir kaufen aber auch Daten ein. Also wenn es jetzt an die täglich aktualisierten Preisdaten geht oder an die Auslastungsdaten geht. Also wie werden Ladepunkte, die schon auf der straße stehen, tatsächlich genutzt. Das kaufen wir bei unseren Freunden ein. Okay. Und die da gibt es ja auch meines Wissens ja auch gewisse Akteure, die quasi auch Daten konsolidierend anbieten. Also ein Eco-Movement beispielsweise in der Ladebranche ist sehr bekannt. Das heißt, ihr habt ja da verschiedenste
auch Datenquellen von von so dritten Parteien, auch die Sachen aggregieren, nehme ich an oder so. eigentlich nur zwei. Also, wir versuchen, so viel wie möglich selbst zu machen. Aber die zwei, die ich gerade genannt hatte, Ladepreise und Auslastungsdaten. Das sind Sachen, die wir bei befreundeten Unternehmen einkaufen. Und da ist auch wichtig, immer eine schöne Kooperation zu haben, dass das robust und stabil. funktioniert. Und alles andere machen wir machen wir selbst. Ich glaube, wir machen so viel selber, weil wir aus dieser Welt kommen. Für jedes Forschungsprojekt
der zehn Jahre davor mussten wir ja auch Daten also zusammentragen, scrapen, anrufen, Tabellen miteinander vereinen und so weiter und sind als RLI immer sehr gut darin gewesen. Data Science, gerade auch die ganze Welt der offenen Daten. Da sind wir Spezialistinnen drin. und so ein bisschen mit dem Mindset sind wir wahrscheinlich gestartet. Und weil wir wussten, dass das geht. Und weil wir darin viel Erfahrung gesammelt hatten, haben wir gemerkt, dass wir das auf unsere Fälle auch anwenden können. Und wir. Wir sind ja auch kreativ. Damit möchte
ich nicht sagen beim Klauen von Daten, sondern ich möchte sagen, beim Zusammenbauen von Daten zu einem coolen Algorithmus. Also, was wir alles am Anfang mit drin hatten, auch an, sagen wir mal soziodemografischen Daten rund um die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ein E Auto fährt im Vergleich zu einem Verbrenner, beispielsweise politische Affinitäten, Wahlergebnisse und so Da haben wir uns einfach haben wir uns auch gut ausgetauscht, tatsächlich interdisziplinär mit Leuten aus den Sozialwissenschaften. und haben dann versucht, das über Daten abzubilden. Und sowas haben wir beispielsweise dann bei den
Wahlleiter Webseiten abgerufen. Also haben wir eine gute Mischung, glaube ich, zusammengebaut. Und jetzt erst so wie Oliver das beschrieben hat. Jetzt erst, wo die Verdichtung und wo diese Real Time Themen stärker werden. Da haben wir dann mehr mit Daten. Anbietern zusammengearbeitet. Und habt ihr auch. Es gibt ja den Data Act, den EU Data Act, der jetzt im September kommen wird, wo auch Daten offenbar noch einfacher zugänglich gemacht werden. Ist das für euch relevant? Ein Game Changer. Seht ihr da? Beschäftigt ihr euch sowas auch, oder? seid
ihr allgemein zufrieden mit der Datenlage sozusagen. Ihr habt ihr auch Forderungen an die Politik. Vielleicht also auch mit der Localizer Brille nicht so stark. Mit der Rli Brille habe ich wahnsinnig viele Forderungen, weil wir für bessere Forschung mit besseren Daten unglaublich viel bewegen könnten. Und da wünsche ich mir Zugang zu ganz vielen Dingen. Ich möchte auch, dass die offene Lizenzen haben, damit ich in der Lage bin, die zu verwenden. Diese Daten ganz viele Daten sind ja proprietär oder noch schlimmer. Es gibt einfach keine Lizenz. Niemand
hat sich überhaupt die Frage gestellt, ob Forschung die Daten benutzen darf oder nicht. Das ist einfach eine Inkompetenz, glaube ich, die es an vielen Stellen gibt. Also, wenn dieser Data Act dazu führt, dass sich die öffentliche Hand damit mehr beschäftigt, begrüßen wir das sehr. Von der Localizer Seite aus sind wir einfach super aufgestellt. Und dadurch, dass wir regelmäßig die Validierung haben, bekommen wir ja auch mit, dass unsere Datensätze oder unsere Ergebnisse gut funktionieren. Ja, und es gibt noch im Prinzip eine 3. Säule. Also, wir hatten
ja gesagt, es gibt die Daten, die wir selbst erzeugen. Die Daten, die wir einkaufen, also eigentlich nur zwei Datensätze. Und dann gibt es noch eine 3. Säule der Datenbeschaffung. Und das ist. Das sind Forschungsprojekte. Also, wir sind zwar Software as a Serviceanbieter, aber wir sind trotzdem noch bei sehr, sehr innovativen Themen in Forschungsprojekten drin. Und am liebsten natürlich mit dem RI gemeinsam. Und das machen wir europaweit. Also, wir haben Projekte rund um die Ostsee mit allen Ostseeanrainerstaaten. Wir haben gerade ein Projekt in Österreich. Und das
sind so ich sag mal so Speerspitzenprojekte nennen wir die bei uns, wo wir einfach, ähm. In der Forschung ist ja Scheitern erlaubt. Also neue Wege gehen, was austesten, was probieren. Und das sind so unsere Projekte, wo wir dann die neuesten Sachen entwickeln. Da können wir nicht so wahnsinnig viele machen wie in RLI. Aber wir profitieren natürlich davon, dass wir da so eine lange Historie haben, ein gutes Netzwerk haben. und mit dem RLI und mit anderen Forschungsinstituten auch super zusammenarbeiten können. Und wenn ihr so Beispiel nennt
wo ihr Daten bräuchtet, die Arten von Daten ist es so Lastgänge oder was könnte man so? Was fällt euch ein, so Top of Mind. Also, wenn ich mir was wünschen dürfte, dann hätte, dann wüsste ich gerne georeferenziert alle Verteilnetzdaten. Warum interessiert mich das im Kontext von Elektromobilität? Naja, es interessiert mich deswegen, weil natürlich Netzanschlusskosten irgendwie skalieren mit dem Aufwand und dem Abstand zu vorhandenen Netzanschlusspunkten Netzen und so weiter so. Also, wenn ich ein Netz. Wenn ich weiß, dass irgendwie ein Stromnetz rechts oder links von einer
sechsspurigen straße verlegt ist, ist eine wichtige Information, oder? Weil dann ergibt das total Sinn, bei der Ladepunktsuche auf die eine oder andere straßenseite zu gehen. Also das ist was, was nicht nur beim RLI super spannend wird zu wissen, sondern auch im Kontext von Elektromobilität. Man kann solche Datensätze selber erzeugen, wenn man sich gut auskennt mit Stromnetzen. Das ist zufällig ein Skill, was auch das RLI hat. Aber warum nicht mehr offene Daten in dem Kontext? Es sind immerhin Dinge der öffentlichen Daseinsvorsorge. total Sinn. Das ist ein
dickes Brett. Genau. Also, wir hatten zeitweise sogar schon Netzpläne bekommen von Stromnetzbetreibern. Da konnten wir den Fall, den Katrin grad geschildert hatte, tatsächlich abbilden. Also. ist das Verteilen auf der linken oder rechten straßenseite einmal unter der straßenbahn durch oder der ICE Strecke kostet sechsstelliger Betrag, glaube ich. Das ist ja wahnsinnig entscheidend für unsere Kunden, wo sie den Ladepunkt da platzieren. Aber am Ende des Tages kann die Zusammenarbeit nur mit dem Netzbetreiber funktionieren, weil wir ja gar nicht wissen, ob im Betrieb der Netzbetreiber Schaltung in seinem
