Pierre Rudolph - Fleet & E‑Mobility Lead (Last Mile)
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Welcome to the Smart Charge by RiDERgy Podcast. This is Claudio Geyken, founder and CEO of RiDERgy. This is your show to learn about all things energy management and smart charging innovation for electric vehicles and fleets.
Heute spreche ich mit Pierre Rudolf, erfahrenem Flottenmanager von HelloFresh, darüber, wo Elektromobilität in großen Flotten wirklich entschieden wird – im Energiesystem dahinter. Oder, wie es auf den Punkt gebracht wurde: Gewonnen wird die Transformation nicht im Auto, sondern im Strom dahinter. Wir schauen auf das EMS – Energiemanagementsystem – als Betriebswerkzeug: Tourensicherheit, klare Kostensteuerung pro Einsatz und Skalierung über mehrere Depots und Länder. Zielbild: automatisiertes Laden ohne manuelle Eingriffe. Wenn Menschen Ladeentscheidungen treffen müssen, ist das System falsch gebaut. Es geht um Standardisierung, saubere Daten und verlässliche Ladefenster, damit der
Betrieb täglich stabil läuft und wachsen kann. Los geht's. Hallo, Pierre. Schön, dass du heute dabei bist. Wie geht's dir heute? Hallo, Claudio. Gut geht's mir. Ich hoffe, dir geht's auch gut. Ja, bin gut gestartet in den Tag und freue mich über deine Einladung. Ja, danke, dass du die auch angenommen hast. Und lass uns gerne damit starten: Was ist so dein Hintergrund, damit die Hörer ein bisschen wissen, wer Pierre Rudolf ist. Ja, Pierre Rudolf ist zunächst einmal ein echter Berliner und sitzt heute hier
als jemand, der das Fuhrparkmanagement seit, sagen wir mal, knapp 15 Jahren lebt. 15 Jahre. Ja, genau. Also ich habe 2010 angefangen, sehr operativ für einen Dienstleister der Audi AG. Da habe ich das Thema Digitalisierung vorantreiben dürfen. Ich habe einen besonderen Vorführwagenpool leiten dürfen – im Auftrag der Audi AG Fahrzeuge, die von einem bestimmten Kundenkreis gemietet werden konnten. Und diese galt es dann an den Kundenkreis zu überführen. Das war ein Pool von 30 bis 60 Fahrzeugen, und hier ging es darum, deutschlandweit im Zusammenspiel mit
der Audi AG Fahrzeugüberführungen vorzunehmen – damals noch als Projektleiter. Aber auch in dieser Zeit ging es schon darum, erste digitalisierte und operative Erfahrungen sammeln zu dürfen, in Form von eigener Software, die wir entwickelt haben. Ich hatte dort auch schon einen CEO, der 2011/2012 seiner Zeit sehr voraus war und Software selbst gebaut hat – ähnlich wie du ja auch. Dazu kommen wir später. Ja, und das hat mir viel Spaß gemacht. Und mit einem großen Konzern im Hintergrund, der Audi AG, waren das
Tolle fünf, sechs Jahre, die ich da arbeiten durfte. Kann ich mir gut vorstellen. Wir arbeiten ja auch mit der Audi AG zusammen. Das ist ein super Kunde. Ja, richtig. Habe ich bei dir gelesen. Ich habe immer noch gute Kontakte zu den damaligen Kollegen, und mittlerweile ist auch der eine oder andere einer meiner besten Freunde geworden. In der Zeit konnte ich viel operativ lernen – den Beruf als Projektleiter, das ganze Führungsthema. Das war damals mit Ende 20 für mich noch alles sehr aufregend. Cool.
Und danach? Dann bin ich 2016 in die Immobilienbranche gegangen und wurde der Fuhrpark-Begleiter der Grüner Group – der bekannte Unternehmer Christoph Groener. Ich habe damit irgendwie mit zehn Autos angefangen. Damals gab es da eine Excel-Tabelle und der Einkäufer hat das so nebenbei geregelt, das Fuhrpark-Management. Und da ging es darum, den enormen Wachstum, den die Firma damals angestrebt hat und auch ausgeführt hat, im Segment Fuhrpark ebenso voranzutreiben. Das heißt, hier galt es für mich, eine passende Fuhrpark-Software erst
mal zu installieren. Denn es war so, Claudio: Wir haben die Woche irgendwie fünf, sechs Autos dazubekommen. Das müssen wir erst mal erfassen und dann in die Excel-Tabelle alles einhacken – das war schwierig. Und da ging es darum, das Flottenmanagement aufzubauen. Da ging es darum, Schadenmanagement zu integrieren. Da ging es darum, die Führerscheinkontrollen rechtlich durchzuführen. Und ich wollte das von Beginn an in einem System darstellen. Ich habe geschaut, welche Fuhrpark-Software am besten passt. Und damals waren die ganz in den Anfängen, die
Firma Avros. Heute ist sie ja auch groß geworden. Wir haben neulich ein Webinar mitgehabt. Richtig, das habe ich mir angehört. Damals noch alleine Avros und mittlerweile Shiftmove – Firmen, die sich dort zusammengeschlossen haben und mittlerweile ein großes mittelständisches Unternehmen geworden sind. Aber ich hatte damals das Vertrauen meines CEOs, diese Software nutzen zu dürfen. Züricher Unternehmen, Schweizer Unternehmen. Mensch, was ist das, was dahinter steckt? Alles cloudbasiert – das war ja auch damals eine cloudbasierte Fuhrpark-Software, das war in den Jahren sehr neu. Aber wir
konnten in so einer Art Bierdeckelsystem mit anderen Fuhrpark-Kollegen die Firma Avros wachsen lassen. Die Themen, die wir als wichtig angesehen haben, konnten wir in der damaligen Zeit erläutern – vom Schadenmanagement über Bußgeldbescheide kontrollieren und das ganze Thema als Herzstück installieren. Das war meine große operative Aufgabe, hatte aber auch wieder viel mit Digitalisierung zu tun in dem damaligen Konzern, wo wir dann innerhalb von fünf, sechs Jahren knapp 300 Autos zu verwalten hatten. So schnell ist das gewachsen. Und da hat
man halt gelernt, wie wichtig es ist, mit einer Fuhrpark-Software zu arbeiten, die alles integriert – mit Partnern an der Seite, die verlässlich dich im Fuhrpark-Management unterstützen, wo du quasi als Dirigent zur Seite stehst und mit einem Team, das ich damals hatte, die Dinge nur noch koordiniert und natürlich auch kontrolliert. Das ist ganz klar. Das kann ich mir vorstellen. Macht mir Spaß. Und ist auch effizienter in Sachen Kosten und Zeit, nehme ich an. Da ging es
gerade darum, per Dashboard TCO relativ zeitnah zu erstellen. Ich kann mich erinnern, mein damaliger Vorgesetzter hat gesagt, ich brauche das in zehn Minuten. Ich hatte alle Daten im System. Und da fing es für mich an, wie wichtig es ist, eine Software zu haben, wo Daten gefüttert werden, um dann innerhalb kürzester Zeit Auswertungen führen zu können. Da gibt es auch ein Thema, auf das wir später noch mal zu sprechen kommen. Nein, das ist gar nicht so einfach. Aber ich sage
halt immer, die Daten sind da und die IT ist mittlerweile so weit – heute noch viel weiter als damals. Alle Daten, die einmal im System sind: hier geht es immer nur darum, diese ordentlich zu führen, diszipliniert dort einzutragen und dann alles zusammenzuführen. Und das war damals eine schöne Zeit. Und so sind wir weitergewachsen. Areos, Shift Move – großer Partner, auch mit dem ich viel gearbeitet habe und auch heute noch viel Kontakt habe. Das war sozusagen meine Aufgabe bei der Grüner Group. Und danach kamst
du zu HelloFresh. Und bevor wir ins Detail gehen – denn das soll ja auch unser Herzstück des Podcasts sein: HelloFresh und was wir gemeinsam da gemacht haben. Die E-Mobilität hat dich ja schon als Thema vor HelloFresh begleitet. Wie kommt es, dass du dich da auch so für das Thema eingesetzt hast und es so interessant fandst? Das Thema E-Mobilität kam irgendwann dann auch zum Tragen. Ich denke, es war so im Jahr 2017, da ging es darum: Die Grüner Group hat sehr nachhaltig Quartiersbau vollzogen. Nachhaltig bauen ist das
Thema. Und dann war für mich klar, dass der Fuhrpark genauso nachhaltig betrieben werden sollte. Die E-Mobilität war noch ziemlich in den Anfängen. Das heißt, wir haben Quartiersentwicklung und Quartiersbau ebenfalls mit erster Ladeinfrastruktur ausgestattet. Ich hatte viele Freiheiten damals seitens des CEO und habe mich dann auf der Messe – bei der Flotte in Düsseldorf, die damals ja ebenfalls auch schon am Start war – alle nötigen Informationen geholt, die ich brauchte, um zu schauen, dass wir gerade in den urbanen Räumen uns der E-Mobilität zuwenden konnten, sprich Kilometer
bis 150 km: diese Touren in den Städten schon zu elektrifizieren. Wir hatten erste Auswertungen, wir hatten erste Kostenpunkte schon durchkalkuliert. Ich hatte die Mittel zur Verfügung. Und ich hatte vor allen Dingen auch das Vertrauen, dort erste Erfahrungen sammeln zu dürfen. Sehr cool. Und es war tatsächlich so, dass wir hier in Berlin unser Headquarter als erstes mit Ladeinfrastruktur ausgestattet hatten, viel mit InnoGrid damals noch. Und ja, so die ersten Firmen – dieses Smart Cable, ich weiß nicht, ob du dich daran noch erinnern konntest – Ubitricity.
Ubitricity, ganz genau. InnoGrid war später Ubitricity – genau, die waren die ersten, mit denen ich damals Kontakt hatte. Kenne ich beide Gründer von der Firma. Total aufregend. Die kamen dann zu uns und waren auch neu mit dieser Kabelabrechnung. Wie machen wir das mit den Poolfahrzeugen? Wie rechnen wir die ab? Dann ging es darum, erste Mitarbeiterfahrzeuge zu elektrifizieren. Ich hatte eine Car Policy, die ausgerichtet war auf Diesel- und Benzinfahrzeuge. Dann ging es darum: Okay, jetzt schauen wir mal, welches Profil passt zu welchem Fahrer und
wie wir die Elektromobilität jetzt auch an die Mitarbeiter herantragen können. Nicht so einfach – die sträuben sich ja manchmal total, denn es ist halt nichts Bekanntes. Es ist neu. Richtig. Wir haben ja mit dem E-Golf angefangen als Poolauto. Und dann habe ich gesagt: Kollege, fahr doch mal übers Wochenende mit so einem E-Auto und mach dir mal selbst ein Bild und schau mal, wie es dir gefällt. Denn es waren immer die gleichen Argumente – die wirst du auch kennen,
Claudio: immer Reichweite. Ich fahre im Urlaub, wie soll das gehen? Und dass du halt nur zweimal im Jahr im Urlaub fährst und 90 % der Fahrten von den Reichweiten her auch damals schon kein Problem waren, war eigentlich schon klar. Und so konnte ich immer mal wieder Fahrzeuge rausgeben. Und jeder, dem ich den E-Golf damals gegeben habe, hat hinterher gesagt: Mensch, Reichweite und Rekuperation. Und hat
so ein bisschen die ersten Einblicke bekommen, was mit Rekuperation der Fahrzeuge möglich ist, und und und. Ja, dann habe ich die Car Policy entsprechend angepasst und habe quasi anhand des Fahrprofils des Mitarbeiters dann auch gesagt: Pass auf, du fährst so und so viel – alles bis 75.000 Kilometer auf drei Jahre kannst du auch elektrisch fahren. Wir haben Leasingverträge gehabt, also 25.000 Kilometer pro Jahr, 20 bis 25. Dann ging es
darum, die Fahrzeuge zum einen zu hybridisieren – das war ja auch damals noch gefördert – beziehungsweise für die Mutigen sogar zu elektrifizieren, mit den entsprechenden Steuervorteilen, die man ja heute sowieso hat, aber damals auch schon. Und das waren so die ersten Punkte, wo wir die ersten Projektleiter und Geschäftsführer in den jeweiligen Gesellschaften vorangebracht haben und wo ich auch sehr aktiv anhand von praktischen Beispielen oder auch mit Fahrmöglichkeiten dann gesagt habe: Schau her, was du kannst. Schau her, was du
auch an Geld sparst. Und schau her, wie du dich in den urbanen Räumen viel ruhiger und viel umweltfreundlicher bewegst. Ich sage immer, es muss zum Fahrprofil passen. Wir haben Außendienstmitarbeiter, die fahren 90.000 bis 100.000 auf drei Jahre – da war das damals nicht das richtige Fahrprofil gewesen. Aber den Benziner wollte ich relativ schnell verdrängen gegen das E-Modell. Und am Schluss hatten wir wirklich 40 % E-Autos und der Rest halt nur noch Diesel und zwölf Hybride, so haben
wir das sukzessive aufgebaut. Ja, sehr spannend. Ja, so viele Sachen, die dich jetzt antreiben. Auch für die E-Mobilität kann ich zustimmen. Und auch für mich so der wesentliche Treiber. Es ist halt einfach nachhaltiger. In allen Sinnen – man kann alle Mythen, die sich gegen die Nachhaltigkeitsargumente bringen, auf jeden Fall meistens als Mythen entlarven. Und dann Kosteneffizienz und dieser Lärm und andere Aspekte, die da reinspielen – es ist auf jeden Fall spannend, dass die E-Mobilität kommt. Und das ist eigentlich unweigerlich, dass sie
kommen wird. Sehe ich auch so. Nun kommen wir doch gerne zu HelloFresh. Was hat dich dann zu HelloFresh geführt? Und worum ging es da? Vielleicht auch abschließend zur E-Mobilität, Claudio. Ja, gerne. Gerade das Thema Ladeinfrastruktur in den öffentlichen Räumen war ja damals noch ein Problem. Wo kann man laden? Man konnte halt sehr schön sehen, wie die Ladeinfrastruktur noch nicht perfekt funktioniert. Ist ja klar, ne. Aber als der Verbrenner kam, lief auch nicht gleich alles reibungslos. Und das
ist halt auch so ein Punkt, wo ich immer sage: Schaut doch erst mal. Ich bin bis Südfrankreich gefahren, habe sechs Mal geladen und es funktionierte in Frankreich genauso gut wie in Deutschland. Und es ist halt dieses Gefühl, dem Mitarbeiter auch zu sagen – oder auch die Angst zu nehmen: Fahr doch einfach mal los und guck mal, wie es funktioniert. Dieser Austausch an den Ladeparks – das, was du kennst, Claudio, wenn man sieht, wie man sich damals ausgetauscht hat – und so dieses Neue, was so
da hervorgeht. Und wie oft habe ich den Laptop aufs Dach abgelegt und konnte während des Ladens auch noch mal die eine oder andere E-Mail lesen. Wenn man sich drauf einstellt, wenn man sich vom Kopf her drauf einstellt, fällt es viel leichter, damit klarzukommen. Das wollte ich jetzt nochmal anschieben, weil das ist wichtig. Denn wenn du schon so reingehst, das Mediale nur aufnimmst und generell nur das nachplapperst, was halt viele irgendwo sagen – der eine oder andere
ist noch nie ein E-Auto gefahren. Dann wird das halt auch nichts. Aber fast jeder Kollege, der mal ein E-Auto hat und wirklich auch vom Kopf her sich damit anfreundet – und wo es auch vom Fahrprofil passt –, der fuhr dann am Ende auch ein E-Auto. Das ist der Punkt. Ja, wo ein Wille, da ein Weg. Ja, und – es gibt, vielleicht kommentieren wir das jetzt noch mal, bevor wir dann zu HelloFresh kommen – es gab ja auch neuerdings wieder so große
Debatten zum Verbrenner. Also zum einen muss man sagen: der Entschluss, dass jetzt 90 % der Neuverkäufe Elektroautos sein würden, 2035 entstehe von 100 %. Also dieser Unterschied macht jetzt nicht so viel aus. Außerdem gibt es sehr viele weitere Faktoren wie die Flottengrenzwerte etc., die auch noch mit reinspielen, und da insbesondere, wo wir über Flotten und Fuhrparks sprechen. Die werden jetzt auch noch mal strikter angegangen. Also an sich: die E-Mobilität wird regulatorisch weiterhin befördert und geprägt werden. Und was die Kosten angeht, und das
finde ich auch noch mal sehr spannend – was wir jetzt schon mal kurz anteasern können und werden wir sicher gleich noch mal vertiefen –, sind die Anschaffungskosten der E-Fahrzeuge immer günstiger, dadurch dass die Batteriepreise, die die wesentlichen Treiber sind, extrem gefallen sind und weiterhin fallen werden. Da gibt es noch viel Innovation möglich, wohingegen beim Verbrenner halt nicht mehr. Und vor allem Chancen, die sich übers Energiemanagement im Betrieb ergeben, beim Verbrenner ja auch nicht da sind. Bei der Tanksäule kannst du höchstens ein
paar Cent hier und da sparen, wohingegen beim Strom kannst du ganz schön viel sparen. Und da freue ich mich auch gleich reinzugehen in diese Themen. Aber ja, mehr über HelloFresh erstmal zu sprechen, in dem Sinne. Pierre, erzähl uns doch gerne. Ja, richtig. Ich habe dann sozusagen die Branche nicht wirklich gewechselt. Aber ich bin dann Anfang 2024 zu HelloFresh gewechselt, in ein ganz anderes Unternehmen. Das ist ja auch spannend – von einer Immobiliengesellschaft bzw. Immobilienkultur zu einem
dynamischen, relativ jungen Unternehmen. HelloFresh – gegründet 2011, schon richtig groß. In 18 Ländern tätig mittlerweile und sehr stark zur Corona-Zeit gewachsen.
Da war meine Aufgabe, die Last Mile zu elektrifizieren. Das Thema: wie kommt das Essenspaket – ich glaube, HelloFresh müssen wir nicht großartig erklären, worum es da geht. Du bist jetzt, glaube ich, auch Kunde? Ja, sehr zufriedener Kunde – jetzt auch noch von Faktor. Ganz genau. Es schmeckt lecker, finde ich ebenfalls ganz toll. Können wir vielleicht in den Kommentaren noch mal einen Gutscheincode für diejenigen hinterlassen, die Lust
auf HelloFresh haben? Das machen wir. Faktor ist, wie gesagt, ein relativ neues Produkt. Und generell: wenn man gerne kocht, wenn man nicht klassisch nur Essen bestellen möchte, und wenn man portioniert und nachhaltig kochen möchte, dann ist dieses System ganz wunderbar. Ich kann es nur aus eigener Erfahrung sagen – ich bin jetzt nicht der gelernte Koch –, aber dieses Zusammenkochen mit den Portionen, die sozusagen schon passend zum Menü geliefert wurden, das gemeinsam zu produzieren, macht
Einfach Spaß. Mit meinen Kindern, die sind 13 und 15, die machen da mit, die Freundin macht mit, und ruckzuck ist das Essen fertig. Und dann schmeckt es auch noch. Also dieses Konzept, das gefällt einem. Und dann ging es jetzt darum, wie nachhaltig das Produkt beim Kunden ankommt. Und hier ging es darum, quasi die Elektromobilität im Dachraum zu elektrifizieren, beziehungsweise aus dem Dieselantrieb einen E-Antrieb zu machen. Und das war eine neue Aufgabe für mich im Logistikbereich.