vermaschten Netz macht, wo vielleicht schon Einschlussleistungen allokiert sind für einen Gewerbepark, wo vielleicht heute die Einschlussleistung gegeben wäre, aber die schon besetzt ist, weil in zwei Jahren irgendwie ein Gewerbepark entsteht. Und da hätte ich die Vorstellung. dass wir in die Richtung gehen müssen, dass wir einfach einen standardisierten Austausch mit den Netzbetreibern haben. über offene Daten, Modelle, Schnittstellen, Ampelsysteme, was auch immer. Aber das wäre nicht nur für die Elektromobilität, sondern für alle, also auch für die Erzeuger und für die Standortplanung wahnsinnig hilfreich. Und wenn man jetzt
nochmal in Richtung GoToMarket sich das an, wie wie finden. Ihr habt ja dann auch angefangen. Also, dann kann ich mir vorstellen. Okay, die ersten Projekte kamen dann über diese Förderprogramme, die du anfangs geschildert hattest, rein. Aber da muss man sich als Unternehmen ja auch positionieren am Markt und sich bekannt machen. könnt ihr da mal drauf eingehen, wie eure seit 2011 war das der Anfang war das beim RLI. Genau. Ja, da war der Einstieg, dass sich Ladesäulenbetreiber bei uns gemeldet haben und für Städte und Kommunen wir
diese Standortkonzepte erarbeitet haben. Da waren wir super spezialisiert schon da drin. Und dann war wirklich der Punkt. Wir müssen da die Skalierung hinbekommen, haben die Gründung gemacht und dachten ja. Nun, wir sind jetzt Spezialisten aus dem RLII. Wir haben das Netzwerk, wir haben das Wissen. Und jetzt legen wir so richtig los. Und. das. also der große Aha. Wie jetzt. Wie sagst du es jetzt? Wie jetzt? Der große Aha Effekt war für mich. Wir haben nicht einen Kunden vom RII weiter begleiten können. die, die zu Localizer
gekommen sind. Die wollten weiterhin PDF Berichte haben. Die waren gar nicht daran interessiert, nur ein Zehntel der Kosten zu bezahlen, sondern sie wollten einfach dieses dicke PDF Dokument haben, den Bericht damit zum Entscheidungsgremium gehen. und bei Localizer hatten wir die ersten anderthalb Jahre richtig damit zu tun, weil wir waren ja auf Software Assist Service eingestellt und getrimmt. Wir wollten keine PDF Berichte mehr erstellen. Wir wollten, dass die Kunden das mit uns mit unserer Software machen und auf den Knopf drücken und dann ihre Kilowattstundenprognose haben. Aber
sie wollten es nicht. Und das hat uns ganz schön beschäftigt zu der Zeit. Ja spannend und so organisatorisch. Wie haben wir. gemacht. Wir haben so ein bisschen Geld eingesammelt von Friends and Family und von uns und von unserer Stiftung und hatten dann erst mal Geld, um diese Software zu programmieren. Also wir haben dann direkt losgelegt und haben die im ersten Jahr programmiert. Und dann war eben eine Plattform fertig, in der man das alles hätte automatisiert, algorithmisch selber machen können. Und dann haben wir gedacht, das ist
doch jetzt die Erweckung. Da kann man ja auf Knopfdruck kann man Punkte. bestimmen, auswerten und so weiter. Und dann ist das passiert, was du gesagt hast. Also, die Leute haben gesagt, das ist alles schön und gut. Aber im PDF Bericht wäre doch auch schön. Keiner von uns hatte Lust, jetzt irgendwelche Texte dazuzuschreiben. Das ist uns passiert. Dann hatte ich zum Beispiel am Anfang noch die Idee, dass man mit unserer im Algorithmus ja total gut Rankings erstellen könnte. Also ich habe auch immer gewartet auf so einen
klassischen Multisite Kunden, der halt sagt. Na ja, das hier sind meine 10 oder 20 oder 50 potenziellen Standorte. Macht mir doch mal ein Ranking. Und dann weiß ich Ah, der hier ist wahrscheinlicher oder ertragreicher in der Zukunft als andere. Das ist auch gar nicht so gestartet, wie wir wollten. Wir hatten einen sehr früh einen sehr, sehr großen deutschen Kunden, der also eine ganz bekannte Supermarktkette ist. Mehrere 100 Filialen in Deutschland hat da das geklappt. Und für den haben wir dann zum Beispiel so ein Upload programmiert
Der konnte dann einfach seine Exit Tabelle mit seinen 500 Standorten hochladen, hat dann tatsächlich so ein Ranking zurückbekommen. Die Standorte wurden automatisch in die Software eingelesen und so also wir haben dann mit so einem Kunden gelernt. was der, wie der die Software benutzen möchte und so also sowas ging auch relativ schnell. Aber das waren so einzelne Projekte am Anfang. Wir hatten noch nicht so das Gefühl, dass wir jetzt 10, 12, 15 Standardkunden haben, die alle dasselbe wollen. Das hat uns eine ganze Weile begleitet. Und was
war dann? Ja, oder willst du noch ergänzen? Ja, also. Wir hatten damit ganz schön zu kämpfen. Wir mussten auch in unserer Firma Änderungen durchführen. Also, wir mussten tatsächlich auch Verträge beenden. Also, wir hatten finanziell zu kämpfen. Und dann haben Katrin und ich und ein kleines Kernteam quasi Vertrieb weitergemacht, weil wir einfach davon überzeugt waren. Also, es ist ja ein No Brainer. ähm, für ein Zehntel der Kosten bessere Analysen zu haben. Tag und Nacht so und dann irgendwann platzte der Knoten. Und dann haben wir das Team
wieder aufgebaut. Katrin hat schon gesagt, wir haben jetzt 14 Personen Tendenz steigend. Wir sind von Norwegen bis Italien, von Polen bis. England unterwegs. Und das überrascht uns eigentlich nicht. Aber was uns überrascht, ist, dass wir ein und denselben Standort zum Beispiel auch von mehreren Akteuren bewerten lassen können. Also die Kunden, also nicht nur die CPOs fragen uns an, sondern auch die Standorteigentümer, die Banken. die Investmentfonds Rentenfonds. Also, ich habe in den letzten Jahren sehr viel dazu gelernt, was alles sozusagen rund um einen Ladepunkt. Wer dann
noch so alles so involviert ist. Spannend. Ich wollte noch ergänzen. Ich würde aus meiner heutigen Perspektive sagen, wir waren eben anderthalb oder zwei Jahre sehr früh dran. Und dieses automatisierte Produkt hatte noch nicht so einen starken Markt, wie es das heute hat. Es war für uns aber die richtige Zeit. Wir haben es eben trotzdem 2018 so gestartet, aber man hätte es vielleicht auch 2019 oder 2020 starten können und hätte dann gleich diesen diesen wirklichen skalierbaren Teil mitgenommen. Und wir waren sehr früh dran. Auf der anderen
Seite würde ich sagen, dadurch sind wir eben auch schon lange am Markt. Und wir kennen die Entwicklung dieser Kunden auch ganz gut. Also diese Kundschaft hatte eben damals auch noch andere Wünsche als heute. Und wir konnten dann unser Projekt. so weiterführen oder unsere Plattform so weiterentwickeln, dass diese Wünsche der Kunden mit reingeflossen sind. Das hat uns natürlich ermöglicht. viel kundenfreundlicher und auch market orientierter zu werden. Also, wir haben damals eben gemerkt, was die brauchen, was sie nicht brauchen. Wir haben viele Gespräche geführt und haben dann
gesagt Ja, klar, das können wir euch machen. Und deswegen haben wir jetzt ein Produkt, das wir uns nicht sozusagen von Topdown ausgedacht haben, sondern was mit der Kundschaft zusammen entstanden ist. Und das hat sich bei uns auch herausgestellt als eine sehr gute Methode für die Weiterentwicklung. Jetzt also viele der Sachen, die du gerade besprochen hast. beispielsweise diese Entwicklung in andere Länder. Die kommt daher, dass ein Kunde von uns gesagt hat. Ich bin eigentlich auch in anderen Ländern. Und die Software, die ich da habe, ist nicht
so gut wie eure. Kann ich nicht eure auch meinen Kolleginnen aus den anderen Ländern andrehen, haben gesagt Ja, eigentlich schon. Können wir die natürlich zur Verfügung stellen. Und so sind wir eben in diese Länder expandiert. Also, das sind Kundenwünsche, die wir dann umgesetzt haben. Und der Durchbruch, den der kam dann. gab es einen Moment oder gab es einen besonderen Pivot, wie man ja sagte in der Start-up Jargon so eine Änderung der Strategie oder am Produkt, die dazu geführt hat, dass dann so ein Durchbruch kam. Oder
ich glaube, war das einfach nur das Timing. Dann, dass man lange genug gewartet hat. Ja, ich glaube, es waren zwei Sachen. Der eine Punkt war, dass bei unseren Kunden der Druck immer größer wurde und sie gemerkt haben, ich kann oder sie können mit. mit Personal die Standorte gar nicht mehr händisch durchgucken und im PDF alle Standorte durchblättern. Also der erste große Kunde, der ist gleich mit 4000 Standorten gestartet und mit mehreren Abteilungen so da gab es eine Abteilung, die nur Standort Acquise gemacht hat. Die musste
also sehr, sehr schnell tausende Standorte bewerten und überhaupt gucken. Lohnt sich da überhaupt der Anruf bei dem Grundstückseigentümer. so also die mussten sehr, sehr schnell rechnen. Dann die besten 100 Standorte haben sie an die nächste Abteilung weitergegeben. Die haben ein bisschen ins Detail geguckt, bis hin zur Bauabteilung, die die Sachen gebaut haben, so und als die Firmen gemerkt haben, dass das mit PDF-Dokumenten nicht mehr funktioniert, auch sozusagen die Informationsweitergabe innerhalb der Firma oder zu den Dienstleistern. Bei uns kann man einfach die Dienstleister mit einladen, kann
mit dem Handy ein Foto machen und dann ist quasi die Baubesprechung gleich dokumentiert. er als dieser Druck bei unseren Kunden entstand. Da platzte der Knoten. Spannend. Und du hast schon die Stakeholder auch erwähnt. Also die wichtigsten noch mal der Reihenfolge nach. Gerade sind die CPOs. Wenn ich das richtig verstehe für euch. Und vielleicht kannst du nochmal ergänzen. Die anderen, die du auch erwähnt hast. Inwiefern sind die jetzt für euch relevant? also CPOs. Logisch, das sind die naheliegendsten, aber es gibt immer wieder. Akteure. Ich hatte ja
schon die Fonds genannt. Investmentfonds, die natürlich große, also große Portfolios verwalten. Und auch die müssen sehr, sehr schnell Entscheidung treffen. Oder wenn es um Unternehmenskäufe geht, dann melden sich Banken oder auch Investorengesellschaften bei uns und wollen wissen, wie gut ist denn ein Portfolio von dem Unternehmen, was ich kaufen möchte. Ähm, wir haben auch schon, äh, Insolvenzen begleitet. Ähm, ein bisschen makaber, aber auch da muss ja sozusagen abgeschätzt werden. Äh, wie gut ist denn das Portfolio, was jemand aufgebaut hat? Und letztens hat jemand zu uns gesagt
Ja, Ihr seid ja bankable. Was er damit meinte, war, dass unsere Software auf einem Standard beruht, den wir mit dem Deutschen Institut für Normung selber erstellt haben. Also nicht alleine. Wir haben es initiiert. Aber es waren auch die nationale Leitstelle für Ladeinfrastruktur dabei Bundesministerien, Landesministerien, aber natürlich auch CPOs. vom BDIW, ein Unternehmen vom VKU. Der Verband der kommunalen Unternehmen war dabei. Und da haben wir einen Standard erschaffen. Und durch dieses standardisierte Vorgehen, was wir haben, werden unsere Analysen auch von Banken und Investoren akzeptiert. Das kennt
man ja aus der PV-branche. Wenn man irgendwie PV Park oder Windpark baut, braucht man Ertragsgutachten von Dritten. Und wir können das halt im Bereich Ladeinfrastruktur machen. Und deswegen, so haben wir uns quasi dieses Feld der Investoren. eröffnet, so also CPOs, Investoren, Grundstückseigentümer. ähm. Auf einmal sind Grundstücke interessant, die vor der Ladeinfrastruktur nicht interessant waren, weil sie einfach aus Ladeinfrastruktursicht gut gelegen sind. Für den Bau von einem Wohngebiet oder Bürogebäude sind sie vielleicht nicht so attraktiv. Das heißt, auch die wollen ihre Portfolios bewerten, Wohnungsgesellschaften wollen oder
müssen Ladeinfrastruktur aufbauen. Städte und Kommune erstellen Pläne. Da schließt sich so ein bisschen der Kreis. Damit haben wir ja ursprünglich mal angefangen. Aber so Städte wie jetzt Wien oder Hamburg oder Berlin haben wir auch schon begleitet bei großen Ausschreibungen, wo diese Städte dann Dienstleister gesucht haben, die jetzt Ladeinfrastruktur ausbauen. Ja, verstehe. Ja, du hast es erwähnt. Das ist ja auch eigentlich extrem spannend. Diese Analogie, die PV-Branche oder Wind. muss denn ja auch solche Art von Localizer Tools dann auch anwenden. Ne? Gibt's da viele Analogien und
und wo unterscheidet oder ja, wo gibt's dann große Unterschiede zu diesen Branchen? ähm Ich habe zwar erneuerbare Energien studiert, aber ich habe noch nie ein Windgutachten selber erstellt, muss ich sagen. Also von den Investorengesellschaften kennen wir so ein paar KPIs, äh, die sie aus der PV- und Windbranche, äh, mitgeben. Da haben wir uns ein bisschen was abgeguckt. Aber, ähm, ins Detail kann ich da nicht gehen. Letztlich. Es ist technisch ja was ganz anderes. Also, ich gucke auf Jahreseinstrahlungen oder Verschattungen oder Windverschattungen oder Windparkeffekte. Das haben
wir nicht. Bei uns sind es diese drei Säulen, die ich genannt hatte Bevölkerung, PUI und Verkehr und dann der Wettbewerb. Und in Summe sind es aber Dutzende Faktoren, die das noch detaillieren. Ich kann mal in dem Bereich der Bevölkerung ist uns zum Beispiel wichtig, die Gebäudestruktur. Wenn man bei uns zum Beispiel einen Ladepunkt in einen Vorort setzt, in so einer Eigenheimsiedlung, dann wohnen da natürlich auch Leute. Die sind auch vielleicht solvent. Die Elektrofahrzeugquote ist hoch. Das politische Wählerverhalten korreliert gut mit der Elektrozulassungsquote. Das hat ja
Katrin kurz angedeutet. Also alle Faktoren sind vielleicht gut, aber trotzdem spuckt unsere Software raus. Es gibt kaum öffentlichen Ladebedarf. Warum? Weil das Laden zu Hause natürlich viel attraktiver ist. Wirtschaftlich. und unsere Software erkennt halt. dass es da keinen öffentlichen Ladebedarf gibt. Wenn man genauso viele Einwohnende hätte in einer Gebäudestruktur, wo es mehr Familienhäuser gibt und nicht genug private Parkflächen, kommt wieder ein Ladebedarf bei raus. Und so gibt es ja, wie gesagt, Dutzende Faktoren, die wir da in der Zeit immer genauer beschrieben haben. Ich habe ja