Ein sehr stark wachsendes, junges Team hat mich dort erwartet. Und hier ging es darum: Welches System nutzen wir? Es gab zwei Modelle – einmal mit eigenen Fahrzeugen und einmal mit Dienstleistern – und einmal München, einmal Hamburg. Dort haben wir getestet, was am besten zu HelloFresh passt, welches Modell. Und dann haben wir begonnen, mit den Depots, quasi den Depotleitern, zu entscheiden – und auch ganz wichtig mit den dazugehörenden Dienstleistern, die auch schon für HelloFresh fuhren –, welches System am besten für alle passt, muss man klar
sagen, mit der Vorgabe, dass wir uns auf E-Mobilität anpassen werden. Die Vorgabe gab es auch für den Dienstleister. Nur: Wie gehen wir das gemeinsam an? Und da war mein erster Schritt ganz klar: das Ausbauen der Ladeinfrastruktur an den Depots. Hier war die Herausforderung, sich mit dem Vermieter einig zu werden. HelloFresh mietet die Depots, mietet quasi die Räumlichkeiten, die es braucht. Und hier einen gemeinsamen Weg zu finden – als großer Kunde die E-Mobilität an dem Standort für eine gewisse Zeit oder
für den Zeitraum, den man dort eingemietet hat, auch zukunftsorientiert auszubauen. Ja, das ist gar nicht so einfach – so viele Akteure, die die Lieferung für euch machen, dann die Vermieter, das muss alles koordiniert werden. Und das sind ja nur zwei der Stakeholder. Wir kommen sicher noch auf mehr zu sprechen. Da gibt es noch deutlich mehr Stakeholder. Ganz genau, Claudio, du sagst es. Und das war deine Verantwortung? Also, das war meine Verantwortung. Genau. Also zum einen: Was fliegt für Leistungen
an? Damit fängt es ja schon an. Du warst ja nicht wie bei der Grüner Group – da haben wir quasi selbst gebaut, da wusste ich genau, was los war. Und hier hat man sich eingemietet. Und dann musste man erst mal auch hier wieder den Vermieter von der E-Mobilität teilweise überzeugen und fing wieder an mit der Erklärung, wobei wir hier überwiegend positives Feedback bekommen haben. Und man hat erkannt, wie wichtig quasi der Part ist und wie
er auch gefühlt jetzt nicht die ersten waren. Also, wie viele fahren schon in der Last mal elektrisch? Refresh war hier eher ein bisschen später dran. Und umso klarer war uns die Vorgabe, in den nächsten anderthalb, zwei Jahren hier die großen Mutterdepots quasi mit Ladeinfrastruktur zu versorgen. Und hier war die größte Herausforderung, erst mal die Leistung zu erfahren und dann zu schauen: Mit wem macht man es? Wen nimmt man dazu? Erste Ausschreibungen haben stattgefunden. Und was wollen wir am Ende? Wie
wollen wir dieses Thema kostentechnisch behandeln? Klar, du hast ein Budget. Also du kalkulierst, so wie das jeder verantwortlich in dem Bereich tut, dein Projekt durch. Du besprichst dies und hast dann eine Summe x, die dir zur Verfügung steht. Und in dem Zusammenhang war mir wichtig, in meiner Position auch aus der Erfahrung der letzten Jahre, relativ schnell, wenn ich die Zusage des Vermieters erhalten habe in Form von Rahmenverträgen und Rahmenabkommen, mir meine Partner zu suchen. Wir reden von den Lieferpartnern. Wir reden jetzt hier von den DSPs
– nee, wir reden jetzt hier erst mal noch von den Stakeholdern. Also noch vor den DSPs, also vor den Dienstleistern, die final für uns fahren, ging es ja erst mal wirklich darum, Ladeinfrastruktur zu bauen. Also die Ladepartner quasi, ein Stromlieferant und schlussendlich halt auch RiDERgy. Du fällst da ebenfalls rein. Mir ein Partnernetzwerk aufzubauen, wo wir alle voneinander profitieren, wo wir ein Rahmenabkommen festgesetzt hatten, um dann zielgerichtet die nächsten anderthalb, zwei Jahre dieses Projekt auszuführen. Das war Anfang 24 der Fall. Und dann sind
wir quer durch Deutschland gereist, haben die Depots einzeln besucht, mit allen Vermietern gesprochen, haben in den Anfängen die DSPs, die Dienstleister, über unser Vorhaben informiert, was auch nicht leicht war. Claudio, stell dir vor, du hast so 56 Dienstleister, die in der Last mehr unterwegs sind, wo wir sagen: Wir unterstützen euch. Wir wissen, dass das für euch auch ein finanzieller Aufwand ist, ein anderer Aufwand. Aber wir wollen euch unterstützen. Wir unterstützen euch bei der Fahrzeugbeschaffung. Wir unterstützen euch bei der Fahrerschulung. Wenn Bedarf
da ist: Wie fahre ich ein E-Fahrzeug? Und wir können euch auch skaliert sagen, wie viel bis wie viel Reichweite wir in Zukunft elektrisch fahren werden. Dadurch, dass wir unsere Depots kannten, konnten wir unseren Auslieferraum – so haben wir in der Kalkulation der Touren entsprechende Anpassungen vorgenommen – so konnten wir frühzeitig schon unsere Dienstleister darauf hinweisen, was auf sie zukommt. Und das war ein wichtiger Punkt, Claudio. Es ist eben nicht zu sagen: In einem halben Jahr fahrt ihr alle elektrisch, seht zu. Sondern Partner, die schon
sehr lange für Hello Fresh unterwegs sind, schon zu sagen, was wir vorhaben. Da gab es kein Zurück, aber partnerschaftlich. Und das hat Spaß gemacht, war aber auch emotional hier und da. Das kannst du dir vorstellen. Man hat alle Nationen irgendwo dabei. Der eine ist Italiener, der andere da. Es gibt Mentalitäten, die sind einfach emotionaler. Aber wir haben das gemeistert. Und während wir an den Standorten waren, haben
wir uns mit dem Ausbauer, dem Ladeinfrastrukturausbauer – das war die Firma Charge One – die Gegebenheiten geprüft und haben gemeinsam mit dem Vermieter geguckt, wo wir wie unsere Ladeinfrastruktur am Standort aufbauen. Und so ging das Standort für Standort. Wir hatten eine gemeinschaftliche Dokumentation über Cloud. Das heißt, auch hier konnte jeder Stakeholder den aktuellen Stand ersehen. Und das ist mir ebenfalls wichtig: dass ich derjenige bin, der das am Ende klar entscheidet, aber wir uns immer auf einer Ebene bewegen, auf der der aktuelle Stand einsehbar ist und
wir so zielgerichtet ohne permanentes Hin- und Hertelefonieren den aktuellen Stand, Budget und so weiter ersehen konnten. Firma Charge One als Ausbauer. Und dann ging es weiter: Was machen wir am Ende mit dem Strom? Wie können wir die Gegebenheiten nutzen? Wie können wir Hello Fresh, das Depot, die Elektrifizierung in den nächsten 10, 20 Jahren voranbringen? Wie können wir eben nicht nur dumme Ladeboxen installieren, sondern wie nutzen wir die aktuellen Gegebenheiten noch ganz anders als bei der Groener Group von vor zehn Jahren – die
aktuellen Möglichkeiten bestmöglich aus? Dann kam die Firma RiDERgy ums Eck. Na, kenne ich – hast du schon mal von gehört? Ich glaube schon. Und wir beide haben Kontakt aufgenommen, denn mir war es wichtig, so wie ich es auch schon kannte bei einem älteren Unternehmen, eine Software vorzufinden, die es leicht macht, Daten auszuwerten. Hello Fresh ist ein sehr datengetriebenes Unternehmen, was auch richtig ist. Das heißt, wir haben hohe Investitionskosten, möchten aber am Ende auch im Betrieb einfach ermitteln können: Welchen Nutzen ziehen wir
da raus? Und wo sind Vor- und Nachteile? Wo kann optimiert werden? Und da geht es klar um die Stromoptimierung. Und vielleicht kannst du, Claudio, jetzt mal kurz aus deiner Sicht uns und auch den Zuhörern nahebringen, wie wir aufeinander gestoßen sind und welche Möglichkeiten du jetzt bei Hello Fresh aktuell – als finaler Dirigent, sage ich mal, oder Regisseur in dem Bereich – in deiner Aufgabe hier siehst. Ja, sehr gerne. Ich glaube, du hast jetzt ganz gut gezeigt, wie die Komplexität ist bei
so einer großen Vielfalt an Stakeholdern, also vom Vermieter bis zu demjenigen, der die Lieferung macht. Aber dann auch derjenige, der die Ladesäule installiert – der hat meistens auch verschiedene Systeme, mit denen er arbeitet – und dann die Energie-Stakeholder. Das ist gar nicht so einfach. Und die Fahrzeuge haben wir noch gar nicht angesprochen: dass diejenigen, die Fahrzeuge leasen oder vermieten, noch mal ein wichtiger Stakeholder sind. Lass uns da gleich auch noch mal kurz – ja, da können wir gleich noch
mal reden. Genau, weil das ein wichtiger Punkt ist. Stimmt, ja, das müssen wir auf jeden Fall ansprechen. Weil das ist ja letztendlich E-Mobilität – es steht ja auch im Wort drin, da geht es ja vor allem um das Mobile. Und genau da wissen wir, dass es eben gar nicht so trivial ist, damit umzugehen als Flotte oder Fuhrparkleiter, mit so vielen Themen, die man zu managen hat. Und wir haben uns dann auch darauf spezialisiert, diese ganzen Systeme miteinander zu bündeln und ein ganzheitliches
System zu haben: zum einen zum Monitoring und zur Verwertung der Daten und dann natürlich auch zur Optimierung, sodass man nicht nur weiß, was man machen sollte, sondern auch sofort eingreifen kann. Und da gibt es verschiedenste Dinge, die man schon erwähnen kann, wo ein Depot-Ladesystem für uns ideal ist. Deshalb haben wir uns auch auf die letzte Meile spezialisiert. Und da kamen wir auch in Kontakt dadurch, dass ich mir schon gedacht hatte, dass Hello Fresh wahrscheinlich elektrifiziert. Und dann haben wir