gesehen, es sind circa 2000 CPOs schon, glaube ich, die habe ich, äh, wenn ich das richtig gesehen habe oder die die Software genutzt haben. äh Das heißt, ich habe Unmengen schon an Erfahrungswerten. ähm Was habt ihr denn? Was hat euch überrascht, beziehungsweise was habt ihr so gelernt? äh was was was vielleicht auch eine interessante Anekdote sein könnte, von euren Daten und Analysen. Also vielleicht streue ich mal was ein, was, wo ich immer noch so ein bisschen darauf warte, denn wir haben Localizer eigentlich gar nicht als
Software geschrieben, die eben solche Gutachten ausspuckt. Das klang gerade so ein bisschen so an, sondern eigentlich haben wir eine Plattform. gebaut, auf der man diese gesamte Umsetzung machen kann. Man könnte also direkt mit dem Netzbetreiber in Kontakt treten. Der könnte direkt da die Daten sehen. Der könnte auch reinschreiben. weiß ich nicht. Dieser Standort ist nicht so günstig. Es wird günstiger, wenn du es verschiebst oder so. Also, wir haben da was vorbereitet. was die Chance hat, diese gesamte Sekar Management Aufgabe zusammenzuführen. Und das ist was, was
noch gar nicht so gut angenommen wird. Also im Hintergrund laufen. Nach der Bewertung und der Planung dieser ganzen Standorte bei uns laufen fast immer noch dieselben Prozesse ab wie früher. Und ich hätte mir im Rahmen der Digitalisierung auch bei den Netzbetreibern gewünscht, dass sich das im Laufe der letzten sieben Jahre, wo wir jetzt am Markt sind, schon ändert. Also das ist was, was zum Beispiel noch nicht passiert ist und wo wir aber für vorbereitet sind. Man könnte alle diese Prozesse auch supergut digital in seiner Plattform
machen. Tatsächlich gibt es diese Knöpfe. Die sind noch in der Plattform drin. Hier den Netzbetreiber einladen. Aber den Knopf sieht man nicht mehr. Das war in den ursprünglichen Entwürfen war das alles vorgesehen. Aber letztlich sind wir in diesen sieben Stufen waren es damals, glaube ich, sind wir immer noch in den ersten beiden Stufen. Also, das ist da, wo wir gerade aktiv sind. Die anderen sind alle vorbereitet. Ich glaube, auf der Hauptstadtkonferenz hat mich mal ein CPO angesprochen, ob wir nicht auch Netzbetreiber wieder einladen könnten. Das
wäre schön, wenn das losgehen würde. Ja, also an alle Netzbetreiber da draußen. Wir sind bereit. Sprich der Use-case wäre der Netzbetreiber würde sich einloggen und dann Daten auch füttern von den Netzen. Das muss er nicht mal. Also, es gab eine Zeit, wo Netzbetreiber sehr, sehr viele Anschlussanfragen bekommen haben, weil die CPOs gesagt haben Mensch, ich muss jetzt. weiß ich nicht fünf Standorte realisieren. Ich frage bei dem Netzbetreiber vorsichtshalber mal 50 an. Und dann suche ich mir die Standorte raus, die am schnellsten realisierbar sind. Das tut
ja auch dem Netzbetreiber weh, wenn der 50 Anschlussanfragen bearbeitet, aber nur fünf Aufträge bekommt. Normalerweise ein Netzbetreiber kennt dieses Geschäft ja gar nicht. weil wenn jemand einen Netzanschluss anfrage für ein Gebäude oder einen Supermarkt macht, dann wird er ja zu 100 % gebaut. Es gibt ja keine Wahlmöglichkeiten beim Netzbetreiber, aber im Bereich E-Mobilität und Batterien gerade und Batterien hat so ein Netzbetreiber auf einmal Blindleistungen zu arbeiten zu bearbeiten, weil er einfach Angebote bearbeiten muss, die nicht zum Auftrag kommen. Und das würde ja dem Netzbetreiber auch
Arbeit abnehmen. Und Katrin hat es ja vorhin angesprochen. dass wir so ein Prozess wie so eine unverbindliche Netzanschlussanfrage befürworten würden. Also es wäre ja super toll, wenn man über so eine Plattform wie Localizer beim Netzbetreiber einfach unverbindlichen Ange-, also einen Standort anfragen kann. Der Netzbetreiber kann, könnte das schnell beantworten, muss das nicht verbindlich machen, muss die Leistung nicht in seinem Netzprogramm allokieren. und unsere Kunden, die CPOs zum Beispiel. Die wären happy, wenn sie einfach nur so einen Daumen hoch oder Daumen runter oder so ein. Ich
weiß nicht genau. Ich müsste es genauer analysieren. Informationen bekommen würden, so Das ist alles vorgesehen. Aber wir haben ja nicht nur 12 Netzbetreiber in Deutschland, sondern ein paar mehr. Und da ist es natürlich nicht so leicht, so einen Prozess loszutreten. Sinn. Ja, meine. Meine utopische Vision wäre es ja, dass man diese ganzen Daten der Verteilnetze ja irgendwann mal wirklich in Echtzeit zur Verfügung hätte. Nicht nur die Kapazitäten, die es von den Kabeln gibt, aber auch dann die tatsächlich vergangenen historischen Daten von jedem 15 Minuten oder
noch mehr in Echtzeit Slot und dann, dass das für jedermann zur Verfügung wäre und dann jedermann damit auch und Frau damit planen könnte. für die Projekte würde für alle, glaube ich, Effizienz dabei entstehen, aber das sind wir noch nicht so als Beispiel Schritt zehn dann irgendwann mal in eurer Software. Ja. Du hattest ja gefragt nach den, ähm, äh, Aha-Erlebnissen. Und das ist tatsächlich ein Aha-Erlebnis, ne? Ich hätte nicht gedacht, dass es so lange dauert, oder wir sind ja immer noch nicht. Wir haben ja immer noch
nicht die Lösung. Äh, und wir hatten das schon vor sieben Jahren. Die Idee. Also, das hat mich wirklich verwundert. ein anderes Aha Erlebnis war gewesen, ähm, dass. wir Anfragen bekommen und bearbeiten. Die Kunden rechnen dann Standorte durch. Und nur durch Zufall merken wir, dass dieselben Standorte von anderen Kunden auch bearbeitet wurden, so wir gucken uns ja nicht, oder wir können uns ja gar nicht mehr die ganzen Standorte angucken, die von unseren Kunden analysiert werden. Jedes Kundenprojekt ist ja auch vertraulich. Aber wir haben gemerkt, dass manchmal
ein und derselbe Standort von verschiedenen Akteuren bewertet wurde. Und da passieren schon sehr spannende Sachen. ähm, würde ich jetzt gern mehr erzählen, aber die Spannung steigt. Ja. Und welche Rolle spielt KI ist ja auch in aller Munde. Hat das für euch auch einen Impact? Benutzt ihr KI oder wollt ihr das benutzen? Ja, also die Antwort ist klar. Ja, wir benutzen jetzt schon KI und auch Machine Learning, ähm. KI hat ja einen Riesen Riesenvorteil beim Auswerten großer Datenmengen so und das ist der Punkt, wo wir KI
derzeit einsetzen. ähm bei der eigentlichen Standortprognose, was jetzt die Ermittlung der Kilowattstunden angeht. Da sind wir noch vorsichtig, weil die KI kann ja immer nur an der Vergangenheit lernen. Und da aber die. Änderungen im Nutzerverhalten und in der Technik der Fahrzeuge sich so stark. entwickelt, würden wir quasi das Nutzerverhalten und die alte Technik in die Zukunft projizieren. Und da sehe ich gerade noch Grenzen, so ne. Also, wenn man sich vor Augen führt, vor nicht mal zehn Jahren hatte, hatten viele E-Fahrzeuge im Winter weniger als 100
kilometer Reichweite. Kann man sich heute kaum noch vorstellen, so aber das war so. Und wenn man dann laden musste, dann war man glücklich, wenn man eine 50 kW Säule gefunden hat. So und heute hatte ich ja erzählt, hat man Ladestress, weil man mit dem 800V Auto, äh, in 20 Minuten schon wieder den Akku voll hat. Ähm. Ja, also und deswegen. Also, wir prüfen quasi regelmäßig so die oder testen regelmäßig die Grenzen der KI aus. Und ich glaube, die die ähm das Wichtigste ist quasi diese Grenzen
zu kennen und dann immer wieder erweitern, bis man mit der KI besser ist als. das, was man auf klassischem Wege programmiert hat. Ich würde auch sagen, wir nutzen KI als Werkzeug, so wie wir auch Python oder so als Werkzeug benutzen. Aber es steckt in unserem Modell immer noch eine fundamentale Analyse und fundamentaler Algorithmus von Dingen, die wir wissen, die wir anpassen können und die nicht eine KI erfunden hat, so nutzen wir das. Ja, das ist aus zwei Richtungen sinnvoll. Einerseits können wir so einfacher unsere Erfahrungen
einspielen. Wir hatten ja auch mal für die Bundesregierung. große Analysen gemacht fürs Verkehrsministerium und für die nationale Leitstelle. Diese List 2030 Studien sind ja dem einen oder anderen bekannt. Da könnt ihr mal ins Impressum schauen. Da steht dann das Logo vom REI. Seht ihr da noch und auch Kollegen von Localizer. also diese Infos dort einzuspielen, ist ganz wichtig. Damals hatten wir ja 80 % des deutschen Fahrzeugmarktes befragen dürfen, also. Das Verkehrsministerium hat die CPO ins Ministerium eingeladen, und wir konnten unter kartellrechtsanwaltlicher Aufsicht die die Autohersteller
befragen, so und die haben halt ihre Produktionsplanung zum Besten gegeben. Welche Batteriekapazitäten, welche Mengen, welche Ladeleistungen die zukünftigen Fahrzeuge haben werden und diese Infos in den Algorithmus einzuspielen. ist im Moment noch auf klassischem Wege einfacher und ein anderer Aspekt ist, dass unsere Kunden nicht in eine Blackbox schauen wollen, wo einfach nur ein Kilowattstunden Wert rauskommt, den man dann vertrauen muss, weil die Kunden haben ja sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle. Also wenn man jetzt zum Beispiel einen Supermarktparkplatz annimmt. dann könnte man den analysieren und sagen, es wohnen irgendwie
3.500 Einwohner im Umkreis von 500 Metern um diesen Supermarkt rum. Die könnten an dem Supermarktparkplatz laden. Theoretisch. Wenn der aber beschrankt ist oder aus versicherungstechnischen Gründen man am Wochenende oder am Sonntag da gar nicht laden kann, fällt der Teil schon mal weg. Wir wissen das aber gar nicht, ob vielleicht bei dem Supermarkt im nächsten halben Jahr eine Änderung stattfinden soll und dort dann doch die Anwohnerschaft laden kann. so oder gucken wir nur auf die PI so und wir machen das sozusagen durch unseren Algorithmus sehr, sehr
transparent, sodass unsere Kunden selbst entscheiden können, welche dieser Energieprognosen oder Anteile zu ihrem jeweiligen Businessmodell passen. Und deswegen können es anpassen, auch die Kunden. Sie können es sowieso anpassen. Und Sie können sich aber auch die Elemente rausnutzen, die zu ihrem Geschäftsmodell passen. Und wenn. eine Kommune oder ein Supermarkt nicht die Autobahnfahrerinnen und Fahrer von der Autobahn runterlocken wollen, durch den kleinen Ort zu dem Supermarkt lenken wollen. weil es der Bürgermeister vielleicht nicht will, dann wird halt einfach diese Spalte der Energie nicht berücksichtigt. Im Geschäftsmodell wird
dann auch nicht so viel Werbung gemacht. Und von den Supermärkten hätte ich noch eine Anekdote, die auch klar macht, warum wir immer noch so ein fundamentales Modell gut finden. Wir hatten einen großen Kunden in Deutschland mit sehr vielen Filialen. Und die hatten sich schon ihre eigenen Gedanken darüber gemacht, welche Filialen denn wohl attraktiver sein müssten für Menschen mit E Autos. Und die hatten zum Beispiel die These, dass die Filialen, die einen hohen Anteil von Bioprodukten haben, also ein anderes Sortiment, weil sie ja ihre Kundschaft und
ihr Sortiment sehr gut kennen. dass die eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, dass auch Menschen mit dem E Auto davor parken. Also Supermärkte wissen extrem viel darüber, wer bei ihnen einkauft und haben ihre eigene Vorstellung davon, dass das korreliert mit dem Nutzen von dem einen oder anderen Verkehrsmitteln. Das sind ja wahnsinnig wichtige Informationen für so ein Unternehmen. Eine KI, die über alle dieselben Analysen macht, wird das nicht rausfinden. Und weil wir immer wieder diese Erfahrung machen und weil wir auch der Kundschaft ermöglichen wollen, das mit einzubauen. ist
das Fundamentalmodell einfach das Beste. Und die KI. Klar, die ist bei uns angekommen, weil es eben ein tolles Werkzeug ist. Okay, spannend. Und in Sachen Positionierung am Markt. Ich nehme an, es gibt Wettbewerber wie in jedem Geschäftsmodell. Wie unterscheidet ihr euch, oder wie? Ja, wie? Was sind eure USPs? Also, als wir gestartet sind, gab es auch schon Wettbewerber. Und wir wussten in dieser Phase, die wir vorhin beschrieben haben, wo wir auch wirtschaftlich unsicher waren, wussten wir gar nicht, dass wir zu früh dran waren. Wir hatten
auch die Idee, dass wir vielleicht zu spät dran waren. Also, es klingt. Es klingt irgendwie seltsam. Heute ist das so klar gewesen, dass wir einfach der Zeit ein bisschen voraus waren. Aber damals wussten wir nicht, ob wir zu früh oder zu spät dran waren. Es gab also damals auch schon 23 ähm, Akteure. Diese drei Akteure gibt es heute allesamt nicht mehr. Ich glaube, einer macht ein ganz anderes Modell. Der ist vom Thema Ladeinfrastruktur weg. Hat, glaube ich, letztes Jahr bei uns angefragt, ob er unseren Service
nochmal einkaufen kann, weil er das Feld verlassen hatte. Wir haben also in der Zeit viele kommen und gehen sehen. Und es gibt jetzt, ähm. Ich schätze mal vielleicht, also weniger als eine Handvoll, die da so spezialisiert sind in Europa. In ganz Europa. In Europa, ja, ähm. Die da so spezialisiert sind. genau. Und was zeichnet uns aus? Wir haben halt schon sehr viel Ahnung von Ladeinfrastrukturplanung. Also, wir machen das nicht nur, weil man es mit Daten machen kann. Mit Daten kann man eben viel machen, kann man
Hundefutter verkaufen, oder man kann eben auch Ladeinfrastruktur planen. Wir kommen aber zufällig aus dem Bereich. Also, wir wissen alles über die, die, äh, die Kundschaft, die Stakeholder, die Technik dahinter und so weiter. Also, wir haben das mit dem Wissen aufgebaut. Das zeichnet uns aus. Und dann haben wir auch noch eine gute Lösung. Also wenn man sich die Plattform anguckt. Das machen ja viele Kunden von uns auch im Vergleich zu anderen Plattformen, dann kriegen wir regelmäßig das Feedback, dass wir einfach eine super user orientierte Plattform gebaut