telefoniert und gesehen, dass es genau zum richtigen Zeitpunkt gut gepasst hat, dass man die Ladevorgänge im Betrieb tagtäglich gewährleistet – zum einen, dass es zuverlässig funktioniert. Denn bei den Einschränkungen, die man so hat – wir haben einige schon erwähnt: Reichweite, Elektroinstallation, Netze – das muss alles funktionieren. Zuverlässig, damit die Touren gefahren werden können. Und da sorgt die Software dafür, dass man das gut sicherstellen kann, dass die Elektroinstallation möglichst nicht überlastet wird beispielsweise, und zum anderen, dass die Kosten optimiert werden, insbesondere
über dynamische Stromtarife. Viele wissen es ja nicht, aber es gibt Stromtarife, wo sich alle 15 Minuten der Preis ändert. Deutschland ist eines der interessantesten Länder der Welt, wo man wirklich sehr große Schwankungen hat, die immer mehr durch die Erneuerbaren beeinflusst werden. Das heißt, wenn es gerade viel Wind und Sonne gibt, dann ist es auch sehr günstig. Und man hat genug Zeit an so einem Ladepunkt von Hello Fresh, um die Ladevorgänge entsprechend zu optimieren. Und dann noch vieles
mehr zu machen. Im Energiesystem, wie ich auch schon angeteasert hatte, kann man ja vieles machen. Und da – bis zu, und das ist ein sehr, sehr sexy Thema – Bidirektionalität oder Bidi, wo man auch die Batterien der Fahrzeuge noch mal als zusätzliches Asset nutzen kann und damit auch Geld verdienen kann. Also als Vorbegleiter geht es dann nicht nur darum, Kosten zu reduzieren, sondern tatsächlich Einkommensquellen zu generieren. Was, denke ich, eine ganz andere Art von Denke und sehr spannend ist. Und da brauchst du natürlich auch
eine Software, die in der Lage ist zu wissen: Wann lohnt es sich denn jetzt? Wann sind die Preise hoch und wie viel Zeit haben die Fahrzeuge überhaupt noch? Und das ist, was RiDERgy macht. Und da wollen wir HelloFresh möglichst so gut es geht dazu befähigen. Ja, das ist, wie das angefangen hat. Claudio, ich meine, wir haben das in der Theorie durchgeplant. Ja, ja. Ich weiß noch, wie wir zusammen saßen und wie wir uns damals schon vorgenommen haben, mit unserem Partner von
Charge One, dem Stefan Poppe. Das war auch sehr wichtig – eine wunderbare Partnerschaft. Oder auch mit Lichtblick, das kann man ruhig nennen, das ist quasi unser Strompartner – so ein System entstehen zu lassen. Das ist etwas, was ich ja auch schon kannte, aber jetzt in der Thematik, speziell im Last-Mile-Bereich, so professionell anzugehen mit den Informationen, die wir hatten. Was es uns vielleicht etwas leichter gemacht hat, ist, dass wir wussten: Die Fahrzeuge stehen immer über Nacht bei uns im
Depot. Wir können planen. Unsere Touren sind zwischen 08:00 und, sagen wir mal, 16:00 Uhr, am Abend noch 1, 2, 3, 4 Touren. Und hier konnten wir anfangen zu planen. Über ein System, was ihr uns vorgibt, wo wir auch im Vorfeld an 12 Ladepunkten trainieren konnten, das in der Praxis umzusetzen. Das war meine Marschrichtung an dich. Denn klar: Am Ende muss es operativ funktionieren, weil der Depotleiter gar nicht merken darf, was wir hier tun. Es muss weitergehen wie vorher.
Am ehesten soll man dann nicht über Krisenszenarien reden, sondern hier im Podcast. Ja, ja, ganz genau so ist es am besten – also gar nicht reden, beziehungsweise wenn, dann im Podcast und nicht im Krisenmanagement. Das wäre halt so der richtige Weg. Aber wir haben das auch hier pilotiert. In den ersten Wochen haben wir ausprobiert. Und so wie es immer ist: Es gibt immer Probleme, aber die konnten wir lösen und lösen wir aktuell halt auch noch. Und es ist einfach sehr spannend, das zu beobachten, zu sehen, wie
das halt auch dann funktioniert. Die Investitionskosten, die man erst mal hat, wie diese nun sukzessive sich amortisieren. Und über Programme haben wir das zusammen amortisiert. Und ich weiß jetzt schon, wenn es so weitergeht, wann sich an welchem Depot welche Kosten amortisieren und wann wir damit auch vielleicht final über PV oder Bidi in Zukunft Geld verdienen können. Und das macht eine große Freude, wenn alle Glieder ineinandergreifen. Und das war der Punkt, der spannend war – wieder das Thema, mein Lieblingsthema: Digitalisierung in Kombination mit der
E-Mobilität, in Kombination mit der Last Mile, so darzustellen und in Partnerschaft mit dem Stromanbieter, in Partnerschaft mit dem Ausbauer sozusagen. Und zu den Fahrzeugen kommen wir noch – ganz genau. Also das ist so, dass wir ja die passenden Fahrzeuge haben, beziehungsweise auch sehr passend: Es ist so, dass der DSP sich Fahrzeuge ausleiht. Auch hier haben wir ein großes Rahmenabkommen abgeschlossen mit der Sixt Autovermietung – wunderbare Zusammenarbeit, die letzten Monate vorangetrieben – wo wir sagen: Der Dienstleister mietet sich bei euch und führt quasi die
Fahrzeuge aus. Somit konnten wir alle gemeinsam ein wirtschaftlich interessantes Angebot an unsere DSPs anbieten, und wir sagen: Mietet bei einem. Und wir unterstützen euch. Also, du musst dir das so vorstellen, Claudio: Jeder Dienstleister muss durch ein hart geführtes Onboarding, um überhaupt erst mal bei HelloFresh fahren zu dürfen. Und wenn der dann in unserem System ist, pflegen wir hier eine sehr partnerschaftliche Arbeitsweise. Und so stelle ich mir das halt auch vor, wenn man mit einem großen Autovermieter ein
Rahmenabkommen macht, dass wir auch hier wieder einen weiteren Stakeholder mit ins Boot nehmen, der im Auftrag von HelloFresh arbeitet. Der Dienstleister bleibt nach wie vor in seiner eigenen Rolle selbstständig, aber wir unterstützen. Und hier war die Herausforderung mit den Fahrzeugen, quasi diese Fahrzeuge an euer System anzubinden, um das Monitoring bestmöglich voranzutreiben und auch den Fahrern und den Dienstleistern, die dahinterstecken, die Sicherheit zu geben, dass jedes Fahrzeug morgens um 06:00 Uhr geladen ist. Das war die Vorgabe: Die Fahrzeuge stehen
spätestens um 18:00 Uhr am Ladepunkt, und bis 08:00 Uhr müssen alle Fahrzeuge geladen sein, sodass der Supervisor vor Ort am Morgen gar keine Probleme bekommt und alle Autos geladen sind. Vielleicht kannst du, Claudio, noch mal aus deiner Sicht unsere Anfänge erläutern – wie das für dich wirkt, mit mehreren Fahrzeugen in eurem System an den Start zu gehen, und welche Herausforderungen das für dich darstellt. Ja. Also, wir versuchen ja, die Fahrzeuge so kosteneffizient und zeiteffizient wie es geht onzuboarden. Und da haben wir
auch gelernt. Und das fand ich auch super mit Sixt, dass die mit uns gut zusammengearbeitet haben. Dass gewisse Fahrzeuge einfach keine Telematikeinheit hatten, und das hat uns erschwert, natürlich den Zugang zu den Daten zu bekommen. Und dann war Sixt sehr gewillt, dann auch die Fahrzeuge auszutauschen. Da sind natürlich bestehende Verträge, da muss man ein bisschen Zeiten abwarten, aber dann hätte man sozusagen die guten Voraussetzungen, um diese Daten dann zu bekommen und sogar auch Signale an die Fahrzeuge zu schicken, was auch im Zuge
des Energiemanagements wichtig ist. Und das fand ich super, dass auch die Koordinationsarbeit, die du immer auch ermöglicht hast für uns – mit Sixt, mit Charge One und anderen – und natürlich das ganze Amt, das Hello-Fresh-Team super geklappt hat, aber auch der Automobilhersteller, der OEM am Ende. Also das war ein Maxus-Fahrzeug – kann man ja auch nennen –, die die Voraussetzungen halt mitbringen sollten. Genau, das ist das, was du sozusagen für das System benötigst. Ja. Maxus. Ja, lustige Anekdote. Da waren wir
natürlich – erstmal mussten wir verstehen, was die Probleme sind, und dann ging es darum, wie der Stand der Lage ist. Und Sixt konnte bedingt dann alles wissen. Dann musste man bis zum OEM. Und da ich ja auch Chinesisch kann – und mit China... Stimmt, du sprichst ja Chinesisch. Ja. Bist du da auf Chinesisch rangegangen, oder? Ja, tatsächlich. Es gibt ja nicht WhatsApp in China, sondern WeChat. Und das war auch sehr nützlich, weil letzten Endes wurde ich vernetzt auch mit denjenigen bis zum Ingenieur in
China, der das Thema verantwortet hat. Das ist verrückt. Und der hat mir halt gesagt: leider, diese Fahrzeuge, die kriegen wir nicht gelöst, die Telematikeinheit. Aber die neueste Generation, die wäre dann in der Lage, das zu machen. Das hat uns dann in dem Fall nicht weitergeholfen, aber zumindest hatten wir eine gute Antwort und wussten, was dann zu machen ist. Aber auch hier wieder, Claudio: wir haben probiert, wir sind rangegangen. Und das zählt ja am Ende – den Hersteller fragen, auf ihn zugehen. Und am Ende
war es nicht das richtige Fahrzeug für uns, denn wir benötigen schon eine bestimmte Reichweite – 250 Kilometer in Zukunft. Und da hat sich die Firma für ein anderes Modell entschieden. Dieses Modell passt jetzt zu unserer Struktur. Und diese Modelle werden – jetzt kann man auch sagen – das ist der T7, der E-Transporter mit der Telematikeinheit.
Hier haben wir die Reichweiten, die wir brauchen. Wir brauchen halt auch Netto-Reichweiten. Wir reden von WLTP. Wir reden da von Winter, Sommer, und wir brauchen safe 200 Kilometer. Und bei dem Modell spielt je nach Fahrweise natürlich auch eine Rolle. Wir bieten Schulungen an. Aber die 200 Kilometer, wenn wir die schaffen – sogar noch ein bisschen mehr –, davon gehe ich aus. Und diese Fahrzeuge, die Modelle kennst du. Die Telematik-Einheiten sind dabei, die du benötigst, in Kombination mit dem dynamischen Stromtarif. Das Thema wird jetzt immer
präsenter bei HelloFresh. Wir haben fast alle Mutterdepots in Deutschland ausgebaut – in München, Hamburg, Berlin, Essen, Düsseldorf, Frankfurt. Überall in den großen Städten sind wir immer mehr am Anbinden. Das muss man sich so vorstellen: Die Ladeinfrastruktur entsteht. Und du, Claudio, bekommst dann sozusagen die finale Information, dass die Ladeinfrastruktur jetzt installiert und abgenommen ist vom Netzbetreiber. Stichwort Netzbetreiber – hast du da ein paar Geschichten? Weil das haben viele leider nicht so ganz auf dem Schirm. Immer das eines
der wesentlichen Herausforderungen ist in so einem Projekt. Netzbetreiber war für mich eine Herausforderung, Claudio. Also das kann ich dir wirklich sagen. Ich habe ja auch schon ein paar Jahre erlebt, auch schon in einem vorigen Unternehmen. Man hat einen Zeitplan, und den kannst du eigentlich über Bord werfen, weil du in der Abhängigkeit stehst mit den Netzbetreibern. Und zwar in jedem Bundesland anders. Die Westnetz und München, in Bayern hast du noch wieder einen anderen Player, der
da sozusagen agiert und regiert. 800 Netzbetreiber in Deutschland, plus 800 plus. Also nicht so viele – jede kleinste Kommune noch teilweise. Und dann gehst du dahin und sagst, was du vorhast und möchtest. Du möchtest Infrastruktur bauen, du wertest ja auch ein Depot auf und planst alles. Und dann gehst du daran und bekommst erst mal gar keine Rückmeldung. Beziehungsweise es läuft ja über Vollmachten. Unser Ausbauer, in dem Fall die Firma Charge One, hat sämtliche Vollmachten der Firma HelloFresh erhalten.
Und dann geht es darum, dass überhaupt erst mal gar keine Reaktion kommt. Eine Angebotserstellung dauert – dann haben wir teilweise die Infrastruktur schon stehen und haben noch nicht mal ein Angebot erhalten. Was wir dürfen und was nicht. Wir sind teilweise schon in Vorleistung gegangen. Wir haben gar nicht erst abwarten wollen, bis wir fast schon die Genehmigung erhalten haben. Beziehungsweise bis wir wussten, wenn es um eine Leistungserhöhung geht oder wo wir eine Leistungssteigerung benötigt hatten, haben wir trotzdem schon
mal Ladeinfrastruktur installiert. Und Kunden nicht warten lassen. Um das greifbarer zu machen, weil vielleicht derjenige, der noch nicht so eine Erfahrung gemacht hat wie du, nicht so klar sieht, was da passiert – vielleicht kann man ein paar Zahlen in den Raum werfen: was ihr an Leistung hattet an so einem Depot und was ihr gebraucht habt, oder auf Basis der Ladepunkte, die ihr habt. Also, wir hatten – wir haben ja vorgehabt, AC-Ladeinfrastruktur zu bauen. Das heißt
bis 11 kW. Das ist das, was wir vorher kalkuliert hatten. Das ist das, was wir benötigen, um in der Nacht die Fahrzeuge zu laden. Hier ging es nicht darum, DC-Schnelllader zu installieren, sondern wir benötigen – wir haben im Schnitt 20 Ladepunkte pro Standort – 11 kW mal 20, und demzufolge benötigen wir die Leistung entsprechend, um die Fahrzeuge am Ende übers Lastmanagement gesteuert zu laden. Und nachdem wir vom Vermieter wussten, wie viel Leistung an dem Depot anliegt, war es meistens so, dass wir nicht
genügend Leistung anliegen hatten beziehungsweise es gegebenenfalls zu Störungen kommen kann. Also, es ging darum, die Leistung zu erweitern. Und das geht nicht ohne den Netzbetreiber. Hier mussten wir Anfragen stellen: Was dürfen wir? Was liegt an? Wie sind die Voraussetzungen? Und das geht nur über den örtlichen Netzbetreiber. In Hamburg haben wir auch Schnelllader installiert. Da war es noch komplizierter. Da haben wir dann, wenn es darum geht, einen Trafo zu bauen, eine Trafostation zu erstellen – jeder, der das schon mal irgendwo
gemacht hat, weiß, was das für Kosten sind, so eine Trafostation zu bauen, mit Tiefbauarbeiten. Und das ist genau der Punkt: diese Tiefbauarbeiten zu koordinieren durch das ausführende Unternehmen, aber auch am Ende vom Netzbetreiber, der ebenfalls mit Tiefbauarbeiten zur Stelle geht, wenn es außerhalb des Depots nötig ist. Das heißt, wir hatten Standorte, wo wir 30, 40, 50 Meter überbrücken mussten aufgrund der Netzerweiterung, die wir nicht selber durchführen durften.
Das heißt, unsere Baumaßnahmen waren geplant, mussten aber abgestimmt werden mit den Baumaßnahmen des Netzbetreibers. Und jetzt da fing der Spaß dann an. Wie lange, und noch keine Zusage. Und ich musste mich als Endkunde regelmäßig in die Kommunikation einmischen. Hört sich blöd an, aber ich musste dann, weil unser bevollmächtigtes Unternehmen gar keine Rückmeldung erhalten hat, sagen: Entschuldigung, Firma Charge One, wir sind hier die ausführende Firma, oder wir wollen halt
die Infrastruktur installieren. Warum geht es denn hier nicht weiter? Und ich habe dann wirklich mit den Behörden teilweise nette Gespräche geführt. Ach so, ja, wir kümmern uns, da werde ich noch mal nachschauen. Also, dieses Behördentum stößt dann auf unsere Wirkungskraft. Wir wollen es schaffen. Wir wollen vorankommen. Das stößt dann auf dieses deutsche Behördentum hier und da. Das war für mich schwierig, wenn ich ehrlich bin. Ich bin jetzt auch nicht der geduldigste Mensch. Ich will
vorankommen. Und wenn die bevollmächtigte Firma nicht mal eine Rückmeldung erhält, und wenn dann wieder einer krank ist – so zieht sich das Projekt. Und ich hatte meine Zeitpläne. Ich hatte auch das Vertrauen von meinen Vorgesetzten, von meinem Manager, dass das alles wird. Aber man hat den eigenen Antrieb. Wir beide, Claudio, hatten unsere Pläne: Wann gehen wir hier ins Netz? Und dann waren Ferien, dann war da
wieder irgendwas. Also, wir hatten Stillstand, besonders in Nordrhein-Westfalen in Essen. Da ist das Projekt – die Ladeinfrastruktur stand dort ein halbes Jahr, dreiviertel Jahr, ohne dass es weiterging. Und das sind Herausforderungen. Liebe Kollegen, die solltet ihr unbedingt bedenken, und die muss man einkalkulieren. Die habe ich schon zeitlich einkalkuliert, aber teilweise noch zu wenig. Und wenn es dann läuft, funktioniert es auch alles. Mittlerweile sind wir plus minus im Zeitplan geblieben. Aber es ist mühsam,
aus der Schaffenskraft herausgenommen zu werden, wenn man nicht so beachtet wird beziehungsweise nicht mal Reaktionen erhält. Das ist, was mir nicht gefällt. Trotzdem hast du ja ein bisschen erklärt, wie du damit umgegangen bist. Und kannst du das auch empfehlen – dass man sagt, versucht ins Gespräch zu gehen, immer ins Gespräch zu gehen, und am Ende, auch wenn die Vollmachten vorliegen, den Netzbetreiber direkt anzusprechen? Das kann ich jedem empfehlen. Geh mit der E-Mail dahin oder ruf
auch mal an und sag: Hello Fresh, oder wer auch immer der Konzern dahinter ist, oder auch als Firma: Wir wollen hier vorankommen. Hier liegt der Antrag, der liegt jetzt seit zwei Monaten bei Ihnen oder auch schon seit einem Monat. Das Gespräch suchen, mit den Kollegen sprechen. Die eine oder andere deutliche Mail muss allerdings auch rausgehen, denn sonst wäre es gar nicht gegangen – und dann hat es auch funktioniert. Jetzt haben wir über 100 Ladepunkte gebaut in anderthalb Jahren. Und es werden mehr. Und es hat
alles funktioniert. Aber die Unterschiedlichkeit – oder sagen wir mal die Vorgehensweise von Land zu Land innerhalb Deutschlands – war eine Erfahrung. Und das wird, denke ich, in den nächsten Jahren – wir haben das vorhin besprochen, Claudio – ab 2030 gibt es für den Flottenbetrieb neue Regularien. Und hier wird sicherlich auch bei den Netzbetreibern die eine oder andere Anpassung kommen. Ja, es gibt ja auch – muss man sagen, ich bin zwar nicht so ganz tief im Detail, aber ich verfolge
Das mit sehr viel Interesse. Es gibt dieses sogenannte Windhund-Prinzip, oder auf Englisch „First come, first served". Das ist so das Prozedere bisher. Und man merkt, man stößt an die Grenzen, was die Netze angeht, weil es gibt die Datenzentren, die durch die KI vor allem befördert jetzt alle ans Netz wollen. Es gibt die Batteriespeicher – das war ein Riesenboom in den letzten Jahren und wird immer noch weiter befördert, um die Volatilitäten der Erneuerbaren abzufedern. Und natürlich das ganze Thema Elektromobilität mit der