haben, die deren Wünschen gut entspricht. Das liegt eben daran, dass wir es sehr viel auch zusammen mit unserer Kundschaft entwickelt haben. und Wir haben ja 14 Personen bei uns im Team. Viele davon fahren selbst auch mit dem E-Fahrzeug. Es gibt neben mir noch einen anderen Fahrzeugtechniker. Und ich weiß nicht, ob ihr Fahrzeugtechniker kennt. Da ist. Ich glaube, die Frauenquote noch ein bisschen geringer als bei E-Fahrzeugleuten. Da sind eine Menge Freaks dabei. Und zwei von den Freaks arbeiten zufällig bei uns. Und wir haben einfach spaß daran
das Thema E- Fahrzeug einfach auszuprobieren. Und wir machen regelmäßig Tests auch mit der Familie zum Leidwesen der Familie. Manchmal, aber auch im beruflichen Kontext. Auch im Ausland leihen wir uns Fahrzeuge aus und testen einfach die Ladeinfrastruktur. Und das machen wir seit Jahren. Und die ganzen Infos fließen da natürlich rein, weil. Wir können zwar Energieprognosen machen, aber es gibt noch viele andere Faktoren. Die Preise, die Preise des Wettbewerbs, dynamische Preise ist ja jetzt auch ein Riesenthema. Das sind alles Faktoren, die wir mit berücksichtigen müssen. Und wir
begleiten da unsere Kunden auch mit solchen Tipps und Tricks und Beratungshinweisen noch. Ja, das Thema dynamische Preise ist ja sehr, sehr spannend, auch im Sinne der Energiewende, dass man auch die. Verkehrsflüsse auch dynamisiert auf Basis von der Verfügbarkeit der Erneuerbaren im Netz. Ja, wie schätzen Sie das ein? Schauen sich das viele CPOs an? Wird das sich bald mal ins Rollen kommen? Wird das viel, viel ändern, auch auf Basis von euren bisherigen Erfahrungen, dass sich eure Modelle dann ganz schön ändern würden, wenn man solche Preise hätte
Wir haben das. Wir haben das schon vorgesehen. Mit einigen Kunden oder einige Kunden versorgen wir auch schon mit Preisdaten, die dann in ihre dynamischen Preissysteme reinfliessen. Also man kann sich das sehr gut vorstellen, wenn man weiß, welche tagesaktuellen Preise der Wettbewerb hat. dann kann man sich ja Methoden überlegen, wie man sein eigenes Pricing gestalten möchte, so und wir haben auch Api- Anbindungen. Das heißt, unsere Kunden können die Daten nicht nur in unserer Plattform im Browser abrufen, sondern auch über die API einfach abrufen und in ihre
Backends oder in ihre Algorithmen einspeisen, wo dann die Daten bis zur Ladeseile kommen und der Preis. beim Direct Payment gesetzt werden kann, so das heißt, wir gehen da auch schon in die. Ja, Betriebsoptimierung. mit rein und Dynamic Pricing wird ein Riesenthema sein, aus der. Bedarfssicht. Aber auch wir gucken ja immer noch ein bisschen durch die erneuerbare Brille. Auch aus der Erzeugungssicht wird es ja ein Thema sein. Also letztlich auch über den Beschaffungspreis der Energie. Es gibt ja heute schon ein paar Ladesäulen, die groß damit Werbung
machen. Wenn die Sonne scheint, ist es ein paar Cent günstiger, als wenn keine Sonne scheint. Andere gucken nur von der Bedarfsseite darauf, wenn einfach. wenig gerade los ist, dann wird der Preis reduziert, um da Kunden anzulocken. Und diese Preisbildungsmechanismen, ähm, die bereiten wir gerade vor. Und da gibt's aber sehr große Unterschiede bei den Kunden. Die einen gucken nur sagen bedarfsseitig bei die äh auf die Nutzer, die anderen gucken auf die Energie, die anderen aufs Marketing. da wird ganz viel passieren. Und das ist auch wieder so
ein Thema, wo ich denke klar, wenn ich nicht aus dem Themenfeld komme, dann kann ich die Daten in eine KII reinwerfen. Und dann generiert die daraus Prognosen. Jetzt kommen wir aber zufällig aus dem Thema. Ich habe selber früher Strom gehandelt. Ich weiß, wie die Börsen funktionieren. Mit dem Wissen würden wir eher an so eine Aufgabe gehen, als dass wir es einfach nur in so ein Datenmodell schieben. Das ist das, was man halt bei uns bekommt. Wir versuchen, uns rauszuhalten aus der Beratung. Aber ich glaube, wir
wären auch immer noch extrem gute Berater für alle unsere Kundschaft, weil wir natürlich auch diese Management Entscheidung, dieses Make or buy, weil wir das alles auch durchdringen können. Unsere Firma soll aber eine Software, also Service Firma sein. Also wir müssen uns immer wieder selber auch so ein bisschen regulieren und daran erinnern, dass wir eigentlich nicht Projekte machen wollen und eigentlich nicht Beratung, sondern wir würden gerne die Software so gut machen. dass sie eben die Probleme der Kundschaft löst. Eine Vision, die uns ja auch bei Rideg
umtreibt, ist ja, dass man das intelligente Laden bis zum bidirektionalen Laden an so vielen Ladepunkten wie möglich auch ermöglicht. Nun, beim öffentlichen Laden ist es ja vor allem im Schnellladesegment schwieriger als in anderen Usecases oder Anwendungsfällen. Nichtsdestotrotz gibt's ja auch im öffentlichen Laden, was ja euer Kernschwerpunkt bei Localizer ist jetzt auch die AC, die an den Laternen beispielsweise sind, aber auch in Holland, glaube ich sehr, sehr viel, auch mehr noch als in Deutschland, so ganz so AC-Lader und beim DC-Laden könnte man ja auch über diese
dynamischen Preise da die Flüsse ein bisschen steuern. Wie blickt ihr auf das Thema und habt ihr schon da auch Erfahrungswerte und. denkt ja, das wird das auch viel verändern, wenn man dann in der Lage ist, eben dann zu laden, wenn es viele Erneuerbare gibt und wie direktion das Laden möglich dann gang und gäbe sein wird. Also das Potenzial ist riesig. In meinem zweiten Studium. habe ich genau zu dem Thema meine Masterarbeit geschrieben. Das ist jetzt schon einige Jahre her, also zum bidirektionalen Laden. Und es ist
so ein bisschen so wie beim Thema Netz, was wir vorhin angesprochen haben. Man kann sich eigentlich nicht vorstellen, warum das wirklich so lange dauert. Ähm, das wirklich in die Praxis umzusetzen. Aber es wird, äh. Es wird ein. Also, da würde ich das Wort Game changer benutzen. Also, wenn wirklich Fahrzeuge Energie zurückspeisen können, dann ist das. Ist das ein Gamechanger. ähm. vielleicht noch beim RRI. Der Übergang zu Katrin haben wir schon so Projekte durchgeführt. Ein Projekt beispielsweise mit der Deutschen Post und dem Stromnetzbetreiber Edes. Ich glaube
der fünftgrößte Netzbetreiber in Deutschland gehört zum Eon- Konzern Mpom Megpom und Brandenburg. Genau da hatten wir es schon geschafft, dass wir die Ladevorgänge der Deutschen Post testweise aus der Leitzentrale. des Netzbetreibers steuern konnten. Der Strom ist nicht zurückgeflossen, aber man konnte quasi durch den Netzbetreiber die Ladevorgänge steuern, so technisch ist das, ist das alles möglich. Aber der Punkt ist, glaube ich, die Regulatorik.
Gut, dann äh nochmal, äh, habt ihr auch ähm geografische ähm Unterschiede entdeckt in dem, äh, was ihr macht. Also, ich nehme an, Ihr habt den Fokus auf Deutschland, aber wie wie ihr meintet, dass es auch, dass ihr geografisch verschiedenste Regionen auch ähm begleitet. Gibt's da auch äh interessante Begebenheiten oder Daten? Ja, wenn wir beispielsweise ein Kundenprojekt in Schweden oder Norwegen freischalten für einen deutschen Kunden, der da in den Markt möchte und der uns dann fragt Mensch, ihr habt da oben bei dem Parkhaus irgendwie einen Fehler
gemacht. Da sind 500 Ladepunkte drin. Da sagen Nee, ist kein Fehler. Ebenso gibt die stehen da wirklich. und jedes Land hat unterschiedliche Hochlaufkurven bei uns, und zwar mehrere war ein konservatives und progressives Szenario. Und was total wichtig ist, was eigentlich total banal klingt. Aber es wird auch von großen Beratungshäusern manchmal nicht richtig gemacht. Man muss natürlich bei den Hochlaufkurven immer die aktuellen Zulassungszahlen berücksichtigen, also. Wir haben schon Prognosen gesehen, wo mehr E- Fahrzeuge zugelassen werden in der Zukunft als heute Gesamtfahrzeuge pro Monat zugelassen werden. Das
würde ja bedeuten, sozusagen der Fahrzeugkauf steigen, so und das das sehen wir so nicht. Und das ist in den unterschiedlichen Ländern in Europa sehr stark unterschiedlich. Also Holland liegt zum Beispiel den Zulassungsquoten vor uns. Deutschland wird aber Holland überholen, weil einfach der Durchsatz an neuen Fahrzeugen höher ist. gibt's ja nicht. Und dann äh E-LKW hat es, glaube ich, schon angerissen. Das wäre noch mal ein interessantes Thema, was glaube ich gerade sehr en vogue ist auch. Was, wie schaut ihr auf das Thema E-LKW dann was? Was
äh ja, was verändert das bei euch auch, oder inwiefern ist das für euch relevant? also es ist. Man geht in die Karte bei uns macht einen Rechtsklick und setzt einen Lkw-Standort. Und dann setzt man nochmal und dann klickt man nochmal drauf und sagt Berechnung starten. Und dann werden im Lkw-Bereich dann Megawattstunden pro Jahr ausgegeben, auch bis 2035 für verschiedene Ladeleistungen, also für das Nachtladen und für das schnelle Laden.
Nach viereinhalb Stunden Lenkzeit muss ja eine Pause gemacht werden. Da könnte man dann mit MCS mit dem Megawatt-charging laden. Heute ist es oft noch das CCS-Laden. genau, also. Wir haben das Produkt. Das wird auch schon verkauft. Viele Kunden nutzen das und planen in Europa da Lkw- Ladeinfrastruktur. Meine Vermutung ist, dass es da sogar ein bisschen schneller geht als beim PKW. Der PKW hat sich ja sehr viel Zeit gelassen, so mit dem Hochlauf. Die Fahrzeuge sind da und da geht's ja weniger um Emotionen. Also der Pkw-Markt
ist ja sehr über Emotionen getriggert. Und früher wollten die Leute vielleicht keinen IM fahren, sondern der Tesla, der dann irgendwo Sexyness suggeriert hatte in der Zeit, weil es ganz viele Beschleunigungsvideos im Internet gibt. Der hat das Thema irgendwie en vogue gemacht. Beim Lkw ist es einfach eine betriebswirtschaftliche Rechnung. Und wenn der da besser ist, dann kaufen die Speditionen eh Lkws. Und ich glaube, da sind wir jetzt. Das heißt das Ziel, glaube ich, 30 % bis 2030 neu. äh verkauft äh E-LKW ist realistisch eures Erachtens.com. Ja
Also, ich glaube, in Deutschland ist das. Ich denke, wir sind da auf einem guten Weg. Ja. Gut. Und die ähm der Electrotrucker zeigt es ja vor in seinen Videos, dass die CCS Ladesäulen auch die ursprünglich eher für PKW auch gedacht waren, auch von der von den Stellplatzgrössen ähm auch passen. Seht ihr das auch so, dass es, dass es letztendlich keinen Bedarf gibt oder dass es nicht so viele MCS. und nochmal für die Zuhöre vielleicht, die nicht wissen. Megawatt Charging heißt, dass man über 1000 kW mit
Ldt im Vergleich CCS dann 350 die typischen 400 kW ganz schnell lade sollen, die es jetzt schon gibt. Ja. Der Vorteil vom MCS ist ja dieser hohe Ladepeak. Der hohe Ladepeak. Der wird ja aber nicht von 0 bis 100 % SOC durchgefahren, das heißt der MCS-Lader hat seinen Vorteil, wenn man bei einem niedrigen SOC mal kurz laden möchte, wenn man sowieso länger steht. nivelliert sich das wieder aus. Ich habe zum Beispiel, ich habe ein 800V Fahrzeug einen Kia und. Wenn ich eine Ladesäule lade, die vielleicht
nur 150 kW Leistung hat, das Fahrzeug aber 240 kW laden kann, dann wird die Ladeleistung einem schnellen Lader nach 50 % SOC abgeriegelt, weil die Batterie einfach zu warm wird. und geht dann irgendwie auf 100 kW runter. Wenn ich aber an einem Lader stehe, der nur 150 kW kann, dann wird die Batterie ja gar nicht so heiß in der Anfangszeit. Und die 150 kW werden aber bis in einem hohen bis zum hohen SOC-Bereich weitergefahren. Das heißt effektiv an Zeit, wenn ich lange stehe. ist der 150
kW-Lader bei vielen Fahrzeugen gar nicht viel langsamer als der Lader, der mit 300 kW lädt. Das macht wirklich nur einen Vorteil, wenn ich wirklich nur 10 Minuten lade so und so ist es beim Lkw wahrscheinlich auch. Man muss es ein bisschen beobachten. Die MCS-Technik ist ja deutlich teurer als die andere Technik. Man hat auch einen anderen Stecker. Das ist ja so dreieckig. und man muss sehen, ob das im Betrieb wirklich diesen Vorteil bringt, wenn die Trucker nur wirklich ganz, ganz kurz laden. Und da bin ich
gespannt. Vielleicht hast du ja den Kollegen hier mal mit an Bord. Dann höre ich mir den Podcast von ihm noch mal. Ja, bald haben wir schon einen Podcast. werden wir, wenn wir dann darüber sprechen. Verdetaillierter, aber hätte mich interessiert, ob ihr da eine starke Meinung zu habt. äh, wie bei bei diesem Nach-. Es gibt ja diese zwei, äh, Anwendungsfälle, die du gerade auch erwähnt hast, so beim Schnell, äh, kurz nach den 4,5 Stunden äh Betrieb die Pause und dann aber nachts stehen ja die E-LKW dann
quasi. Und reicht ja auch eine ganz auf jeden Fall eine ganz langsame Ladung. Und es ist auch witzig, dass du gerade gesagt hast. Nur 150 kW, oder weil vor fünf Jahren hätten wir gesagt Boah, hier 150 kW Mega. Und da wurden die ersten noch höheren gebaut. Und dann haben wir gedacht. Was sind das für wahnsinnige Leistungen? Jetzt sagst du jetzt sind ja nur 150 kW. Also, wir kommen natürlich dann auch wenn man jetzt auf der Seite der Elektrotechnik und der Strominfrastruktur ist, kommen natürlich riesige Themen