Ladeinfrastruktur, wo dann auch ganz andere – wenn man von E-LKW spricht – ganz andere, größere Leistungen aufkommen. Und das zu meistern, da muss man den Netzbetreibern auch lassen: Es ist nicht so einfach. Nichtsdestotrotz, wenn man das jetzt besser regelt – und da sind sie, wie gesagt, dran –, dass man Projekte wie das von HelloFresh, was wir hier ansprechen, als seriöser priorisiert im Vergleich zu anderen. Im Batteriespeichersegment beispielsweise gibt es einige, wo man versucht, einfach mal einen Eintrag zu machen, um da in
der Warteschlange überhaupt zu sein, ohne dass man wirklich das Geld hätte oder ein seriöses Projekt, eine Genehmigung überhaupt von einem Kunden. Und da sind die Netzbetreiber dran, auch Prozesse zu vereinfachen, zu verbessern, zu digitalisieren und auch zu priorisieren, wie du sagst. Das ist eben der Punkt: Was steckt dahinter? Wer hat was wie vor? Das ist der Punkt. Stichwort LKW – „Middle Mile" ist so ein Thema, was bei HelloFresh auch zukünftig, denke ich, elektrifiziert wird. Hier sind wir dran, entsprechend jetzt auch
schon in die Planung zu gehen. HelloFresh ist in Europa stark vertreten, dann zwei Länder in den USA. Wir sind in den USA, Australien – ja, also bis nach Australien. Neuseeland, glaube ich, auch. Überall vertreten. Hier gelten andere – ja, das sind andere Prozedere, andere Reichweiten auch. Die USA fährt anders als Australien. Aber sagen wir mal, innerhalb Europas sind wir schon sehr ähnlich. Gerade der Benelux-Bereich – Holland, Liechtenstein, Luxemburg und auch Belgien –, da wird schon teilweise 80,
90 % elektrisch gefahren, mit Kühlung sogar, und sehr viel. Da bin ich ganz eng im Austausch mit den Kollegen, und man guckt, was wir machen. Die arbeiten noch mit Schnellladern, weil die in zwei Schichten arbeiten, und wir können in der Nacht laden. Am Ende ist es wichtig zu schauen: Welches System passt am besten? Und das ist die Komplexität, die dahinter steckt – zu gucken, was am besten passt, und mit allen Beteiligten darüber zu sprechen. Alle ins Boot nehmen, gucken, wie
es operativ am besten funktioniert, aber ganz klar auch wirtschaftlich. Wir sind alle Wirtschaftsunternehmen, und wir können nicht Hunderttausende Millionen Euro hineinstecken, um uns mit Nachhaltigkeit zu präsentieren und zu sagen, wie toll wir sind. Am Ende ist jedes Unternehmen wirtschaftlich so aufgestellt, dass es Erträge erzielen sollte. Und darum geht es am Ende. Und deswegen ist gerade das, was wir hier tun, Claudio – diese Optimierung, übers Dashboard zu erkennen: Was haben wir ausgegeben? Was sparen wir am
Ende? – ein wichtiger Punkt. Genau. Wir haben ja viel über die Herausforderungen beim Aufbau gesprochen. Aber glücklicherweise muss man diesen Aufbau ja nicht ständig machen. Wenn man es mal aufgebaut hat, dann ist es anbinden dann zwischendrin. Das ist eben der Punkt, denn dann fängt der Spaß wirklich auch an, wenn man Kilometerpreise optimieren will und dann die Firma über Jahre hinweg optimieren will. Im Betrieb kann man wirklich viel machen mit der E-Mobilität, was mich wirklich auch antreibt – persönlich –, dass wir
es schaffen, nicht nur Nachhaltigkeit im Sinne der Umwelt und des Klimas, sondern auch Nachhaltigkeit im Sinne der finanziellen Nachhaltigkeit – und dass eine Wirtschaft, die effizient im Betrieb ist, auch ein Wettbewerbsvorteil ist für Deutschland, allgemein in Europa –, dass wir es schaffen, im Betrieb Kilometerpreise wirklich so zu senken, dass es fast sogar gegen null geht, wenn man das erzielen kann. Und die meisten Menschen sind sich, glaube ich, dieser Chance noch nicht bewusst, die man
hat. Diese Preise, die so schwanken, ermöglichen das. Und diese grüne Energie, die es im Überfluss gibt zu bestimmten Uhrzeiten, führt dazu, dass man teilweise sogar bezahlt wird, um diesen Strom aufzunehmen. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Und diese Batterien, die in den Fahrzeugen sind – die Fahrzeuge stehen manchmal –, das kann man verwerten. Und die Netze müssen stabilisiert werden et cetera, ohne zu stark ins Detail zu gehen. Da
kann man Geld verdienen. Und da haben wir ein sehr innovatives Projekt gestartet und gemacht zusammen. Und ich freue mich, wenn man da noch viel mehr macht und wenn die ganze europäische Wirtschaft diese Umstellung schafft, auch aus diesem ökonomischen Sinne heraus. Das ist genau der entscheidende Punkt – eben nicht nur sich damit zu brüsten, sondern das ganze Paket zu sehen. Und ich kann es dir nur sagen: Wir haben, wie wir es eingangs schon gesagt haben, das Thema
auf dem Papier skizziert und skaliert. Und jetzt sehe ich mehr und mehr, wie das in der Operativen funktioniert – mit hier und da Störungen, die wir auch hatten, das muss man ganz klar sagen –, die wir aber ausbauen und aus denen wir lernen. Das macht einfach Spaß, also den Strompreis im 15-Minuten-Takt zu sehen. Und am Ende ist es auch eine planbare Geschichte. Wir haben Depots, da haben wir die Woche um die 800, 900 bis zu 1.000 kWh – jetzt im AC-Bereich –, die
Wir laden dort im Schnitt mit 20 Ladepunkten. Dann haben wir aber auch Depots, wo wir halt nur 400–500 kWh laden. Da stehen die E-Fahrzeuge noch nicht bereit, und das auszuwerten mit den Daten, die wir immer mehr zusammenfügen – das jetzt sozusagen hochzuskalieren auf weitere Standorte – das ist einfach spannend. Und da könnte man schauen, wie man da weiter macht. Und ich kann auch nur allen meinen Kollegen empfehlen, sich das mal anzuschauen,
was da möglich ist, auch ruhig mal über einen Piloten ranzugehen – erst mal einen Standort mit 34 Ladepunkten auszuprobieren. Probleme gibt es immer bei allen Technologien, die neu wachsen; die sind nicht gleich perfekt. Das gehört dazu. Aber natürlich geht man das an, wenn das Vertrauen da ist und die Partnerschaft mit einem Ziel vor Augen vorhanden ist. Dann macht das Freude, und zwar auch wirtschaftlich. Und was mir auch Freude gemacht hat in der
Zusammenarbeit, war auch auf deine Bedürfnisse eingehen zu können – dass man sagt: „Okay, ich würde gerne die Software so und so haben" oder „diese Datenpunkte bräuchte ich" – und dass wir das dann gemeinsam entwickeln. Das finde ich auch ganz spannend. Bei Software-Systemen, die sehr etabliert sind, wie Google oder Microsoft – wer hört dir denn schon zu als Endanwender, wie du die Software genau bräuchtest? Aber das ist schon wieder so wie ursprünglich mal mit Avrios. Sitzen wir jetzt hier zusammen, und
ich sage, Claudio, es wäre schön, wenn wir wöchentlich auswerten können, pro Ladepunkt. Und dann sitzt du mit deinen Entwicklern im Hintergrund, und wir schauen, dass wir – wie einst mit einer Vopark-Software – dieses Dashboard kreieren, um die Informationen zu erhalten. Weil sie von euch selbst kreiert ist, ergeben sich Möglichkeiten, die wir brauchen, um wirtschaftlich zu arbeiten und – noch wichtiger – operativ zu funktionieren. Es bringt nichts, wenn die Fahrzeuge morgens nicht geladen sind. Es
bringt nichts, wenn wir die Auswertungen nicht schnell zur Hand haben – dann funktioniert es nicht. Dein finaler Part quasi ist, die Daten zu liefern, alles zu bündeln und HelloFresh zur Verfügung zu stellen. So entsteht quasi eine Einfachheit, die im operativen Prozess gar nicht zu spüren ist und auch nicht sein sollte. In den Anfängen haben wir das hier und da noch – wir sind noch dabei –, aber wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen, und ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass
wir mit all dem, was hier noch kommen wird. Du hast das angesprochen: PV, Bidi. Also unsere Fahrzeuge stehen die Nacht da. Wir können in Zukunft unsere Depots mit Energie versorgen, rückspeisen. Wir können Energie wieder an den Netzbetreiber zurückverkaufen. Also all die Möglichkeiten bietet uns dieses Thema. Und je mehr Fahrzeuge oder je mehr Ladepunkte wir auf dieses Projekt zuschneiden, desto wirtschaftlich interessanter wird das natürlich auch. Und was ich noch sehr viel am Markt beobachte,
ist, dass viele Systeme noch ganz getrennt sind. Also die Ladesoftware, die kann dir vielleicht ein paar Einblicke geben in die Ladepunkte und die Ladevorgänge, aber keine wirkliche Intelligenz – und vor allem kein Zusammenspiel mit dem Fuhrpark und was der Fuhrpark an Bedarfen hat und die Fahrzeuge jeweils an Telematikdaten oder Routenplanungsgeschichten. Und dann gibt es die ganzen Energiesystemdaten, das ist nochmal getrennt. Und das ist ja auch der wesentliche Hebel: wenn man diese kompletten Systeme vernetzt, Intelligenz hinzufügt, dass man da überhaupt agieren kann und zuverlässig laden kann. Und
dafür brenne ich auch, dass die Fuhrparks das verstehen und diesen Mehrwert dann auch für sich erkennen. Das heißt also, wir beide haben jetzt schon dieses Projekt in die Operative gebracht, auch mit dem Stromlieferanten und dem dynamischen Stromtarif. Das sind ja die Kosten, die wir da sozusagen monatlich zahlen – die stellen wir RiDERgy zur Verfügung und die werden dann verwertet. Auch ein Thema, was spannend ist: wir wollen die Kosten, die genau Lichtblick uns zur Verfügung stellt – all das geht jetzt in die
Praxis über. Ja, ich bin gespannt, wie sich das Thema weiterentwickeln wird und wie wir da weiterkommen. Und auch für dich, Claudio – wie gesagt, es geht ja nicht darum, hier alles schönzureden, aber es ist so, wie es ist. Ich brenne für das Thema. Und es gibt Themen, die mal nicht klappen. Aber wenn es funktioniert, ist es trotzdem sehr gut, wenn man mit einem Partner zusammenarbeitet. Das ist Charge One gewesen, das ist Lichtblick und auch RiDERgy. Claudio,
ganz klar. Wir beide haben von Anfang an das Thema offen kommuniziert. Was ich schlussendlich damit sagen will: ein Partnersystem aufzubauen – und relativ zeitnah am Anfang eines Projekts sollte man eine Sprache sprechen, sich auch gut verständigen können, auf partnerschaftlicher Ebene. Man kann auch mal ein Bier trinken gehen, nachdem man erfolgreich ein Projekt abgeschlossen hat, aber am nächsten Tag halt eben trotzdem wieder diszipliniert daran arbeiten. Das so zu schaffen und so aufzubauen – das war ein Projekt,
das wir geschafft haben in den letzten anderthalb Jahren. Ich glaube, das wird immer mehr Früchte tragen in Zukunft. Und du wächst weiter mit RiDERgy. Wir haben andere interessante Punkte, auch schon noch mal besprochen. Unser Ladeturm-Projekt war ja auch ganz spannend. Man kennt sich von den Messen. Und du bist da am Podcast. Und ja, ich denke, wir werden auch in Zukunft hier und da noch das eine oder andere Projekt wahrscheinlich zusammen bestreiten. Und Stichwort Zukunft:
Wie geht's eigentlich jetzt für dich weiter? Für mich geht's jetzt erstmal nicht weiter bei HelloFresh. Ich hatte einen befristeten Vertrag, der endet Ende Februar. Das Projekt war so angelegt und ist auch umgesetzt, kann man sagen. Klar hätte man gerne jetzt noch überregional das Thema weiter ausgebaut. Aber HelloFresh richtet sich wirtschaftlich gerade neu aus, und da passt es in dieses Jahr leider nicht rein, dort weiter anzusetzen. Wie geht es jetzt für mich weiter? Ich würde entweder wieder ins Unternehmen in eine Führungsrolle irgendwo
gehen und das Thema weiter voranbringen oder halt beratend zur Verfügung stehen in dem Bereich. Am Ende ist mir egal, welcher Titel irgendwo dahinter steht, sondern ich möchte in den Projekten, die ich in der Vergangenheit ausführen durfte, als Fuhrpark- und auch als Mobilitätsmanager tätig sein. Das ist halt auch ein Thema: das Bike-Leasing und dieses ganze Carsharing-Thema. Das konnte ich alles in der Grüner Group auch schon erlernen. Und das ist so ein großes Spektrum an Erfahrung, das ich sammeln durfte die letzten Jahre, dass ich
jetzt gerade schaue, beratend irgendwo tätig zu werden oder halt wieder eine Führungsposition in dem Bereich anzunehmen. Ich arbeite sehr, sehr gerne daran. Das Thema ist mir wichtig. Und ich bin so froh, dass ich jetzt auch in den knapp zwei Jahren nochmal so viel lernen durfte und auch mit so vielen Partnern zusammenarbeiten konnte, dass ich mich jetzt freue auf dieses Jahr und gucke mal, was kommt. Ja, ich bin gespannt. Ich weiß auf jeden Fall von unserer Zusammenarbeit, dass du immer mit
Leidenschaft agierst. Und das hat mir sehr viel Freude gemacht, auch dieses Projekt zusammen zu machen. Und ich bin mir sicher, dass du da was findest, was dich dann auch erfüllt und wo du deine ganze Erfahrung und dein Herzblut reinstecken wirst. Ich bin auch gespannt, ob wir dann auch noch mal zusammenarbeiten, vielleicht wieder in der E-Mobilität. Wir haben jetzt so viel zusammen schon erreicht. Ich glaube, es wäre cool, wenn wir es sogar nochmal weitertreiben würden. Mich würde es freuen. Ich würde mich freuen, wenn wir den einen
oder anderen Podcast vielleicht sogar mit Kollegen noch mal durchführen – vielleicht als Roundtable. Wir sehen uns ja regelmäßig auch auf den Messen. Die LogiMAT ist meistens so meine Messe, wo ich auch mindestens vor Ort bin. Man kennt sich, die Kollegen kennt man. Und gerade aus der operativen Sicht könnte man das Thema noch mit weiteren Kollegen angehen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir irgendwann auch mal einen Netzbetreiber mit am Tisch haben, sodass man die ganze Kette der Entwicklung
zu solch einem Projekt oder alle Beteiligten eines solchen Projekts mal an einen Tisch holt und jeder so seine Erfahrung mit einbringt, um sich in der Sache regelmäßig auszutauschen und dem einen oder anderen Kollegen auch Tipps gibt oder Tipps erhält. Das finde ich total sinnvoll. Wir haben ja auch schon mittlerweile über 30 Episoden. In dem Podcast hatte ich auch spannende weitere Gäste, beispielsweise den Gründer von ChargeCloud, der die ChargeOne-
Software entwickelt hat, und viele andere auch aus der Mobilitätswelt. Und dann denke ich, wäre es sinnvoll, wenn wir die Idee, die du hast, auch erkunden. Gerne. Ja, wenn ihr auch Gäste haben wollt, die euch jetzt auf Basis dieser Folge einfallen, können wir die auch gerne berücksichtigen. Kommt gerne auf mich zu. Sehr gerne. Und generell, Claudio, ich habe ja deinen Einführungspodcast angehört. Du sprichst ja so viele Sprachen. Wie ist das für dich? Würdest du
jetzt auch überregional vorankommen? Ist da was geplant? Auf jeden Fall. Also, wie du erwähnst: Ich spreche neun Sprachen fließend. Ja, das klingt nach Angeberei, aber er kann es wirklich. Ich bin durch ein bisschen Glück am Anfang dreisprachig aufgewachsen, durch meine Eltern, die Deutsch, Italienisch und Französisch sprachen. Und die E-Mobilität endet glücklicherweise nicht an den deutschen Grenzen. Und da gibt es ja
viele Länder, die auch viel machen. Da haben wir spannende Projekte, die wir sowohl jetzt machen als auch machen werden, sicherlich in Europa und auch anderweitig. Als Tendenz, sagen wir mal: In Frankreich wird sicherlich viel kommen in kommender Zeit. Aber wir haben auch große Partner, wo es dann wahrscheinlich in über 20 Länder gehen könnte. Bin ich mal gespannt. Die Software für das Energiemanagement – klar gibt es gewisse Gegebenheiten, die man haben müsste. Ein
dynamischer Stromtarif ist immer ideal, solche Länder priorisieren wir. Aber viele Themen wie die eingeschränkte Elektroinstallationskapazität gelten eigentlich überall, wo es Kabel und Ladesäulen gibt. Da können wir unsere Software dann auch einsetzen. Das heißt: mal schauen, wie die Reise weitergeht – von Berlin aus in die Welt. Spannend, sehr spannend. Und die ersten operativen Projekte hast du sozusagen nachweislich auch schon vorliegen. Ja. Und dann kannst du darauf aufbauen. Ja, wenn ich jetzt auch weiter Sprachen lernen will – ein anderes Thema.
Kurz, Clau. Ja, ist das was? Was empfiehlst du? Ich meine, ich klar. Es gibt ja die Apps, wo man rangeht. Jetzt gibt's ja auch KI, die mit dir spricht. Habe ich schon gehört. Soll sehr cool sein. Also, da unterhält man sich halt mit einem KI-Bot. Also noch besser als jetzt hier Duolingo und was es da so alles gibt. Wenn ich jetzt mal... ich finde ja Spanisch ganz cool irgendwo, und Englisch – klar, muss weiter ausgebaut werden. Hast du eine Empfehlung zum Schluss?
Ich habe tausend Tipps. Ich bin sehr begeistert, was das Thema Sprachenlernen angeht, was anscheinend leicht ist. Ich habe da gewisse Lernkurven gemacht. Wenn man genügend Erfahrung hat – wie jetzt bei E-Mobilität: bei dir kriegst du das zweite Projekt und das dritte Projekt relativ schneller und einfacher umgesetzt. Ja, beim Sprachenlernen sage ich mal auch: man lernt durch das Machen einfach. Man spricht – wenn man sprechen will, sollte man sprechen. Ich weiß, es fühlt sich immer sehr ungewohnt an und man schämt sich ein bisschen, wenn
man am Anfang nicht so richtig sprechen kann. Aber das fühlt sich immer an wie ein kleines Baby, das Unsicherheit lernt. Und das muss man durch. Man muss halt einfach mit sich selbst im Klaren sein: ich muss es angehen. Und das wäre mein Kerntipp. Also keine Angst, einfach mal loslegen. Und dann hat man halt lustige Erfahrungen und wächst an den Fehlern. Aber mit der KI jetzt, oder? Mit der KI?