auf uns zu. Es ist nicht so das, was wir bei Localizer machen, aber das ist das, was wir beim RLI dann wieder machen würden. also die Frage Was bedeutet das für die Stromnetze? Erli hat zum Beispiel im Auftrag der EM hier in Berlin zusammen mit dem Öko Institut eine Studie gemacht zum Hochlauf der Elektromobilität innerhalb der Lkws, die in Berlin unterwegs sind. Also was haben die denn für Use Cases für das Laden? Wo wird das stattfinden? Und da kommt man eben auch auf ganz schöne Strommengen
die dann zur Verfügung gestellt werden müssen, nicht nur auf der Kilowatt Seite, sondern auch auf der Kilowattstundenseite. beispielsweise hast du das im Kopf? Zufällig sind irgendwie über 20.000 E-Lkw, die wir erwarten, in den nächsten fünf Jahren oder so was. Ich will auch nichts Falsches sagen, oder zehn. Und da geht es dann ganz viel darum. Wo stehen die eigentlich? Also, es gibt ganz viele Unternehmen, die haben Betriebshöfe. Wir gehen also stark davon aus, dass da so ein Depotladen entsteht. Dann ist die nächste. Frage dürfen da vielleicht
andere auch laden, weil man muss sich ja überlegen. Viele Unternehmen stellen ihre Fahrzeuge an die straße. Das ist aber nicht vorgesehen, dass dann jedes von diesen Fahrzeugen dort laden kann. Also können die sich vielleicht was teilen. Es geht auch so ein bisschen darum, diese genau dieses Depot teilen schon mal vorzubereiten, was dann notwendig wird, um eben genau die öffentlichen Plätze zu entlasten. Ja, wir kommen zum Abschluss. ähm Was sind denn so Themen, die euch noch äh umtreiben, beziehungsweise jetzt in der Zukunft, wo ihr euch auch
freut, wenn ihr schon mal einen Ausblick geben wollt.
Ja, wir haben Sie eigentlich schon angesprochen. Also, ähm. Wir haben jetzt super tolle Betriebsdaten drin, also die Auslastung von bestehenden Ladepunkten ähm können wir in Anzahl in prozentualer zeitlicher Auslastung und auch sozusagen in Kilowattstunden einsehen. Also man kann einfach gucken, wie performt ein Ladepunkt draußen auf der straße und daneben quasi die Prognose stellen und ein besseres Handwerkszeug kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Dazu noch die Ladepreise täglich aktualisiert. Das ist der Status quo. Und wenn wir in die Zukunft blicken. dann habe ich immer noch nicht
die Hoffnung aufgegeben, dass wir mit der Integration der Stromnetzbetreiber da mal richtig weit kommen, weil das ursprüngliche Ziel und wenn man so den Bogen mal schlagen. äh mit Reiner Lemoine, wir wollen ja Energiewende äh sozusagen skalierbar machen, so und da müssen die Erneuerbaren rein. Das Netz ist quasi das Rückgrat der Energiewende. und die zu integrieren. Das wäre so mein Traum. Aber ich glaube, da muss ich mich noch 12 Monate gedulden. Ja. Und was darüber hinaus spaß macht, ist die Expansion in die anderen Länder. Oder also
noch mehr Kunden, die auch in die Länder gehen wollen, wo wir schon sind. Oder irgendwie nochmal ein neues Land starten, wieder was Neues lernen, auch über die von den angesprochenen Unterschiede, die es da gibt, sowas macht mir spaß. Cool. Ja, dann habt ihr zum Abschluss noch einen letzten Satz oder wie man mit euch in Kontakt kommen kann, was äh was ihr den Zuhörern geben wollt. Ach, die Kontaktaufnahme ist ganz einfach. Ihr geht einfach uns auf unsere Webseite, fordert eine Demo an. Dann könnt ihr zwei Wochen
lang kostenlos testen. Habt freundliche Kolleginnen und Kollegen bei uns. Wir nehmen uns viel Zeit für das Onboarding. rechnen da mit euch gemeinsam ein paar Standorte durch. Und dann könnt ihr das, äh das passende Tool für euch einfach ausprobieren und buchen.
Genau so sieht es auf der Seite Localizer aus. Und beim RLI ist es so Da freuen wir uns immer auf eine gemeinsame Projektentwicklung oder eine Beauftragung. Also, wenn jemand sagt, ich brauche gar nicht dieses automatische Tool, sondern ich möchte ein Projekt durchführen. Ich möchte was lernen über die Stromnetze. Wie entwickeln die sich? Was sind mögliche Szenarien für die Energiewende in meinem Betrieb vor Ort und so weiter. Das sind Dinge, die wir mit unseren Ingenieurwissenschaftlichen Methoden angehen können. Da können wir eine Studie schreiben, da können wir
einen Tool für bauen, eine Software entwickeln. Dafür sind wir beim RLI gerne ansprechbar. Das findet man auch im Web unter rl institut.de. Dann vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche wenig Ladestress und bis bald. Danke schön. Bis bald. Tschüss. Und das war wieder eine Folge mit Katrin und Oliver von Localizer. Besonders spannend fand ich, wie sie sich dafür entschieden haben, diese Ausgründung zu machen. Das ist gar nicht mal so ohne. Und Reiner Lemoine Institut hat ja nicht so viele weitere Ausgründungen gemacht. Das heißt, da
mussten sie auch intern viel. Zustimmung bekommen und dieses spin-off Debatten, ob es jetzt das Richtige wäre, auch für so eine Institution ein Startup zu gründen und dass die Argumente da auf jeden Fall zielführend sind. Meiner Meinung nach ist klar. Und außerdem fand ich spannend, wie auch schon viele CPOs Localizer nutzen und dass das fast schon die einzigen auf dem Markt sind, die so groß geworden sind. und wie viele Daten sie verwerten von den Daten von den Ladepunkten angefangen, aber so viel mehr und was sie auch
noch alles vorhaben, insbesondere um den Betrieb zu optimieren von Ladepunktbetreibern, was bei denen das A und O ist und insbesondere die Netzanschlüsse zu beschleunigen und die Netzbetreiber noch reinzubringen, eine coole Vision, die sie auch von Anfang an haben und jetzt Purple durchführen. Und was nicht gesprochen worden ist, ist übrigens, dass sie auch viel mit Wasserstoff am Hut haben. Also wenn ihr mehr lernen wollt, dann meldet euch doch gerne bei den. Und falls euch die Folge gefallen hat und ihr denkt, jemand könnte das auch gefallen. Bitte
teilen, gerne kommentieren und bis bald.