Genau, die KI habe ich für mich auch. Ich habe tatsächlich meine Sprachen vor der KI-Ära eher gelernt, benutze allerdings die KI auch jetzt immer aktiv. Bei den Sprachen, die ich mehr verbessern möchte – beispielsweise ist Schwedisch von meinen Sprachen die schwächste –, da habe ich die KI auf Schwedisch eingestellt. Manchmal chatte ich mit ihr oder per Sprache. Und das Coole ist: die KI kann ja alle Sprachen der Welt. Sprich, wenn man mal ein Wort nicht einfällt,
dann sagt man es mal auf Deutsch – sie versteht dich. Und dann kannst du immer noch sagen: wie würde ich das auf Schwedisch sagen? So lernt man viel schneller, finde ich, viel effizienter heutzutage. Also würde ich auf jeden Fall auch raten, die KI sich zunutze zu machen, wenn man Sprachen lernt. Okay. Das ist ja ein Riesenvorteil, den du hast, im Land zu sprechen. Natürlich. Wahrscheinlich immer noch am besten funktionierend. Ja, hinreisen. Das ist schwierig, das gehört leider nicht immer dazu. Aber ja,
haben wir auf jeden Fall viele Themen jetzt schon adressiert. Falls die Zuhörenden mehr lernen wollen, auch in Kontakt sein wollen mit dir, oder vielleicht hast du auch eine Nachricht, die du noch am Ende mitgeben willst. Gerne über LinkedIn kann man mich anschreiben, gerne in den Austausch gehen – oder wenn der ein oder andere mag, ja sein – wenn sich jemand vorstellen könnte, mit mir zusammenzuarbeiten in Zukunft, gerne melden. Ich bin hier noch offen und schaue mir mehrere Möglichkeiten aktuell an. Aber eins
ist klar: ich habe einfach Lust drauf, arbeite immer gerne, und dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange. Und ja, jetzt freue ich mich auf die Flotte, die jetzt im März wieder stattfindet. Ich weiß nicht, Claudio, bist du auch vor Ort? Ich müsste noch schauen, ich habe es noch nicht 100 % sicher. Und dann trifft man wieder die Kollegen und geht in den Austausch. Das ist immer, finde ich, so ein Event einmal im Jahr, wo man sich wirklich mit allen Beteiligten austauschen kann.
Das ist quasi unsere Messe. Aber auch in anderen Bereichen gibt es über LinkedIn viel Austausch. Und ja, wir kommen am Thema E-Mobilität nicht vorbei. Meiner Meinung nach ist das Thema gesetzt, das ist auch politisch gesetzt. Es werden immer wieder andere Antriebsarten besprochen. Aber es ist halt einfach skaliert und massentauglich, die E-Mobilität. Das ist immer so ein Thema, wo ich sage: ja, klar gibt es die Wasserstoffautos, aber die sind halt nicht massentauglich. Ich bin schon vor 15 Jahren mit einem Wasserstoffauto gefahren.
Aber es geht ja darum: was ist massentauglich produzierbar? Und es ist aktuell halt – irgendwann mal vor 10, 15 Jahren mit der E-Mobilität begonnen worden. Und ja, es läuft nicht alles toll und es gibt Probleme. Ja, aber so ist das immer mit einer Antriebsform, die irgendwo neu entsteht. Und ja, wirtschaftlich gibt es auch hier und da Probleme. Aber wir holen hier sehr, sehr stark nach. Und ich weiß nicht, ob du das auch gehört hast – ich glaube, Deutschland ist jetzt der zweitgrößte E-Fahrzeughersteller nach den Asiaten. Also
VW hat sehr, sehr stark aufgeholt. Der ID.7 ist aktuell das meistverkaufte Modell. Tesla hinkt ja so ein bisschen hinterher gerade aktuell. Das wird schwierig. Also das, was versäumt wurde, wird jetzt immer mehr und immer stärker nachgeholt – zu all den anderen Sorgen, die man sicherlich in der Automobilbranche die letzten Jahre hatte. Aber hier ist sehr viel passiert und hier wird auch noch viel passieren. Und eins zum Schluss noch: je mehr man sich dem Thema verweigert, desto schwieriger wird
es, glaube ich, in Zukunft in der Branche voranzukommen. Denn wo E-Mobilität vom Profil hinpasst, wird sie auch stattfinden. Ja. Und ich wollte mich auch noch mal bei dir bedanken, Pierre, für deine wirklich begeisterte Zusammenarbeit. Es hat immer Spaß gemacht. Du bist da auf jeden Fall mit Vollblut in jeder Sekunde dabei. Das trifft man auch nicht an jeder Ecke. Ich als Unternehmer, der auch mit vielen Menschen zu tun hat, kann das auf jeden Fall sagen, dass bei vielen Unternehmen leider diese Energie fehlt, von
den Mitarbeitenden. Und das habe ich bei dir nicht gespürt, ganz im Gegenteil – eine einzigartige Energie. Und ich denke auch, die E-Mobilität als Thema für diejenigen, die sich vielleicht jetzt mal interessieren sollten: da gibt es so viele interessante, spannende Trends, die man vielleicht gar nicht auf dem Schirm hatte. Eine Anekdote, die mir einfällt: Vor zehn Jahren, glaube ich, 2016, 2017 rum, hatte man gesagt, man würde 500 neue Elektromodelle haben bis 2025. Das war ja letztes Jahr. Und ich dachte mir: 500 – das kann doch
gar nicht sein. Das waren dann gerade mal ein Dutzend, wenn überhaupt, Modelle am Markt. Und das haben wir erreicht. Und wenn man sich das mal vor Augen führt, wie schnell sich diese Sachen entwickeln – das war vor zehn Jahren. Jetzt in den kommenden zehn Jahren: wenn man jetzt den Zug verpasst oder das Auto verpasst, dann wird man auf jeden Fall hinterherhinken. Das ist wie mit KI aktuell. Also, wie wir ja auch angefangen haben – da stehen wir so, wie schneller. Genau so war
das vor 15 Jahren. Mit der E-Mobilität stehen wir jetzt eben vor diesem Baustein. Und ja, vielen Dank, Claudio, für die netten Worte. Und ich kann es auch nur zurückgeben, ohne dass wir uns jetzt hier gegenseitig anschmeicheln wollen – das ist nie so meine Art. Aber ich kann sagen, dass mir immer wichtig ist, dieses Thema auf Augenhöhe zu betreiben. Und auch deine Motivation, deine Intelligenz hinter dem ganzen Thema – die trifft man auch nicht an allen Ecken. Und wie du, wie du die
Sache angehst mit unserem Partner, mit dem Stephan von Touch One, mit Lichtblick der Rolf, den wir da sozusagen, der uns da auch immer gerne unterstützend zur Seite war, ist das dieses ganze Projekt so wunderbar gewachsen und wird auch weiter wachsen. Ich wünsche dir jetzt für dein Projekt, für RiDERgy, in Zukunft noch viele erfolgreiche Stunden und, dass dein Projekt so in die Umsetzung kommt, wie wir das jetzt hier auch schon operativ vorgenommen haben und weiter vorangeht. Und gerade das Thema Bidi. Vielleicht machen
Wir werden auch hier noch mal einen separaten Podcast machen. In der Zukunft wird dir das viele Möglichkeiten geben. Und ich bin mir ziemlich sicher, Claudio, dass wir in der einen oder anderen Funktion in Zukunft auch noch zusammenarbeiten werden. Ja, vielen Dank für das Gespräch. Drei Erkenntnisse aus meinem Gespräch mit Pierre: Strom schlägt Spekulation. Der Business Case kippt selten an der Batterie, sondern am Energy-Setup. Preise, Netzentgelte, Anschlusskapazitäten und Prozesse entscheiden. Transparenz plus Steuerung: Vorpark-Tools zeigen, was ist. Wirkung entsteht erst mit aktiver Steuerung durch EMS und automatisierte Ladeentscheidungen.
Transparenz allein löst keine Probleme. Skalieren heißt vereinfachen: einheitliche Daten, feste Ladefenster und klare Schnittstellen zu Partnern reduzieren Komplexität und machen Rollouts reproduzierbar. Zum Mitnehmen: Behandelt Energie als steuerbaren Produktionsfaktor, baut Laden so, dass es automatisch funktioniert, und nutzt Daten, um die Einsatzkosten zuverlässig zu senken. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine gute Bewertung und teilt die Episode. Bis zum nächsten Mal.
Notizen zur Folge
Episode Überblick In dieser Episode sprechen wir mit Pierre, einem erfahrenen Fuhrparkverantwortlichen, der den Weg von Premium-Automobilprojekten bei Audi über die Digitalisierung großer Flotten bis hin zur Elektrifizierung der Last-Mile-Logistik bei HelloFresh gegangen ist. Pierre schildert offen, wie anspruchsvoll es ist, E-Mobilität dort einzuführen, wo Fahrzeuge jeden Morgen zuverlässig einsatzbereit sein müssen – und warum Ladeinfrastruktur, Netzanschluss und Partnersteuerung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wichtige Themen, die wir behandeln: Vom Hotelkaufmann zum Fuhrparkleiter mit über 15 Jahren Erfahrung Premium-Fahrzeugpools bei Audi und frühe operative FahrzeugübergabenDigitalisierung des Fuhrparks: von Excel zu Avrios und datenbasierten Dashboards Erste Schritte der Elektrifizierung: E-Golf, ID. Buzz Cargo und Fahrprofilanalyse HelloFresh-Logistik: Mutter-, Mikro- und Satellitendepots im DACH-Raum Warum AC-Ladeinfrastruktur strategisch sinnvoll war (Standzeiten, Planbarkeit). Aufbau von Ladeinfrastruktur als Mieter: Vermieter, Laufzeiten, Investitionsrisiken Zusammenarbeit mit Infrastruktur- und Backend-Partnern (u. a. ChargeOne) Die größte Hürde: Netzbetreiber, Genehmigungen und föderale UnterschiedeLastmanagement und begrenzte Netzanschlussleistung Warum dieses Gespräch wichtig ist Pierre zeigt sehr klar: Elektrifizierung ist kein Fahrzeugprojekt, sondern ein Energiesystem-Projekt. Erfolgreich wird sie nur, wenn Ladeprozesse automatisiert sind, Kosten transparent bleiben und operative Teams sich nicht täglich mit dem Laden beschäftigen müssen. Für Fuhrpark- und Logistikverantwortliche ist diese Folge eine realistische Anleitung, wie E-Mobilität im Last-Mile-Bereich tatsächlich skaliert – mit Geduld, Partnern und konsequentem Systemdenken. Passend zur Episode, hier geht’s zu den Gutscheinen: Factor: https://www.factormeals.de/plans?c=FIH-UGPAQR5DURTP&plans_ab=true&utm_campaign=notification&utm_medium=clipboard&utm_source=freebies Hellofresh: https://www.hellofresh.de/freebox/MzYxNDI1ODMyLTAtNC0yLURF